Läufer und Hunde

Läufer und Hunde
In diesem Artikel geht es nicht um das Laufen mit dem Hund, sondern um den Kampf um die Straße, den Feld -oder Waldweg, Läufer und Hunde. Es gibt mit Sicherheit kaum einen Läufer, der in diese Richtung nicht schon die eine oder andere böse Erfahrung machen musste. Dabei muß ich ganz klar sagen, ich gehöre nicht zu den Personen, die Angst vor Hunde haben, egal welche Rasse und Größe. Liegt aber auch daran, dass ich jahrelang selber Hundebesitzer war.

Und eines möchte ich vorweg nehmen: Nicht der Hund ist das Übel, sondern es sind die Besitzer, welche mit Ihren vierbeinigen Begleitern nicht umgehen können. Egal, ob an der Leine oder ohne. Es gibt viele vorbildliche Hundehalter, die Ihren Hund im Griff haben und nicht umgekehrt. Aber leider gibt es auch die anderen Hundebesitzer, die für uns Läufer immer wieder ein Hindernis und Risiko darstellen. Nun möchte ich hier zwei Anekdoten aus meinem bisherigen Läuferleben zum Besten geben. Bei einer Geschichte möchte ich gleich vorweg nehmen, dass es wahr ist, so unwahrscheinlich sich das Erlebnis auch anhört. Läufer und Hunde eben …

Läufer und Hunde: Mein Oberschenkel und der Hund

Vor einigen Jahren durfte ich erleben, wie eine Hunderhalterin Angst vor dem eigenen Hund hatte. Die Frau lief mit Ihrer Mischung aus Schaf und was weiß ich für eine Hunderasse einige Meter neben mir auf einem Pfad. Der Hund war natürlich nicht an der Leine. Ich dachte mir dabei nichts Böses, denn letztendlich ging ich davon aus, dass die Menschen wissen, was sie tun. Mittlerweile weiß ich, dass es leider nicht immer so ist. Also lief ich auf meinem Weg locker und in guter Entfernung an Frau und Hund vorbei. Leider hatte der Hund aber was dagegen und nahm die Verfolgung auf und bevor ich es mitbekam war mein Oberschenkel der beste Freund des Hundes.

Damit begann mein Kampf Mensch gegen Hund, Bisswunde oder nur kleine Kratzer. Wer nun denkt, die Hundehalterin hätte es eilig gehabt, meinen Oberschenkel vom Hund zu befreien, täuscht sich. Die Frau ließ sich Zeit, sehr viel Zeit. Auf meine Bitte, ihren Hund zu entfernen, kam eine doch recht klare Antwort: „Ich kann nicht, sonst beißt er mich“ und „Der Hund hört noch nicht auf mich.“ Wunderbar!

Glücklicherweise wurde es dem Hund irgendwann zu doof und ließ vom Oberschenkel ab. Und ich schleppe heut noch den Gedanken an diese „vorbildliche“ Hundehalterin mit mir rum.

Ein Läufer und 15 Hunde

Ich glaube es war 2001 im Sommer – ein herrlicher Sommermorgen und ich drehte meine Runde an unserem See und meine Frau begleitete mich mit dem Fahrrad. Irgendwann führte meine Strecke an einem Parkplatz vorbei, auf dem zwei größere verwahrloste Transporter standen. Im Umfeld lagen leere Flaschen rum und viele Menschen, welche schnell als Punks zu erkennen waren, die da pennten. Leider erkannte ich nicht die zugehörigen Hunde und erst als es zu spät war, kamen diese zum Vorschein.

Was dann geschah, hört sich an wie ein Märchen und wenn ich es nicht selber erlebt hätte, ich würde es nicht glauben. 15 Hunde jagten auf einmal in meine Richtung los . Meine Frau und Ihr Fahrrad waren uninteressant, das Ziel war der Läufer. Ich wußte bis zu diesem Tag gar nicht, dass es so viele verschiedene Hunderassen gibt. Denn es war wirklich alles dabei und da stand ich dann, umzingelt von Hunden, die laut bellten und mir begreiflich machen wollten, dass ihnen was nicht passt. Glücklicherweise waren die Hunde nicht bösartig. Dennoch rutschte mein Mut so langsam die Hose herunter.

Der Krach störte aber die pennenden Besitzer überhaupt nicht und erst nach mehrmaligen Versuchen meiner Frau eine der pennenden Personen zum Leben zu erwecken, gab es einen kurzen Ruf auf italienisch und alle Hunde waren verschwunden und ich um ein Erlebnis reicher.

Rücksicht

Das Zauberwort: Rücksicht. Läufer und Hundehalter könnten vernünftig harmonieren und sich friedlich den Platz in der Natur teilen, was ja auch meist klappt. Ist es so schwer, den Hund an die Leine oder ins „bei Fuß“  zu nehmen, wenn ein Läufer kommt? Wenn ich weiß, dass mein Hund auf läuferische Bewegungen reagiert, dann lasse ich ihn an der Leine, zumindest sagt es mir der Verstand. Auch ich als Läufer habe kein Problem damit, auf einem breiten Weg mit etwas mehr Abstand an einem Hund vorbei zu laufen, um Ihn nicht unnötig zu reizen. Ich denke, es wäre allen mit Rücksicht geholfen.

Bin mal gespannt, welche Erfahrungen Ihr beim Laufen mit unseren vierbeinigen Freunden und deren Besitzer gemacht habt.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe auch hin und wieder mit Hunden zu tun, die „nur spielen“ wollten, und einmal hat sich ein winzig-kleiner Hund auf Höhe der Achillessehne in meine lange Laufhose verbissen. Ich muss sagen, dass die meisten Hundebesitzer inzwischen aufmerksam ihre Hunde an die Seite nehmen, wenn sich Läufer nähern, aber mich nervt es unheimlich, wenn vor mir ein Hund durch die Parkanlage flitzt und Herrchen oder Frauchen ist weit und breit nicht zu sehen…

    • Hallo Andreas,
      schlimm finde ich auch diese langen 10 Meter Leinen, Herrchen oder Frauchen rechts und der Hund auf der anderen Seite des Weges. Teilweise sehe ich diese dünnen Leinen nicht und schon ist es passiert. Schlimm wenn man mit Rad unterwegs ist, da legt man sich ziemlich schnell auf die Sch…..

      Gut ist auch wenn ein Hund auftaucht und kein Mensch zu sehen ist, aber in der Ferne jemand brüllt 🙂 Erlebe ich auch immer wieder.

      • Oh, das kenne ich nur zu gut. Einmal hat mich ein Hund im frühmorgendlichen Park „gestellt“, baute sich knurrend vor mir auf und ich stehe da herum, bis endlich Frauchen um die nächste Ecke kommt: „Sowas macht er doch sonst nicht…!“

  2. Habt ihr auch Erfahrungen gemacht wie man sich am besten bei einem drohenden „Angriff“ verhält? Bisher kam ich immer gut davon indem ich den Hund einfach ignorierte und ruhig weitertrabte 😉

    • Dazu wird es bestimmt viele Stimmen geben. Soweit es geht ignorieren und ansonsten verteidigen wenn es nicht mehr anders geht. Die Wirkung von Sprays bezweifle ich und kann dazu nichts sagen. Ansonsten auf den eigenen Bauch hören. Wenn eine Situation unklar ist dann ruhig mal umkehren und einen anderen Laufweg wählen.

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