Hauptsache Gegenwind

Hauptsache Gegenwind
Für viele Menschen bedeutet das Wochenende Ruhe und Erholung; was jeder daraus macht, liegt in seiner Hand. Als Selbständiger gibt es für mich kein wirkliches Wochenende. Wenn es notwendig ist, wird am Wochenende gearbeitet. Dafür kann ich mir aber auch die Freiheit rausnehmen, dann zu arbeiten, wenn es mir passt und eben auch Pausen zu machen, wenn ich Lust habe. Profitieren kann davon meine Familie und natürlich meine sportliche Betätigung. Und die sportliche Betätigung für den heutigen Samstag hat sich wieder gelohnt.

Der Wetterbericht macht schon seit Tagen die Menschen im ganzen Land verrückt, von starkem Regen und kalten Temperaturen ist die Rede. Und in vielen Teilen des Landes scheint es auch tatsächlich so zu sein. Aber irgendwie habe ich immer das Gefühl, hier in der Lausitz ist alles anders. Es ist zwar den ganzen Tag bewölkt, und der Wind macht schon wieder richtig Alarm, aber der Regen fehlt und wenn, dann sind es wirklich nur einige Tropfen. Aber eigentlich ist es mir egal, als Läufer nehme ich das Wetter wie es kommt. Dennoch würde ich mich freuen, wenn es mal wieder etwas weniger windig bzw. stürmisch wäre. Denn egal wann und wo ich unterwegs bin, ständig knallt mir eine fette Front Gegenwind ins Gesicht. Dazu aber gleich mehr.

Nachdem vorgestern das Lauftraining mal etwas schneller durchgezogen wurde, und ich gestern mit dem Rad eine Marathondistanz absolviert habe, natürlich mit ständigem Gegenwind, stand heute zuerst ein kleines Läufchen auf dem Programm. Meine Tochter geht zur Kinderuni, und Papa zieht die Laufschuhe an. Die Kinderuni ist ein tolles Angebot unserer Hochschule Lausitz in Senftenberg. Dort bekommen Kinder kindgerecht verschiedene Themen aus der Allgemeinbildung präsentiert. Super Projekt, welches auch zeigt, dass Kinder sehr wohl Interesse an Bildung weit weg von PC und TV haben. Natürlich sollten Eltern das auch fördern. Aber dies ist jetzt nicht mein Hauptthema.

Mein Läufchen führte mich heute wieder durch eines meiner Lieblingsreviere, den Niemtscher Park. Ein kleines, uriges Paradies mit hohen Bäumen und vielen Vögeln. Diese waren besonders gut drauf, denn ich kam mir vor wie in einem Konzert. Schönste Melodien, besser als Radio. Danach ging es an einem kleinen Fluss entlang, an dem ich Zeuge wurde, wie ein Baum regelrecht zerbarst. Denn die Bieber waren mal wieder fleißig und haben einen Baum umgelegt, der wiederum schräg an einem anderen Baum lag. Beide Gehölze konnten dem vermutlich nichts abgewinnen, so dass sie den Geist aufgaben. Und das genau in dem Augenblick, als ich diese Passage entlang lief. Tolles Naturschauspiel. Weiter ging es an einem Feld entlang und in den Wald Richtung Senftenberger See. Im Wald hörte ich die Melodien der Baumwipfel, welche vom sehr starken Wind bewegt wurden. Und dazwischen ein komisches Grunzen, das mich veranlasste nach links und rechts zu schauen. Wildschweine? Bestimmt, ich habe sie aber nicht gesehen, weil neben dem Weg eine kleine Anhöhung war. Schweine sind in dieser Gegend nicht unwahrscheinlich. Einen Kilometer weiter, und ich war am Senftenberger See und auf dem dazugehörigen Radweg, der um den kompletten See führt.

Dort überholte mich eine riesige Truppe von Radfahrern. Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, wenn so eine große Gruppe hinter mir kommt. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass es leider auch einige dumme Menschen gibt, die nichts anderes zu tun haben, als andere Menschen zu beleidigen. Glücklicherweise war heute alles anders, alle waren gut drauf und hatten tatsächlich sehr nette Worte auf den Lippen. Solche Reisetruppen habe ich gern, dennoch verließ ich schnell wieder den Radweg und ab in den Niemtscher Park, um kurze Zeit später meine Laufrunde zu beenden. Nach etwas mehr als 9 Kilometern war Schluss.

Aber dies konnte noch nicht alles gewesen sein, also gleich die Radklamotten an und auf das Mountainbike. Die Tour wurde ein wahrer Kraftakt gegen den Wind. Man hat ja die Vermutung, dass es irgendwann mal Rückenwind geben müsste, aber nichts. So kamen 48 Kilometer im Wind zustande, die trotzdem große Freude gebracht haben. Entlang an riesigen Feldern, die es hier in der Region gibt und sehr oft im Wald. Ab und zu mal ein Dorf, aber meist nur Wald. Genau das Richtige, um Kraft zu schöpfen und die Akkus zu laden. Und wieder einmal die Gewissheit, die Bewegung und die Natur sind genau meins.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Heiko,

    irgendwie bin ich froh, hier in den Bergen wohnen und laufen zu können. Wir haben keine Wildschweine (vor die würde ich mich fürchten) und ich habe selten Gegenwind. Ich mag den Wind eigentlich gar nicht und ich kenne das von früher, als ich noch in Malmö gewohnt habe. Egal um welchen Eck ich gekommen bin, ich hatte immer Gegenwind, nie Rückenwind… das kenne ich!! 😉

    Sport in der Natur ist doch Ruhe und Erholung, da bin ich deiner Meinung – dort holen wir uns Kraft und laden die Akkus wieder auf! Geht mir gleich!

    Liebe Grüße Anna

    • Hallo Anna,

      hier in der Gegend gibt es sogar Wölfe, habe aber bisher noch keine gesehen. Ich glaube die Wildschweine haben mehr Angst als wir Menschen. Ansonsten könnte es tatsächlich endlich mal etwas weniger Wind werden, denn immer Gegenwind ist schon hart. Auf der anderen Seite ist es natürlich gutes Training 🙂

      Beste Grüße

      Heiko

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