(M)Eine sportärztliche Untersuchung in Berlin

An dieser Stelle mal ein kleiner interessanter Gastbeitrag zur sportärztlichen Untersuchung und Leistungsdiagnostik von meinem Laufkumpel und Laufen total Teammitglied Danny W.: Irgendwann Ende 2014 stöberte ich im Internetauftritt meiner Krankenkasse nach Vorsorgeprogrammen oder ähnlichen Angeboten. Schnell wurde ich auf das Sportprogramm aufmerksam, welches die besagte Untersuchung kostenlos beinhaltet. Nach dem Ausfüllen der Anmeldung bekam ich nach einiger Zeit Post, welche die Adresse der „SMS Sportmedizin Berlin“ mit dem Hinweis enthielt, dass die von mir gewählte Untersuchung für das Paket „Laufen“ (es stand noch „Fitness“ zur Auswahl) für meine Region lediglich dort angeboten werden kann. Flux einen Termin für den März ausgemacht und drauf gefreut. Allerdings musste ich diesen Termin dann canceln, da mir eine Erkältung dazwischen kam. Diese Absage wurde freundlich zur Kenntnis genommen. Im April vereinbarten wir dann die 2 benötigten Termine für den 19. und 21. Mai. Im Vorfeld wurden mir schon mehrere Formulare per Mail zugesandt. Darin wurden verschiedenste Dinge abgefragt, vom Standard wie Größe, Gewicht über Vorerkrankungen meinerseits sowie Familie, bis hin zu getragenen Laufschuhen, bisherigen Sportarten, erreichten Leistungen und gewünschten Zielen. Sehr umfangreich und interessant.

Nun war es soweit, und ich begab mich nach Berlin. Nach einer freundlichen Begrüßung wurde ich in die Umkleidekabinen geführt (nicht geschickt), wo ich mich erst einmal umziehen konnte. Wieder zurück war die erste Frage gleich, ob ich denn eben in der Lage wäre, pieseln zu gehen. Ich gab also eine Urinprobe ab und mir wurde das anstehende Programm im Abriss erklärt. Den Anfang machte ein Lungenfunktionstest. Dieser wurde im Detail erklärt und unter Anleitung in einer Druckkabine (oder ähnlich) durchgeführt. Anschließend ging es zur Ruhe-EKG. Dieses wird ja jeder kennen. Nebenher quatschte man über Herkunft, natürlich Sport und auch viel über laufen-total.de. Von Dingen, von denen Mensch überzeugt ist, kann man ja erzählen. Außerdem steht meine „Laufkarriere“ ja eng in Verbindung mit dem Blog von Heiko Wache und Laufen total.

Sportärztliche Untersuchung

Nach kurzer Wartezeit (2-3 Min.) ging es zum Arzt Dr. Med. Lars Brechtel. Auch dieser begrüßte mich freundlich und wir begannen, über meine ausgefüllten Formulare zu schnacken. Diese hatte er vorher gründlich studiert und stellte mir doch einige hintergründige Fragen. Danach begann seine körperliche Untersuchung. Was soll ich sagen? Ich kann mich nicht erinnern, wann ich von meinem Hausarzt so durchgecheckt wurde. Das übliche in die Ohren schauen und in den Mund kennt man ja, aber wo mir der Doc sein Stethoskop überall rangehalten hat, kannte ich ja alles noch gar nicht. Reflexteste nicht nur an den Knien, sondern auch an den Ellenbogen waren mir auch noch nicht bekannt. Nebenher wurden Fragen meinerseits ausführlich beantwortet. Erwähnen möchte ich noch meinen (Achtung Zitat) „lehrbuchmäßigen Blutdruck von 120 zu 80“. Dabei schmunzelte der Doc. Das zeigt wieder die freundliche und lockere Atmosphäre während der Untersuchung. Auch hier wurde mir eine gute körperliche Verfassung bescheinigt, und es kam zur ersten Anstrengung des Tages.

Josephine (stand auf dem Namensschild), welche auch schon das erste EKG durchführte, bat mich in einem Raum auf ein Fahrrad. Dort wurde ich verkabelt und durfte etwas strampeln. Die Intensität wurde etappenweise im Takt gesteigert, sodass meine doch etwas untrainierte Oberschenkelmuskulatur recht schnell schlapp machte und das Trampeln beendete. Aber alles im Rahmen versicherte mir die Dame.

Den vorletzten Akt bildete an diesem Tag die für mich sehr sehr aufschlussreiche Gang- und Laufanalyse.

Gang- und Laufanalyse

Hierfür stellte sich mir dafür Dr. Serdan Popovic vor, der (wie ich beim Stöbern auf der Homepage des SMS feststellte) ein ehemaliger Spieler der 1. BL Volleyball ist. Allgemein ist es erstaunlich, was die Doktoren, welche sich in absolut freundlicher Art und Weise um einen kümmern, für Reputationen vorweisen können.
Der Doc stellte mir Fragen zu meinem sportlichen Werdegang, früheren Verletzungen, und auch meine getragenen Laufschuhe kamen zur Sprache. Sofort nach dem Nennen meiner zum Laufen genutzten Schuhe von 3 verschiedenen Herstellern konnte er mir etwas zum jeweiligen Schuh sagen (sehr leichter Schuh; minimalste Pronationsstütze etc.) Auch das zeigt, dass Mensch es hier mit absoluten Spezialisten zu tun hat. Nun ging es auf das Laufband, welchem gegenüber an der Wand eine Kamera angebracht war. Herr Popovic fragte mich nach meinem Trainingstempo. Ich nannte ihm 5 Min/Km und nach dem Hinweis, es würde mir vermutlich aufgrund des Laufbands schneller vorkommen, startete ich mit zügigem Gehen bis das gewünschte Tempo schließlich erreicht war. Auf dem Schreibtisch konnte ich die Aufnahme meines Laufstils per Bildschirm verfolgen. Allerdings lenkte mich das doch etwas vom Laufen ab, und ich wandte den Blick weg und lief einfach. Nach einiger Zeit war der Test beendet, und ich nahm wieder Platz. Herr Popovic zeigte sich bei der Analyse begeistert von Laufstil und den ermittelten Parametern, was mir natürlich sehr schmeichelte. Anhand der Aufnahmen, erklärte er mir, worauf es ankommen wurde und machte mir dies auch mit einem PC-Programm durch Einzeichnen von Achsen an meinem Körper sehr gut verständlich. Alle Werte (Abrollphase, Abdruckphase, Bodenkontaktzeit, Stellung von Sprunggelenkt, Knie und Hüfte zueinander) und was noch so ermittelt wurde, wiesen beste Werte auf. Auch der erstmals von mir getragene Mizuno Wave Sayonara wurde mir als passender Laufschuh für mich bescheinigt. Das lässt das Läuferherz natürlich höher schlagen.

Nun ging es seitens Dr. Popovic an die körperliche Untersuchung. Er bog meine Beine, drehte meine Knie, zog an meinen Füßen, drückte und knetete an meinen Oberschenkeln, tastete meine Schienbeine ab, klopfte an meinem Rücken, drehte mich nach rechts, drehte mich nach links und und und. Alles bestens. Einzig an meiner linken Leiste fand er eine Verspannung, welche er aber sofort löste. Super! Der Doc musste nach eigener Aussage lange suchen, bis er etwas zum Bemängeln fand, sagte mir aber auch gleich, dass diese Kleinigkeit (ich habe leider vergessen, was es war) meckern auf hohem Niveau ist. Er zeigte mir noch zwei Übungen und sagte mir, dass er mir gerne einem kleinen Katalog mit Übungen zusammenstellen würde. SEHR GERNE DOCH. Zwei Fragen meinerseits zum Abschluss wurden auch sehr ausführlich und mit Hilfe der vorher gemachten Kamerabilder erklärt. Ich war sehr beeindruckt, wie sich hier um mich gekümmert wurde!

Nach dem Duschen ging es zum Abschluss des Tages noch einmal zu Dr. Brechtel, wo die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen (Urin, EKGs) besprochen wurden. Bis auf eine Kleinigkeit ist auch hier alles bestens und mir wurde vom Dr. die Unbedenklichkeit zur Ausführung des Laufsports ausgesprochen. Ich bedankte und verabschiedete mich und verließ die Praxis. Auf dem Weg zum Einkaufscenter, in dem meine Frau auf mich wartet, gönnte ich mir noch nen Käffchen und nen Buttercrossaint (naja 3) und somit war der erste Untersuchungstag rum. In 2 Tagen geht es dann zum zweiten Teil, der Leistungsdiagnostik. Ich freu mich drauf! Erwähnen möchte ich noch, dass ich vorher in der Praxis nachgefragt habe, ob ich den Bericht für den Blog schreiben darf, dieses wurde bejaht.

Hier noch ein Link zum SMS Berlin – http://www.sms-berlin.de/. Unter den Punkten „Über Uns“ findet Ihr etwas über die Werdegänge der Doktoren und Mitarbeiter, und unter „Leistungen“ findet Ihr die Angebotenen Untersuchungen, von denen ich hier auch geschrieben habe.

(Artikel von Danny W.)


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Das hört sich wirklich sehr gut an. Auch, dass eine Krankenkasse eine so umfassende Untersuchung trägt.
    Ich würde so etwas auch sehr gerne mal machen lassen, aber da ich derzeit in UK wohne und arbeite ist das alles etwas komplizierter. Irgendwann vielleicht …

    Bei dir scheint ja alles reibungslos zu laufen. Glückwunsch!

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