Das war wohl nichts

Eine Laufpause für einen Läufer

Manchmal ist das Leben schon ungerecht. Das Jahr 2012 verlief trainingstechnisch für mich als Läufer wunderbar, es gab keine Verletzungspausen, und keine krankheitsbringenden Viren und Bakterien haben sich in meinem Körper eingenistet. Da hieß es natürlich für 2013 endlich mal wieder größere und vor allem schnelle Ziele ansteuern. Und so verlief die Vorbereitung auf den Spreewaldmarathon, welcher jedes Jahr im April stattfindet, auch ganz gut, bis Ende Januar eine Erkältung mich für knapp 3 Wochen stoppte. Drei Wochen komplette Ruhe haben ganz gut getan und es konnte weiter gehen in Richtung Spreewald und die Form zeigte Ende März auch gut nach oben.

Die langen Läufe im Schnee liefen fantastisch, und auch die Läufe im Wettkampftempo waren gut im Plan. Die Vorfreude auf den Marathon stieg, endlich mal wieder Tempo machen und eine gute Zeit raushauen. Noch waren es 3 Wochen bis zum Start und genau da passiert, was kein Sportler wirklich braucht. Mitten in der dritten Woche während eines Trainingslaufes fühlte ich mich schlapp und müde. Im ersten Moment schob ich noch alles auf das harte Training der letzten Wochen. Immerhin kamen in der vierten Woche vor dem Marathon mehr als 100 Kilometer zusammen und dazu auch noch alternatives Training. Die Bedingungen waren auch nicht einfach, da ja Ende März noch genug Schnee lag, und das Laufen dadurch nicht immer einfach war.

Kein Marathon im April

Die ungeliebte Laufpause

Der lange Winter 2013

Nach dem besagten Training war mir kalt, und dieser Zustand hielt bis zum Abend an. Irgendwann kamen auch Kopfschmerzen und ein komisches Gefühl im Hals dazu. Jetzt war alles klar: Junge hier kommt was Großes, etwas was Du überhaupt nicht brauchst, und was absolut nicht notwendig ist. Am nächsten Tag war an ein Aufstehen nicht mehr zu denken und an Training natürlich auch nicht. Noch war ich optimistisch und dachte: Noch sind es knapp 18 Tage bis zum Marathon, bis dahin bin ich wieder fit. Nach weiteren 3 Tagen, mittlerweile mit Fieber, hatte ich mich so langsam gedanklich vom Marathon verabschiedet. Denn von irgendwelchen unüberlegten Kamikaze-Aktionen halte ich nichts.

Leider liest man noch zu oft von Sportlern, die mit einer Grippe oder sogar Fieber laufen. Dies ist für mich nichts Bewundernswertes sondern einfach nur dumm. Auch wenn es schwer fiel: Es hieß auskurieren und warten. Leider stellte sich die Sache als besonders hartnäckig heraus. Mittlerweile haben wir Ende April. Der Spreewaldmarathon ist vorbei, ich war nur mit dem Herzen dabei. Und für mich das Schlimmste, ich pausiere immer noch. Aber es wird immer schwieriger, die Füße ruhig zu halten. Jedoch signalisiert mein Körper auch, dass er noch Ruhe braucht, und dieses Signal nehme ich ernst.

Der Laufhöhepunkt 2013 liegt im Herbst

Damit ist natürlich die erste Hälfte der Saison erledigt, und das ganze Training im Winter war für die Katz. Jetzt gilt es nach vorn zu schauen, einen ruhigen Aufbau planen und in verschiedenen Etappen auf eine gute Herbstsaison zu trainieren. Ich bin optimistisch und denke, der Sommer und Herbst 2013 hält noch einige sportliche Höhepunkte für mich bereit. Aber es ist wichtig, dass wir Läufer auch aus solchen Situationen lernen und eventuell unser Training und die Vorbereitung analysieren. Ich für meinen Teil denke, dass der lange Winter mit seinen schwierigen Bedingungen und dazu meine teilweise hohen Trainingsumfänge verantwortlich für meine Zwangspause waren. Denn die lang anhaltenden kalten Temperaturen und das Training muss ein Körper auch erst mal verkraften. Gerade, wenn es um Leistungen geht, ist dies manchmal ein schwieriges Unterfangen.

Aber jede Situation im Leben ist nicht umsonst und sei sie noch so schwierig. So habe ich nochmal viel Zeit gefunden, das eigene Training zu analysieren und in der Planung einzelne Veränderungen vorzunehmen. Denn gezieltes Training bedeutet auch ein stetiges Lernen und Ausprobieren. Ab der nächsten Woche geht es dann wieder los.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Kopf hoch, Heiko! Das ist ärgerlich, aber du gehst damit sehr richtig um. Einen Krawallmarathon mit noch längerer Pause im Anschluss braucht niemand. Ich habe viel Glück gehabt. Die 3 Monate Wintertraining (Dezember-März) haben mich nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise umgehauen. Man hat da kaum Einfluss – es muss dich nur jemand anhusten und das war’s.

    • Hallo Henrik, Kopf ist schon wieder oben. Letztes Jahr ging alles gut, dieses Jahr hat es leider nicht geklappt. Jetzt mache ich lieber etwas länger Ruhe um dann im Herbst einen guten Marathon rauszuhauen. Sehen wir uns eigentlich im Juni in München?

    • Hallo Manu, ich bin davon überzeugt, es ist der letzte Ausfall in diesem Jahr:-) Wir sehen uns im Juli in voller Kraft beim Lausitzer Seenland 100.

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