Den inneren Schweinehund besiegen

Innere Schweinehund besiegenGibt es das Tier namens Schweinehund überhaupt? Ich habe dieses Tier noch nie gesehen, es scheint unsichtbar. Aber es wird viel von dieser ominösen Gestalt gesprochen. Vor einiger Zeit bekam ich von einer Blogleserin die Frage gestellt: „Wie sperrt man den inneren Schweinehund ein?“. Lange habe ich überlegt, um mir noch einmal genau bewusst zu machen, was es mit dem inneren Schweinehund auf sich hat. Und ich bin mir sicher, er lässt sich kurzzeitig einsperren. Aber besser ist es, ihn langfristig zu besiegen. Da muss jeder Mensch bei sich selbst anfangen. Denn es geht um die Selbstüberwindung, den ersten Schritt gehen und die bisherige Komfortzone zu verlassen.

Es ist bequem, ein angenommenes und gewohntes Schema zu leben. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und nehmen sehr gern in unserem Leben den Weg des geringsten Widerstands. Dieser ist auf dem ersten Blick verheißungsvoll und gemütlich. Aber wollen wir dies wirklich? Macht uns dies wirklich glücklich? Oft wird man mit Unzufriedenheit konfrontiert, z.B. mit Menschen, die über die eigene Situation frustriert sind. So wird über das eigene Körpergewicht geschimpft, der Chef und die Arbeit werden verflucht. Es gibt hunderte Dinge, über die sich Menschen beschweren und schimpfen. Oft denke ich mir, so lange Kraft zum Schimpfen vorhanden ist und die Situation als solches nicht verändert wird, können der Frust und das Leid noch nicht groß genug sein. Mag vielleicht im ersten Augenblick hart klingen, sehe ich aber so. Denn oft genug muss das Kind erst in den Brunnen fallen, bevor wir den Arsch hoch bekommen und etwas verändern.

Immer wieder höre ich die Floskel: Eigentlich müsste ich (dieses oder jenes) verändern. Oder: Ich sollte … Das „ich müsste“ und „sollte“ hat in unserem Sprachgebrauch nichts zu suchen, weil es dann noch zu viele Gründe gibt die gegen die Veränderung sprechen. Es ist meist davon auszugehen, dass etwas nicht getan wird, wenn es getan werden sollte oder müsste.

Wie den inneren Schweinehund besiegen

Den inneren Schweinehund besiegen, bedeutet sich selbst Ziele zu setzen. Wir müssen etwas unbedingt wollen. Hilfreich sind Planungen, die uns hin zu unserem Ziel führen. Als Beispiel sei der Wunsch des Abnehmens genannt. Immer wieder ein großes Thema in unserer Gesellschaft, in einigen Monaten des Jahres etwas mehr und in anderen etwas weniger. Wer abnehmen möchte, wird den bequemen Weg verlassen müssen; es gilt genau Schritte zu gehen, um das Ziel zu erreichen. Alte Gewohnheiten ablegen und neue Gewohnheiten aufnehmen ist die Devise. War es früher normal, sich am Abend auf die Couch zu setzen, um TV zu schauen. Jetzt wird der abendliche Spaziergang normal. War es früher normal Fertiggerichte zuzubereiten, so ist es jetzt normal, in der Küche zu stehen und selbst frische Gerichte zu kochen.

Schritte die zum Abnehmen führen können sind:

  • Genaue Analyse, warum über die Jahre zugenommen wurde. Mal ist es erklärbar durch zu wenig Bewegung und zu viel an ungesunder Ernährung. Oder ein Besuch beim Arzt bringt Klarheit über die Ursachen.
  • Die eigene Ernährung kontrollieren und verändern. Wenn selbst das Wissen fehlt, dann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Sei es durch einen Personal Trainer, im Fitnessstudio oder durch eine Ernährungsberatung.
  • Bequemlichkeit aus dem alltäglichen Leben streichen, im Alltag auf viel mehr Bewegung achten. Freud Euch über jeden Meter, den Ihr gehen könnt, seht körperliche Anstrengung nicht als Qual sonder als Geschenk.
  • Sucht Euch einen Sport, der euch Spaß macht und den Ihr mit Leidenschaft betreibt. Die einen brauchen den Sport in der Gruppe und andere suchen eher die Einsamkeit.
  • Bleibt kontinuierlich am Ball, gerade am Anfang vorsichtig mit irgendwelchen Sünden. Denn schnell verfallen wir wieder in ein altes Schema, und der Schweinehund bleibt uns erhalten.
  • Beschäftigt Euch mit Eurem Leben, schaut was Ihr im Leben erreichen wollt. Manchmal ist es überhaupt nicht das Körpergewicht, was stört, sondern Ihr seid schlichtweg unzufrieden mit dem eigenen Lebensweg. Zu viele Menschen akzeptieren ihr altes Leben und wagen nicht den Schritt in etwas Neues, Unbekanntes. Aber wir sollten uns immer wieder vor Augen führen, wir besitzen nur dieses eine Leben, und wir bestimmen wie wir es für uns selbst gestalten.

Es ist wichtig gute Gründe und Ziele zu haben, dann wird das Schweinehund besiegen einfacher. Aber keiner sagt, dass es ein Kinderspiel wird, denn Erfolg muss sich jeder erarbeiten. Das unterscheidet ja die einen Menschen von den anderen.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ach ja, der Schweinhund….. Wie groß wird er morgen wieder sein? Nach 10 Stunden vom warmen Büro ins kalte Auto steigen und erstmal Richtung Heimat fahren und dann gleich die Laufsachen anziehen

  2. Lieber Heiko
    Ein wirklich schöner Beitrag zum Thema Schweinehund! Ich selbst ertappe mich auch oft beim Schimpfen und frage mich dann, wieso ich eigentlich nichts an der Situation ändere 😉 Und es stimmt – so lange sie nicht wirklich schlimm ist, ist es einfach bequemer nichts zu tun.
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Hallo Ariana,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und weiterhin möchte ich mich bei Dir für das Vorstellen einiger Blogartikel auf eigenerweg.com bedanken. Ich finde die Rubrik Sport und Fitnessblogs am Sonntag auf Deinem Blog wirklich gut. Nun aber zurück zu dem Kommentar. Ich denke beim Schimpfen sind wir Menschen Weltmeister. Aber Sachen wirklich verändern wird dann schon schwieriger. Etwas tiefere Informationen zu dieser Thematik findest Du auch hier – http://www.laufen-total.de/lauftraining/ziele-erreichen/

      Mit sportlichen Grüßen

      Heiko

  3. Hallo Heiko!
    Ein sehr schöner Bericht. Auch ich kämpfe ja immer wieder mit meinem inneren Schweinehund, der leider ab und zu noch gewinnt. Aber ich bin jedesmal stolz auf mich, wenn ich ihn bezwingen konnte. Und da bleibe ich auf jedem Fall dran.
    LG Daniela

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