Mein erster Crosslauf

Mein erster CrosslaufOje, es ist mittlerweile weit mehr als 30 Jahre her, als ich meinen ersten Crosslauf durch den Senftenberger Stadtwald bestreiten durfte. Im Vorfeld habe ich von älteren Sportlern Horrorgeschichten über Crossläufe gehört: Schwierige Strecken, nur Matsch, Dreck und viele Hügel sind zu bewältigen. Genau diese Laufgeschichten haben mich regelrecht gefesselt, denn normales Laufen ist was für Weicheier und ich wollte ja ein „Hartei“ sein. Aufgewachsen bin ich in der ehemaligen DDR. Dort spielte Sport im Schulalltag eine große Rolle und so gab es auch fast in jedem Jahr Crossläufe, bei denen sich die besten Läufer der jeweiligen Schulen in Kreismeisterschaften messen konnten. Dementsprechend war die Konkurrenz für meinen ersten Crosslauf auch sehr groß und stark.

Crosslauf: Crossläufer müssen dreckig sein

Die Vorbereitung am Lauftag war sehr simpel: Trinke vor dem Start soviel Brause wie möglich und iss ganz, ganz viel, damit du auf der ca. 1 Kilometer langen Strecke nicht verhungerst und verdurstet. Ich bin heut noch erstaunt, wie das mein Magen ohne Probleme überstanden hat – Kinder eben. Die Sportbekleidung war natürlich mit der heutigen Laufbekleidung nicht zu vergleichen. Die Laufschuhe waren ganz einfach – Stoffturnschuhe mit Gummisohle (diese Teile wurden zu DDR-Zeiten auch liebevoll „Essengeldturnschuhe“ genannt). Das Essengeld in der Schule lag damals bei ca. 2,75 Ost-Mark für die Woche und nur ein wenig teurer waren diese Turnschuhe. Der Trainingsanzug war natürlich zu 100% nicht-atmungsaktiv und Schwitzen war schon ohne Bewegung garantiert. Also, wenn ich noch mal die Zeit an mir vorbeirauschen lasse, weiß ich, dass es schon echt harte Bedingungen waren.

Mit vielen anderen Kindern im Alter von 8-9 Jahren stand ich am Start und jeder sah wie der andere aus: Der gleiche Trainingsanzug, die gleichen Schuhe, der gleiche komische Haarschnitt und der gleiche verbissene Blick. Nur die Zahl unserer Startnummern unterschied den einen vom anderen.

Der Lauf an sich gestaltete sich ganz simpel. Alle rannten wie angeschossen los, einige hielten das Lauftempo etwas länger als andere durch und im Ziel kamen alle fix und fertig an. Ich glaube, mein erster Crosslauf wurde von mir als Drittplatzierter beendet. Dennoch war ich enttäuscht, denn ich war kaum dreckig und überhaupt: Ich war für meine Begriffe viel zu sauber für einen Crosslauf.

Nach der Siegerehrung ging es nach Hause. Nur, was sollten Mutter und Vater denken, wenn der Sohn beim Crosslauf war und „sauber“ heimkommt? Das geht nun wirklich nicht. Also waren wir jungen Kerle total schlau und haben uns die nächstbeste Pfütze ausgesucht, knieten uns rein und sahen endlich aus wie richtige Crossläufer. Muttern hat bald einen Herzinfarkt bekommen.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

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