Ulf von Eastrun im Interview mit Laufen total

Eastrun

Die Sächsische Schweiz ist bei vielen Menschen beliebt, und es macht einfach Laune dort zu klettern, zu wandern oder zu laufen. Der Ulf von Eastrun bietet interessierten Menschen die Möglichkeit, auf geführten Trailrunningtouren die Sächsische Schweiz und die Kulturlandschaft um Moritzburg besser kennen zu lernen. Damit Ihr mehr über Eastrun und dessen Macher erfahrt, gibt es an dieser Stelle ein Interview.

Stell Dich als Läufer den Lesern von Laufen total bitte mal etwas näher vor!
Ich habe als Kind mit der Leichtathletik angefangen, meine Spezialität lag im Laufen. War relativ gut im Mittel und Langstreckenbereich, habe mich aber auch in Hoch- und Stabhochsprung probiert, was auch zu einigen Medaillen auf Spartakiadeebene gereicht hat, aus Mangel an Teilnehmern (im Stab).

Mit Beendigung der Schule hörte ich auch erst mal mit dem Sport auf, die Interessengebiete hatten sich verschoben! Erst mit der Mitgliedschaft im LSV Dresden e.V. und der Mitorganisation des VVO-Oberelbemarathons begann ich mich 2003 wieder langsam an das Laufen heranzutasten, erst bei kleineren Läufen im Meißner Sparkassencup, mittlerweile in verschiedenen Läufen, von Marathon bis Ultra überall zu finden! Am liebsten laufe ich abseits der Straßen. Diese Liebe begann mit dem Zermatt-Marathon 2009, seither zieht es mich in die Berge und in die Natur!

Im März hast Du mit der Gründung Deiner Unternehmung Eastrun für Aufmerksamkeit gesorgt. Was können sich die Leute unter Eastrun genau vorstellen?
Mit eastrun will ich Einsteigern aber auch Fortgeschrittenen das Laufen in der Natur, nennen wir es Trailrunning, näher bringen und ihnen dabei herrliche Landschaften zeigen. Demnächst werden noch verschiedenste Events und Testveranstaltungen folgen.

Warum gerade Trailrunning? Was reizt Dich am Laufen im Gelände und auf einsamen und manchmal auch sehr unwegsamen Wegen?
Es ist doch herrlich, abseits von all der Hektik und dem Trubel laufen zu gehen, die Natur, die Wege und Landschaften zu genießen! Ein Lauf auf unebenen Pfaden fördert die Konzentration und die Koordinationsfähigkeiten!

Wie gestaltest Du Deine Trailtouren für Menschen, die gern mit Dir laufen möchten? Was erwartet die Interessenten bei Dir?
Ich stimme mich vorher mit ihnen ab. Fragen über Streckenlänge, Tempo, Vorstellungen werden geklärt, ein Treffpunkt wird ausgemacht,
es gibt ein kurzes Briefing und los gehts je nach Wunsch, durch die Sächsische Schweiz, die Moritzburger Kleinkuppenlandschaft
oder durch die Radebeuler Weinberge.

Was macht in Deinen Augen das Laufen in der Sächsischen Schweiz so besonders, und was sollte man beim Laufen dort unbedingt beachten?
Es ist die Sächsische Schweiz, die tollen Felsgebilde, die sich mit tollen Hügeln abwechseln, die Wurzelpfade, die Stiegen und Steige, es ist unbeschreiblich, überzeugt euch selbst!

Nenne doch mal zwei besonders schöne Touren oder Laufgegenden in der Sächsischen Schweiz und was lässt diese so besonders herausragen?

  • Links und rechts des Kirnitzschtales
  • Affensteinweg
  • Auf den Spuren des Malerwegs

Mittlerweile werben einige Laufveranstaltungen unter dem Deckmantel Trailrunning, weil sicherlich damit auch der eine oder andere Läufer zu gewinnen ist. Wo fängt für Dich Trailrunning an und vor allem, wie findest Du es, dass immer mehr Veranstaltungen mit Trailrunning werben?
Trailrunning fängt für mich schon nach der Straße an.

Welche Trailveranstaltungen kannst Du aus eigener Erfahrung und aus eigenem Erleben mit gutem Gewissen weiterempfehlen? Was macht diese Laufveranstaltungen anders als andere und deshalb so interessant?

  • ZUT Zugspitzultratrail
  • Swissalpine
  • 4Trails
  • Transalpine

Welche Ausrüstung und Laufbekleidung sollten auf keiner Trailtour fehlen?
Fehlen sollten die profilierten geländetauglichen Schuhe nicht, ab einer bestimmten Streckenlänge ist eine Flasche oder ein Laufrucksack unabkömmlich! Eine leichte Wind- bzw. Wetterjacke sollte immer mit am Mann/Frau sein!

Interview mit EastrunMit welchen Laufschuhen hast Du bisher die besten Erfahrungen gemacht, und welche Qualitäten zeichnet diese Trailschuhe besonders aus?
Salomon S-Lab und Salomon Speedcross. Der S-Lab für die langen Geschichten ab 30km, sehr bequemer Wettkampfschuh, der Speedcross für die kürzeren schnellen Sachen, unschlagbar im Grip.

Gemeinsam streben wir beide ja im November mit anderen Läufern eine Verbindung unserer beiden Laufreviere an. Also, wir wollen eine Verbindung zwischen dem Senftenberger See und Bad Schandau schaffen. Welche Erwartungen hast Du an die Tour von knapp 90 Kilometern?
Ich freue mich drauf, vieleicht entwickelt sich ja mehr daraus?

Es gibt nicht wenige Menschen, die klagen gerne darüber, dass sie keine Zeit haben, sich sportlich zu betätigen. Gründe sind schnell gefunden. Wie schaffst Du es, das Laufen und Radeln in den Alltag zu integrieren, ohne dabei Stress zu erleiden? Ist es manchmal nicht auch sinnvoll, mal eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen?
Manchmal ist es schon stressig und bestimmt auch mal sinnvoll, die eine oder andere Einheit ausfallen zu lassen, aber für mich ist es Alltag, das zu integrieren. Der Bewegungsdrang ist bei mir sehr stark ausgeprägt, nur an der Intensität und Qualität des Trainings, da lass ich es auch ganz gern mal schleifen.

Was macht Dir mehr Spaß, der Wettstreit mit anderen Läufern oder das gemütliche Laufen ohne Zeit und Druck?
Eigentlich das Laufen ohne Zeitdruck. Der Wettstreit ist halt das Salz in der Suppe und gehört auch dazu!“

Immer wieder ist zu beobachten, dass Läufer zu Schmerztabletten greifen, um einen Lauf schmerzfrei zu überstehen. Wie stehst Du dazu, und ist es nicht auch eine Form von Betrug am eigenen Körper und den Mitläufern?
Es kommt immer darauf an. Wenn es zur Regelmäßigkeit wird, ist es schlimm. Im Notfall musste ich auch schon mal auf Schmerzmittel zurückgreifen, 7. Etappe Transalpine 2012.

Du hast in den letzten Jahren an einigen Läufen teilgenommen. Was war da ein besonderer Höhepunkt für Dich und wieso gerade dieser?
Der Madeira Ultratrail. Auf der einen Seite die grandiose, abwechslungsreiche Landschaft, auf der anderen Seite die unbeschreibliche Härte des Laufes (116km mit 6600HM). Ich brauchte dafür 23:55h, das vergisst man nicht.

Du bist sehr aktiv auf Twitter und Facebook. Wie wichtig ist Dir dieses Medium und wie viele wirkliche Kontakte konntest Du damit schon gewinnen?
Bin ich das?

Liest Du Laufzeitschriften und haben diese in den nächsten Jahren noch eine Chance gegen die Onlinemedien? Wie stehst Du zu dieser Thematik?
Ich lese die Trail als Zeitschrift und möchte das nicht missen, man sollte einen gesunden Mittelweg finden.

Über die vielen Jahre als Läufer macht man einiges richtig, aber auch einiges ist im Nachhinein nicht so toll. Was würdest Du aus heutiger Sicht in Deiner Entwicklung als Läufer anders machen?
15 Jahre nicht zu laufen war der einzige Fehler.

Du warst ja auch schon zu DDR-Zeiten in der Leichtathletik unterwegs. Hau doch mal eine kleine Anekdote von damals raus.
Der Kampf um Spikes, das Verlieren des Staffelstabes, im Steyerstadion ein Sturz, da gibt’s viele kleinere, aber keine richtige Schote, sorry.

Die Rechte für die Fotos liegen bei Ulf/Eastrun.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ach, noch so ein tolles Interview, das mir leider erst jetzt untergekommen ist.

    Wieder sehr sympathisch und es erinnert mich daran, dass ich unbedingt noch einmal zum entspannten Laufen nach Dresden und in die Umgebung fahren muss. Dann ganz sicher auch mit Ulf. Leider habe ich vor einem Jahr viel zu wenig von der Landschaft gesehen!

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