Es läuft: Sei Stark, Schweinehund! – Rezension

Es läuft sei stark Schweinehund

Mit dem Laufbuch „Es läuft: Sei Stark, Schweinehund!“ von Marvin Running bekommen wir Läufer endlich einmal einen Einblick in das Leben der armen, bemitleidenswerten inneren Schweinehunde. Bisher wurden diese immer als schlecht und böse angesehen. Sitzen wir zu lange auf der Couch oder haben bei Kilometer 35 keine Lust mehr, so ist immer der Schweinehund dafür verantwortlich. Ich staune eigentlich, dass sich darüber der Tierschutz noch nicht echauffiert hat. Allerlei Tiere werden von uns Menschen in unser Leben gelassen, da gibt es kaum Grenzen, aber beim Schweinehund wird jedesmal so ein Theater gemacht. Auch ein Schweinehund hat Gefühle und das Recht, vernünftig behandelt zu werden.

Nach den ersten Seiten der Lektüre von „Es läuft“, welches im Sportwelt Verlag erschienen ist, bekam ich eine ganz andere Sicht auf dieses kleine Wesen, welches wir in uns tragen. In dem vorliegenden Laufbuch hört das niedliche Wesen auf den Namen Marvin. Ich sehe es regelrecht vor meinem geistigen Auge, mit den kleinen treuen Augen und Schlappohren. Was bitte kann man gegen dieses Tierchen haben? Schauen wir uns dagegen mal das Herrchen von Marvin dem Schweinehund an. Ein Kerl, der keine Rücksicht auf das Wohl von Marvin nimmt und nur eigene Interessen verfolgt. Wobei hier Verrücktheit und Wahnsinn wohl die besten Freunde scheinen zu sein. Er traktiert den Schweinehund, wo es nur geht und lässt ihm hierbei kaum eine Pause. Was mag das wohl für ein Mensch sein, der seinen Schweinehund so schlecht behandelt?

Der Schweinehund und sein Herrchen

Der Autor, welcher in vorliegenden Fall der Schweinehund ist, nimmt uns auf eine kurzweilige Reise an verschiedene Orte der Erde mit. Die Kurzweiligkeit des Buches wird jedoch nur durch den Leser wahrgenommen, denn für Marvin ist es ein Trauma. Eigentlich könnte es schon als Tierquälerei bezeichnet werden. Er berichtet von Laufabenteuern seines Herrchens und dessen Auswirkungen auf sein eigenes Wohlbefinden.

Hierbei nimmt er uns unter anderem mit zum Tafelberg nach Südafrika, der läuferisch vom Herrchen erkundet wird. Der Schweinehund sieht hinter jedem Busch einen Verbrecher und hat eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen. Aber auf wundersame Weise überlebt das Herrchen diesen Trip wohlbehalten und scheinbar auch glücklich. Mit Fug und Recht darf hier gesagt werden, das Herrchen hatte Glück gehabt, viel Glück. Denn wenn man der Presse glaubt, und das sollte man immer und zu jedem Zeitpunkt, so ist es in Südafrika extrem gefährlich und hinter jedem Busch warten böse Gestalten, die arme Touristen überfallen wollen.

Ob der Schweinehund will oder nicht, es geht auch im Laufschritt durch den Grand Canyon. Wo Wanderer und normale Touristen sich mit grimmigem Blick und schwerem Schritt fortbewegen, muss das Herrchen von Marvin im Laufschritt durch. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Umgebung sich lebensfeindlich zeigt oder nicht. Hauptsache, das eigene Ego wird befriedigt. Marvin leidet und das Schlimmste ist, er hat keine Chance, dem Wahnsinn zu entfliehen.

Ganze zehn Leidensgeschichten bekommt der Leser in dem Laufbuch „Es läuft“ präsentiert. Nachdem ich mit der letzten Seite fertig war und das Buch zur Seite legte, hat mich das Mitleid ergriffen. Eigentlich wäre es an der Zeit, ein Schild zu schreiben und zu demonstrieren: „Freiheit für Schweinehunde“ oder „Nieder mit den Tyrannen.“.

Es läuft

Aber da ein Geistesblitz: Soll ich etwas gegen mich selbst demonstrieren? Wie oft muss mein Schweinehund leiden, wie oft bringe ich ihn zur Verzweiflung, wie oft ignoriere ich die innere Stimme? Und wenn ich genauer darüber nachdenke: Es geht mir gut damit. Und jetzt Mitleid mal beiseite, ich finde es gut, was das Herrchen von Marvin alles im Laufschritt erlebt hat und erleben möchte.

Er möchte einfach das Leben spüren und sich dem alltäglichen Stress und Wahnsinn entziehen. Und dies macht er auf Tagestouren oder Mehrtagestouren. Hier lebt einer seinen Traum. Höhen und Tiefen gehören nun einmal dazu, dieses Gefühl kennt sicherlich jeder Läufer. Mal will uns der Schweinehund in die Knie zwingen, unser Körper rebelliert und im nächsten Augenblick können wir uns an scheinbaren Kleinigkeiten erfreuen.

Ein unterhaltsamer Schreibstil begleitet uns das gesamte Buch über. Manchmal und nur an ganz wenigen Stellen ist es vielleicht etwas langatmig, aber dies liegt sicherlich im Auge des Betrachters. Ein Buch, welches ich gern Läuferinnen und Läufern weiterempfehle, die sich noch zu oft vom eigenen Schweinehund kleinkriegen lassen. Hört nicht auf das Gejammer von Marvin und freut Euch auf die Ausflüge des Herrchens, der sichtlich Freude bei dem hat, was er macht.

Fakten zum Laufbuch

Es läuft: Sei Stark, Schweinehund


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

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