Laufveranstaltungen als Helfer unterstützen

Als Helfer Laufveranstaltungen unterstützenViele Läufer sind sehr gern auf Laufveranstaltungen als aktive Sportler dabei, um neue Laufstrecken kennen zu lernen und um sich mit Gleichgesinnten im Wettkampf zu messen. Im ganzen Land gibt es Volksläufe. In vielen Regionen werden über das ganze Jahr verteilt Lauf-Cup-Serien angeboten. Meist sind die Laufveranstaltungen von kleinen Vereinen oder sogar Einzelpersonen geplant und organisiert. Jedes noch so kleine Event erfordert viel Zeit in der Planung, persönliches Engagement und Einsatzbereitschaft.

Wir als Läufer kommen zu der jeweiligen Laufveranstaltung mit einer gewissen Erwartungshaltung. Da sind die Freude auf die besonders schöne Gegend, das familiäre Umfeld oder das Treffen mit Lauffreunden. Einige wollen Bestzeiten aufstellen und erwarten eine exakt vermessene und bestzeitentaugliche Laufstrecke. Anderen Läufern sind Finishermedaillen, Präsente und Urkunde nach dem Lauf wichtig. Der nächste hätte gern eine abwechslungsreiche Verpflegung auf der Strecke. Und es werden freundliche Helfer auf der gesamten Laufstrecke erwartet, die den richtigen Weg weisen. Die Sanitäreinrichtungen sollen stimmen, und auch der letzte Läufer hat das Recht auf eine warme Dusche.

Dies waren jetzt nur wenige Punkte, die letztendlich als Herausforderung auf den Laufveranstalter zukommen. Leider habe ich selbst in den letzten Jahren immer wieder erleben müssen, dass Veranstalter mit negativen Kritiken belegt wurden, weil dies oder jenes nicht gepasst hat. Oft ist es in meinen Augen ein Meckern auf sehr hohem Niveau. Manchmal jedoch ist der Unmut zu verstehen. Man sollte sicherlich nicht verschweigen, dass es Laufveranstalter gibt, die resistent gegen jede Art von Kritik oder Anregung sind. Die Ansprüche der Läufer sind meines Erachtens in den letzten Jahren aber größer geworden. Und die Anforderungen für Laufveranstalter dementsprechend auch. Eine große Hürde hierbei stellt die Suche nach Helfern dar.

Helfer für Laufveranstaltungen gesucht…

Auf sehr vielen Websites von Laufveranstaltern ist immer wieder von der Suche nach Helfern zu lesen. Also warum nicht mal die Position wechseln und helfen? Persönlich habe ich schon bei sehr vielen Laufveranstaltungen als Helfer und auch Organisator mitgewirkt. Ich kenne also beide Seiten. Die Perspektive ist eine andere, und wenn man erst einmal mehrfach helfend in unterschiedlichen Positionen dabei war, weiß man gewisse Dinge viel mehr zu schätzen und würdigen. Viele Gegebenheiten, die selbstverständlich erscheinen, sind es lange nicht. Denn es ergeben sich immer wieder Herausforderungen, die gelöst werden müssen. Und eines darf auch nicht vergessen werden, wir haben es mit Menschen zu tun, und jeder Mensch ist anders.

Dazu möchte ich ein persönliches Beispiel anbringen: Vor vielen Jahren habe ich in Brieske den Herbstprachtlauf im Oktober initiiert, organisiert und durchgeführt. Wochen vorher wurden mit einem kleinen Helferteam alles akribisch durchgeplant. Jeder Helfer wurde auf seine Position und Tätigkeit eingestimmt. Dennoch kam am Wettkampftag das, was passieren kann, aber nicht passieren soll. Beim Kinderlauf, der zeitiger als der Hauptlauf gestartet wurde, hatte ein Helfer einen Großteil der Kinder in eine falsche Richtung geschickt. Statt nach links zu leiten, wies er den Weg nach rechts. Also auf den Streckenabschnitt, den später die Läufer der Hauptstrecke nehmen sollten.

Naürlich war ich als Verantwortlicher der Laufveranstaltung verärgert darüber, weil meines Erachtens die Einweisung gründlich vorgenommen wurde. Dankbar war ich aber über das schnelle Reagieren anderer Helfer. Und so konnte eine unglückliche Situation für den Großteil der Kinder in ein unvergessliches Erlebnis umgewandelt werden. Denn bei einem anderen Streckenposten haben wir alle Kinder, die auf den falschen Abschnitt geschickt wurden, von der Feuerwehr abholen lassen. Und so durften diese mit Blaulicht mit der Feuerwehr bis zum Ziel fahren. Damit war der Ärger bei den Betreuern, Eltern und den kleinen Sportlern schnell vergessen. Dazu gab es für jedes Kind ein Präsent; jeder war ein Gewinner, trotz des Missgeschicks. Die restliche Veranstaltung lief dann ohne weitere Zwischenfälle und alle Helfer gaben ihr Bestes.

Mit diesem Beispiel wollte ich zeigen, wie wichtig es ist, Helfer zu haben, die selbst mitdenken und sogar selbst Erfahrungen als Läufer haben. Denn für Laien sind gewisse Anforderungen und Wünsche nicht immer greifbar. Warum soll der Becher mit Getränken nur ein Viertel gefüllt sein? Wir Läufer wissen es, aber Menschen, die noch nie gelaufen sind, können dies schwer nachvollziehen. Ich finde es immer wieder spannend zu helfen, und Spaß macht es in den meisten Fällen auch noch.

Laufveranstaltungen als Helfer erleben

Aufbauten wie hier beim Hallenmarathon 2013 in Senftenberg sind ohne fleißige Helfer kaum möglich.

Spaß am Helfen

Gerade als Streckenposten oder an Verpflegungsständen bekommen Helfer die Dankbarkeit einzelner Sportler mit. Dies erleben wir als Aktive kaum. Der eine lässt sich Zeit und quatscht mit den Helfern, der nächste applaudiert und freut sich über deren Einsatz. Klar gibt es auch Meckerköppe, auch bei Dingen, die nicht nachvollziehbar sind. Selbst erlebt habe ich einen Kandidaten, der sich über eine Pfütze auf der Strecke aufgeregt hat. Und dieser Mensch war tatsächlich der Meinung, der Veranstalter hätte diese vor dem Lauf entfernen sollen. Ich glaube, das hört wohl jedes Verständnis auf. Aber dies sind Ausnahmen.

Wer es noch nicht probiert hat, wechselt doch einfach mal die Position und werdet zum Helfer und Unterstützer Eurer Laufkollegen! Danach werdet ihr einige für euch als Läufer selbstverständliche Dinge aus einer ganz anderen Sicht betrachten. Wer war von euch schon als Helfer auf Laufveranstaltungen dabei? Und welche Erfahrungen durftet ihr dabei sammeln?


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Da hast Du absolut Recht und ich kann mich nur anschließen. Ich selbst bin seit Jahren bei verschiedenen Sportveranstaltungen, zu letzt beim diesjährigen OEM, als Helfer dabei.

    Zu den Nörglern, die es wohl geben muss genauso wie Regen im Sommer, hab ich festgestellt, dass eine Einladung als Helfer im nächsten Jahr mit anschließendem Gespräch zur Auswertung macht viele einfach sprachlos.

    Also macht alle mit, wenn ihr nicht lauft. Die Veranstalter danken es Euch und die anderen Läufer ebenso.

    In diesem Sinne auf viele schöne Läufe als Läufer und Helfer

    • Hallo Steven,
      aber bei einigen Meckerköpfen ist wohl alles verloren. Immer die große Klappe, aber sonst nicht viel dahinter. Aber wie schon im Artikel geschrieben, durch das Helfen erhält man eine ganz andere Sichtweise auf gewisse Dinge. Wer es als Helfer noch nicht probiert hat, einfach mal ran. Wer nicht am Verpflegungspunkt oder als Ordner stehen möchte kann bei Marathonläufen sich auch als Brems-und Zugläufer betätigen. Auch dies ist eine Helfertätigkeit.

  2. Hi,
    ich hatte mir das eigentlich auch mal vorgenommen, aber dann ist das geschehen, was wohl viele abhält .. die letzte Konsequenz sich auch verbindlich „anzumelden“.

    Ich persönlich denke aber, dass es für Läufer, die noch nicht so lange aktiv sind bzw. noch viel vor haben, auch sinnvoll sein kann, sich durch die ein Engagement als Helfer Kontakte aufzubauen. Sowas ist denke ich auf lange Sicht nur von Vorteil.

    Aber wie so häufig .. man muss erstmal investieren und das fällt – irgendwie ja auch verständlicherweise – durchaus schwer.

    • Investieren musst Du Deine Zeit und Deine Kraft. Dafür bekommst Du aber in den meisten Fällen die Dankbarkeit der anderen Sportler. Und Erfahrungen in vielen Bereichen kann man als Helfer auch noch sammeln. Also eine gut investierte Zeit.

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