Erst twittern und dann laufen

Zwei Läufer treffen sichÜber Sinn und Unsinn von Twitter wird immer noch diskutiert. Die einen mögen es, und die anderen können damit nur sehr wenig anfangen. Gut, es ist auch nicht ganz so einfach, sinnvollen Inhalt mit 140 Zeichen zu kreieren. Mittlerweile bin ich seit über 4 Jahren dort dabei, habe dadurch einige Läufer kennen gelernt und tatsächlich auch schon den einen oder anderen im realen Leben getroffen. Solch ein Treffen hat es ganz spontan am letzten Sonntag geben.

Nachdem ich kurz die neuesten Tweets am Sonntagmorgen gelesen hatte, fiel mir eine Nachricht auf, die direkt an meine Person gerichtet war: „Hast du Sonntag Zeit und Lust auf 20-25 km am und um den See? Bin ab 10 in der Nähe. Lauf ab 1 oder später.“ Absender der Nachricht war @Multiplayer80. Da ich sehr spontan bin und für solche Sachen immer ein offenes Ohr habe, einigten wir uns nach kurzem Hin und Her auf eine erweiterte Runde um den Senftenberger See. Da trafen sich gegen 12 Uhr zwei eigentlich fremde Personen, die sich bisher nur aus dem Internet kannten, der eine aus Senftenberg und der andere aus Dresden. Uns beide verbindet die Freude am Laufen, und das sollte auch schon reichen. Vom ersten Meter an gab es keine Berührungsängste, und es wurde munter drauf losgeredet, als ob man sich schon viele Jahre kennt. Irgendwie bemerke ich diese Vertrautheit nur unter Läufern. Die meisten ticken in einigen Bereichen irgendwo gleich.

Unsere Laufstrecke führte uns von Niemtsch erst mal ein kleines Stück am Senftenberger See entlang. Da die Urlaubssaison begonnen hat, mussten wir uns vor allem mit Radlern den Weg teilen, deshalb meide ich eigentlich in dieser Jahreszeit gerade zur Mittagszeit den See. Aber für einen kleinen Twitter-Lauftreff habe ich gern mal eine Ausnahme gemacht. Irgendwann liefen wir trotzdem in einen Wald hinein und verabschiedeten uns für eine Weile vom See und seinen Touristen. Das Tempo war angenehm und locker, dazu eine Wolkendecke, die kaum Sonne durchließ und dann noch der Schatten der Bäume. Also bestes Laufwetter auf der Hälfte der Strecke.

Nach vielen Worten und vielen Minuten trafen wir irgendwann auf einen mir bekannten Läufer, der mit seiner Familie unterwegs war. Die Familie radelte und Papa lief, auch eine gute Idee – er wollte ca. 30 Kilometer machen. Nach einem gemeinsamen Kilometer trennten sich unsere Wege und uns hatten die Touristen wieder. Immer mehr Urlauber waren auf dem Weg am See unterwegs und die Sonne kam auch, dazu leichter Gegenwind und kein Schatten mehr. Zum Schluss wurden unsere Worte etwas weniger, und für meine Begleitung war nach 24 Kilometern Schluss. Ein toller Lauf, der nach einer Wiederholung ruft, Multiplayer80 nahm ein verdientes Bad im Senftenberger See, und ich wollte noch unbedingt die 30 vollpacken. Zum Schluss wurden es 31 Kilometer, und ich freute mich über einen tollen sonntäglichen Lauf. Also ist Twitter nicht nur Zeitverschwendung, sondern tatsächlich eine Möglichkeit, um andere Menschen kennen zu lernen. Habt Ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist ja witzig, was so alles in sozialen Netzwerken passieren kann… 😉 Ich selbst konnte mich noch nicht zu Twitter durchringen, keine Ahnung warum. So schwer kann’s ja nicht sein… 😀
    Persönlich habe ich in den letzten 12 Monaten bei FB einige ambitionierte Läufer und Läuferinnen kennengelernt, die auch mich als Anfänger bzw. „Noch-wenig-Läufer“ akzeptieren und sich mit mir austauschen und mir Tipps geben… 😉

    • Hallo Daniela,
      in den sozialen Netzwerken geht schon einiges, dennoch kann man auch sehr viel Zeit dort verballern… 🙂

      Twitter muss man nicht unbedingt haben, ich habe mich aber über die Jahre daran gewöhnt. Warum soll man Dich nicht akzeptieren? Läufer ist Läufer, egal ob 5 km oder 100 km.

      Beste Grüße

      Heiko

    • Kann man, muss man aber nicht. Bisher habe ich auch jeden Läufer ohne Hashtag erkannt 🙂 Aber die Sache mit dem T-Shirt gibt es bestimmt schon.

  2. Ich gebe es zu – ich bin abhängig von Twitter 🙂 Aber durch Twitter habe ich schon sehr viele nette Läuferinnen und Läuferinnen kennengelernt und einige sind davon sogar zu Freunden geworden. Und wie Du in Deinem Post geschrieben hast, Läufer haben sich wirklich immer etwas zu erzählen 🙂

    Übrigens hat mir Twitter auch zwei wunderschöne Erlebnisse beschert: Ich war 2009 bei der Leichtathletik-WM für die Berliner Morgenpost als Twitter-Reporter unterwegs und ich habe erfahren, dass Haile bei uns um die Ecke eine Galerie eröffnet und hatte so die Gelegenheit diesen einmaligen Läufer persönlich zu treffen! Wenn sich nicht allein dafür Twitter schon gelohnt hat!

    • Abhängig? Ich hoffe ich bin es noch nicht 🙂

      Stimmt, irgendwie kommt man ziemlich schnell ins Gespräch. Und hat Dir Haile einmalige Tipps zum Laufen gegeben? 🙂

      Stimmt schon, über Twitter, Facebook und Konsorten ist einiges möglich, wenn man es vernünftig anstellt. Und wir hätten uns ja ohne Twitter sicherlich auch nicht kennengelernt… Bin schon gespannt auf das Lausitzer Seenland100.

      • Ich bin ja immer noch ein wenig am Grübeln ob Bike & Run das Richtige ist 🙂 Aber vielleicht sollte ich es doch wagen und mich anmelden …

        • Hallo Manu,

          ganz klar, Run & Bike anmelden. Ihr könnt Euch ja so oft wie möglich abwechseln. Und im Januar 2014 könnt Ihr dann gleich wieder in die Halle kommen…. Bist dieses Jahr auch wieder auf dem Flyer zum Hallenmarathon, gleiche Foto wie im letzten Jahr.

  3. Ob beim Twittern, in FB oder via Blog kann man viele Leute kennenlernen, auf die man im realen Leben irgendwann trifft. Auf diese Weise haben sich Freundschaften entwickelt, auf die ich nicht mehr verzichten möchte – schön, dass es diese Möglichkeiten für uns gibt !

    • Hallo Margitta,
      ich denke über diesen Weg kann man Leute treffen die man sonst wohl nie begegnet wäre. Ich finde diese Möglichkeit auch sehr gut und freue mich über weitere persönliche Kontakte. Vielleicht tauche ich irgendwann auch mal an der Ostsee auf 🙂

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