Erfahrungen aus 20 Jahren vegetarischer Lebensweise

20 Jahre Vegetarier
Heute möchte ich meinen Beitrag der vegetarischen Ernährung widmen, denn in vielen Blogs und Magazinen ist die Ernährung ein riesiges Thema. Es gibt immer wieder Trends zu beobachten, und irgendwelche Wissenschaftler stellen Studien vor, die von anderen Experten widerlegt werden. Selbsternannte Gurus erklären, was richtig und was falsch ist – für mich fast ein ewiger Kreislauf ohne Ende. Und viele Menschen sind für sich auf der Suche nach der idealen Lebensweise und Ernährung. Es wird ausprobiert, getestet, immer in der Hoffnung, gesund zu bleiben und/oder mehr Fitness zu erlangen. Zu früherer Zeit wurde ich sehr oft auf meine vegetarische/vegane Ernährung angesprochen. Nicht selten wurde es missverstanden, und in einigen Bevölkerungsgruppen fehlt bis zum heutigen Tag die Akzeptanz.

Personen, die die Thematik wirklich interessiert, fragen schnell danach, warum ich Vegetarier bin. Und oft ist die Vermutung, bestimmt der Gesundheit wegen. Also wird die vegetarische Ernährung nicht selten mit einer gesunden Ernährung verbunden, und dennoch stellen sich so viele dagegen. Irgendwie ist das in meinen Augen ein Widerspruch. Aber nun mal zu meinen Gründen. Es war 1994/1995, ich war aus heutiger Sicht mit meinen 23/24 Jahren noch jung. Ich verfolgte viele Dinge in unserer Gesellschaft kritisch, und in diesem Zeitraum beschäftigte ich mich mit den Rechten von Tieren. Und da war der Schritt in die vegetarische Lebensweise nur konsequent, und ich wählte für mich damals sogar die vegane Lebensweise. Der gesundheitliche Aspekt war mir ehrlich gesagt egal, es ging einzig und allein um Tierrechte. Bis zum heutigen Tag kann ich den achtlosen Umgang mit Tieren nicht nachvollziehen. Über die Jahre habe ich dadurch viele Entwicklungen erlebt, habe auch Menschen getroffen, die daraus ein Dogma gemacht haben. Nicht wenige dieser Dogmatiker leben jetzt wieder in Saus und Braus, und ihnen sind die Tiere egal. Vergessen sind die Parolen und das Dogma früherer Zeiten. Und über die 20 Jahre habe ich immer wieder festgestellt, mal war die vegetarische Lebensweise trendig, dann mal wieder nicht – wie eine Welle eigentlich.

Am Anfang war es eine Herausforderung

Über die Ernährung habe ich mir bis 1994 keinen Kopf gemacht. Und unter gesunder Lebensweise verstand ich, eingeschweißte Frikadellen oder Schnitzel zu kaufen, dazu eine Verpackung Kartoffelsalat und das obligatorische Bier im Kühlschrank. Die Abwechslung bestand darin, dass der Kartoffelsalat mal aus Supermarkt A stammte und dann aus Supermarkt B. Und dass es in der einen Woche in Plastik verpackte Schnitzel gab und in der nächsten Woche Frikadellen und je nach Kontostand das Bier von einer bekannten Marke war oder eher einer Billigsuppe zuzuordnen war.

Da ich aber was verändern wollte, musste natürlich auch die Ernährung verändert werden. Nur gab es 1994 noch nicht den Luxus der heutigen Zeit; vegetarische/vegane Produkte waren kaum oder überhaupt nicht im Supermarkt zu finden. Heutzutage kann ich da teilweise nur mit dem Kopf schütteln, denn es gibt alles. Und sogar die Fleischindustrie ist dahinter gekommen, einen neuen Markt für sich zu entdecken. Und so gibt es Salami ohne Fleisch rein vegan und und und… dies reicht bis zur vegetarischen Gans für das Weihnachtsfest. Irgendwie bekloppt.

Ganz hart gesagt galt für mich damals, verhungern oder von heute auf morgen das Kochen erlernen. Als erstes mussten Bücher her. Diese waren aber noch schwer zu bekommen, weil noch nicht viel über vegane/vegetarische Ernährung geschrieben wurde. Und dann ging es an den Kochherd und glaubt mir, meine ersten selbst gekochten Nudeln waren für mich ein Erfolg. Ich bin in den Supermarkt und habe mir erstmalig die Gemüse und Obstabteilung genauer betrachtet. Und jedes Kochen war ein Abenteuer, aber ich beschäftigte mich intensiv mit der Nahrung und schaute ab da genauer, was auf meinem Teller landete. Zusammengefasst, Supermärkte waren noch nicht auf die pflanzliche Kost eingestellt, und das Reformhaus war mir zu teuer.

So wurde immer mehr das genutzt, was uns die Natur zur Verfügung stellt. Schnell habe ich entdeckt, dass gerade im Sommer viel Nahrung in der Natur zu finden ist, wenn man mit offenen Augen durch diese geht. Im Supermarkt wurde es ganz natürlich auf die Verpackungen zu schauen und die Zutaten auseinanderzunehmen. Irgendwann waren mir die meisten Produkte bekannt, aber das A und O der Ernährung bestand aus natürlichen Rohstoffen. Abwechslungsreiches Kochen und meist mit frischen Produkten wurde ganz normal. Bei kleinen selbst ausgerichteten Feiern und Familienfesten hatte ich anfangs mit viel Skepsis zu kämpfen, aber wer einmal  probiert hatte, war begeistert. Aber auf Dauer konnte sich die vegetarische Ernährung trotzdem niemand vorstellen.

So wuchs ich über die Jahre in die Thematik rein, und mein ganzer Haushalt ist und war darauf ausgerichtet. Selber kochen gehört zum normalen Alltag und auch dass schon mal für einen anderen Tag vorgekocht wird. Am Anfang stapelten sich noch die Kochbücher, aber mit der Zeit wurden es immer weniger. Auch die Bücher, die sich allgemein mit dem Vegetarischen und Veganen auseinandersetzten, wurden über die Jahre weniger. Früher habe ich alles dazu gelesen: wissenschaftliche Ausführungen, Schriften von überzeugten Veganern, Studien, Ausführungen zum Tierrecht und Tierschutz. Eines nervte mich dabei aber schon sehr frühzeitig, zu oft wurde daraus ein Muss gemacht. Aber wir sind alles Menschen mit eigenem Gehirn, und dieses sollten wir zum Denken nutzen. Ich war und bin nicht bereit, irgendwelchen Gurus zu folgen. Mir war die eigene Erfahrung wichtig, das, was mein Körper verlangt, bekommt er auch. Egal, was andere darüber denken oder sagen. Und da können Studien noch so großartige Sachen verbreitet haben, wenn mir eine Ernährung nicht gut tat oder ich mich nicht zu sehr verplanen lassen wollte, dann habe ich dies nicht gemacht.

Auch wenn ich weiß, dass für einige Allesesser meine folgende Aussage ein gefundenes Fressen ist, so bin ich trotzdem der Meinung, dass ich nicht sagen will, die vegetarische Ernährung ist gut oder gesund. Einfach deshalb, weil ich es nicht weiß. Wenn Ihr Euch mit wissenschaftlichen Studien beschäftigt, dann werdet Ihr ganz schnell unterschiedliche Meinungen erfahren. Studien der Fleisch und Wurstlobby werden natürlich die vegetarische Ernährung in Frage stellen und verteufeln. Befürworter oder wirtschaftliche Interessen der anderen Richtung werden die pflanzliche Kost als sehr gesund empfehlen. Da haben wir wieder dieses ewige Hin und Her. Ich für meinen Teil lasse meinen Körper entscheiden, und ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Gerade frische, pflanzliche Kost tut mir wirklich gut, und ich habe bis zum heutigen Tag nicht das Verlangen, Fleisch oder Wurst zu essen. Deshalb brauche ich auch kein Wurstersatz, der dann so ähnlich wie das Original schmecken soll.

Restaurantbesuche ein Abenteuer

Ab 1994 hieß es, Restaurants komplett zu meiden. Hier in der Provinz war ich ein Außerirdischer als Vegetarier und Köche taten so, als ob sie davon noch nie was gehört haben. Kochen ohne Fleisch und tierische Produkte geht doch nicht. Von größeren Städten hat man immer mal wieder gehört, dass sich dort erste Restaurants niedergelassen haben, die rein vegetarisch oder vegan ausgerichtet waren. Wie sahen nun die Erfahrungen der letzten Jahre aus? Ich versuche es mal kurz in Worte zu fassen. Irgendwann fassten wir mal den Mut hier in der Provinz und versuchten es, als Vegetarierer essen zu gehen oder wir waren aus familiären Anlass dazu verdonnert. Am Anfang gab man sich große Mühe und bot uns grünen Salat an. Ja, das war die Meinung der meisten Menschen, Vegetarier essen nur grünen Salat. Ich für meinen Teil kann Euch versichern, ich mag grünen Salat nicht wirklich, und ich bin Vegetarier – keine Kuh.

Später wurden die Köche in der Provinz schon mutiger, und erste vegetarische Gerichte tauchten auf der Speisekarte auf. Meist irgendwas Fettiges mit viel Öl und Käse. Aufläufe waren da wohl der Hit. Für mich war es nicht mehr als in Fett und Schmand gebadetes Gemüse. Unter leckerer Kost stelle ich mir was anderes vor. Und ich kann nur von unserer Region sprechen, dass ich bis zum heutigen Tag keine wirklich bessere Erfahrung gemacht habe und Restaurants meist meide.

In Großstädten ist mal dies und dann mal das Hype. Da mache ich es kurz, viele Konzepte der Restaurants können mich nicht überzeugen. Ich bin sehr gern bereit, für gute Arbeit und natürliche Produkte entsprechend zu zahlen. Aber wenn es unverschämt wird, dann gehe ich da nicht mit. Oft ist mir die Preisgestaltung zu hoch, und mir fehlt die Bereitschaft zu zahlen, nur weil es gerade In ist. Und so heißt es, meist alleine kochen und auf Touren eben eigene Produkte essen.

Bequemlichkeit und Risiken der vegetarischen Ernährung

Nicht selten musste ich den Irrglauben erleben, dass davon ausgegangen wird, Vegetarier seien dünn und hätten keine Gewichtsprobleme. Bei einem guten Mix aus Abwechslung und Sport kann ich dies nur bejahen. Aber in Zeiten von Stress und Hektik versuchen auch Vegetarier den schnellen Weg, gerade heutzutage. Es werden viele Nudeln gegessen, es wird viel auf Käse und Produkte wie Brot und Brötchen zurückgegriffen. Wirklich abwechslungsreich ist dies nicht, und schnell können sich da überschüssige Pfunde ansammeln. Also gilt hier wie bei allen anderen Menschen auch, auf Abwechslung und frische selbst zubereitete Kost zu achten. Dazu viel Bewegung und Sport, dann passt es mit dem Körpergewicht.

Was mich ankotzt und was nicht

Wie oben schon erwähnt, Dogmatiker mag ich nicht. Die ganzen Witze von Fleischessern und teilweise hohlen Argumente überhöre ich und lasse mich da auch auf keine Diskussion mehr ein, wenn diese oberflächlich und ohne Sinn und Verstand geführt wird. Argumentative Diskussionen lasse ich sehr gern zu, aber diese geschehen eher selten.

Gleiches gilt für Vegetarier und Veganer, die sich als Gutmenschen präsentieren und der Meinung sind, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ich werde Menschen nicht dafür verurteilen, was sie essen, so lange sie andere Lebewesen respektieren und mit Achtung begegnen. Ich werde mich nicht hinstellen und sagen, Du sollst Vegetarier oder Veganer werden. Dies muss jeder Mensch mit sich ausmachen. Was ich mir aber wünschen ist, dass wir unserer Nahrung mehr Aufmerksamkeit widmen. Alles soll billig und wie aus dem Bilderbuch sein. Nahrung ist aber unserer Treibstoff, und dieser sollte uns mehr Wert sein. Mehr Klasse und Qualität, dafür weniger Masse wäre besser.

Und dann noch ein Wunsch an alle Fleischesser. Beschäftigt Euch doch mal mehr mit dem, was Ihr da esst. Es ist einfach, irgendwas aus dem Kühlregal zu nehmen, daneben ein Werbeslogan an der Wand mit einem lächelnden Schwein. Dies ist aus meiner Sicht schon makaber. Ich glaube, wenn mehr Menschen sehen würden, wie Ihre Wurst und das Fleisch gemacht werden, dann würde mehr über die verzehrte Menge nachgedacht werden. Dies hat aus meiner Sicht etwas mit Achtung zu tun.

Aus der eigenen Kindheit kenne ich noch die Hausschlachtungen. Da wurden Schweine gehalten, diese hatten oft Auslauf, bekamen Hausreste zu fressen und durften einige Jahre leben. Ein ganz anderes Leben als in der Massenzucht. Und irgendwann kam der Schlachter, und es ging ganz schnell. Schön war es nicht, aber für mich aus heutiger Sicht auch noch vertretbarer als diese krankhafte Massenzucht.

Was empfehle ich angehenden Vegetarieren und Veganern

Als erstes, hört nicht auf den ganzen Mist den Euch irgendwelche Gurus auftischen wollen. Leider beobachte ich sowas immer wieder im Internet. Menschen, die gerade mal 2-3 Jahre Vegetarier/Veganer sind und jetzt denken, die Weisheit mit Löffeln vernascht zu haben. Wie erwähnt, ich habe da viele Dogmatiker kommen und gehen sehen. Also Vorsicht und lieber eine eigene Meinung bilden. Als erstes beschäftigt Euch mit Eurer Nahrung, schaut genau, was Ihr da esst. Kocht selbst, probiert aus. Wirklich hilfreich in der heutigen Zeit finde ich die Vielzahl an Rezepten, die es für die vegetarische Ernährung gibt.

Wachst langsam in die Materie rein, hört immer wieder auf den eigenen Körper und glaubt nicht allen Mist, den man Euch auftischen möchte. Und da ich selbst über die 20 Jahre viel probiert und getestet habe, werde ich Euch in regelmäßigen Abständen leckere Rezepte auf Laufen total vorstellen.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Heiko!
    Die vegane und vegatarische Ernährung wurde für mich in diesem Jahr auch zu einem interessanten Thema. Ich probiere immer wieder gern neue Rezepte aus. Auch wenn ich (noch) weiterhin zu den Fleischessern gehöre, so bin ich trotzdem an gesunder Ernährung interessiert.
    LG Daniela

    • Hallo Daniela,
      wie geschrieben, ob vegan/vegetarisch wirklich gesund ist kann ich nicht beurteilen. Aber eine abwechslungsreiche Ernährung mit natürlichen Produkten ist sicherlich ein guter Weg.
      Gruß Heiko

  2. Heiko dass du Vegetarier bist, hast du mir ja schon erzählt. Insofern ist der Artikel nicht neu für mich. Aber er ist gut geschrieben! Bin gespannt was da in der Richtung noch von dir kommt. Das Thema ist brand aktuell!

    • Schauen wir mal, ich denke als nächstes werden einige Rezepte kommen. Und dem Thema vegetarische Ernährung und Laufen werde ich mir auch nochmal annehmen.

  3. Danke für diese Artikel. Da spricht mir vieles aus der Seele … Bin selbst seit über 15 Jahren Vegetarier und kenne vieles von dem was du beschreibst sehr gut.

      • Auf jeden Fall. Auch wenn mich die blöden Sprüche nie wirklich interessiert haben, aber die Akzeptanz ist heute wesentlich höher. Zumal ich nicht mal mehr so genau weiß wann ich aufgehört hab Fleisch zu essen … Das ging sehr fliessend und ich hab mich lange Jahre nichtmal als Vegetarier bezeichnet, obwohl ich es schon war. Heute weiß ich: mein Körper wollte einfach kein Fleisch mehr haben, ich hab mich viel wohler ohne gefühlt.

  4. Danke für diesen Artikel.
    Seit einem „Selbstversuch“ in der letzten Fastenzeit mit (fast) veganer Ernährung an zwei Tagen der Woche hab ich schnell festgestellt, dass man sich auch ungesund vegan ernähren kann. Das fängt bei den ausgewählten Lebensmitteln an (mal schnell vegane Knabbersachen oder Süßigkeiten zum Abendessen) und hört bei den Zusatzstoffen des veganen Fertigessens auf – ohne auf die weitere Diskussion über Nährstoffe einzugehen.
    Kochen, das ist wohl der Schlüssel zur gesunden Ernährung. Leider -vernachlässigt man- vernachlässige ich das allzu oft.

  5. Hallo Heiko

    Danke für diesen spannenden und differenzierten Artikel, eine wahre Wohltat!

    Grundsätzlich respektiere ich Menschen, deren Überzeugung etwas „kostet“; so auch bei dir, der du dich für eine Ernährungsumstellung entschieden hattest, bevor es „modisch“ wurde, sich Vegetarier/Veganer zu nennen. Das bringt auch einen moderaten „Allesesser“ wie mich zum hinhören.

    Wie auch du habe ich meine Mühe mit Dogmatikern und sich besser fühlenden „Gutmenschen im Gemüsegewand“. Damit werden leider gehässige Gegenreaktionen und Feindbilder provoziert, da es nun mal (leider) auch eine Spezies „Allesesser“ gibt, für die Fleisch zu essen eine Männlichkeits- bzw. Identitätsfrage darstellt.

    Skeptisch werde ich, wenn Menschen nur aus Gesundheitsgründen Vegetarier werden, denn da vermute ich, dass es sich letztendlich um eine sehr selbst-zentrierte Motivation handelt, welche „einbricht“, sobald Studien Gegenteiliges behaupten und die Überzeugung beginnt – nicht nur im geldmässigen Sinne – etwas zu „kosten“.

    Mich spricht deine Ehrlichkeit an, dass du nicht die Ernährungswissenschaft für deine Überzeugung einzuspannen gedenkst. Aus gesundheitlicher Sicht gibt es sicherlich gute Gründe, Vegetarier zu sein, aber eben auch keine hinreichenden Hinweise, den Fleischkonsum per se zu verteufeln.

    Entscheidend scheint mir, dass man einen fairen und differenzierten Standpunkt vertritt, ohne die Menschen gegenteiliger Meinung zu diskreditieren. Davor ziehe ich den Hut, wenngleich ich mich (noch?) auf der Seite der moderaten Fleischesser wähne 😉

    Zusammengefasst: Weiter so!

  6. Das ist eine schöne Gesamtbetrachtung der gängigen Ernährungsweisen. Insbesondere mal anzuregen, dass man darauf achtet, was für eine Qualität an Lebensmittel man dort zu sich nimmt, finde ich wichtig. Eine Erdbeere im Winter, wo das Kilo 99 Cent kostet oder ein Putenfilet, wo 500 g unter 3 Euro kosten…das kann nicht gesund sein! Ich freue mich auf die Rezepte und schlage auch gerne vor, das eine oder andere Rezept auf Fitnessary zu publizieren (sozusagen als Gastbeitrag), wenn du möchtest!

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