Müll auf und an der Laufstrecke

MülltütenChallenge
Gestern war mal wieder einer dieser Tage, da erzielte ein Post bei Facebook meine besondere Aufmerksamkeit. Schnell kam ich wegen des Gelesenen ins Grübeln, und es stimmte mich nachdenklich. Der Laufpirat Harald Skopi postete ein Foto von dem Müll, den er bei seiner Trainingsrunde aufsammelte. Alles Reste von anderen Sportlern im Rahmen einer Sportveranstaltung. Ein riesiger Berg an Dreck, der ohne sich Gedanken zu machen, einfach in der Natur weggeworfen wurde. Mein erster Gedanke: Sportler sind auch nur Menschen. Warum sollen die anders ticken als die Gesellschaft um uns herum? Ein großer Dank an Harald für sein Engagement und seinen Mut, dies auch öffentlich zu machen. Nicht selten herrscht doch eher der Grundgedanke: Warum soll ich den Dreck anderer wegräumen???

Ich möchte jetzt nichts verteufeln, und es gibt genügend Sportler und Nichtsportler, die die Natur achten und schonen und keinen Müll dorthin entsorgen. Aber es gibt eben auch die anderen, und genau dies fällt dann leider auch auf. Ein Wald, eine Wiese oder ein Weg ohne Müll wäre was Natürliches. Aber zu selten bleibt der Blick wirklich ungetrübt. Und schon manchmal habe ich mich gefragt, was geschehen muss, um die Menschen endlich mehr zu sensibilisieren. Dabei sind es manchmal ganz simple Dinge. Kleingärtner beispielsweise sind auf den ersten Blick super naturverbunden. Auf den zweiten Blick sehe ich auf meiner Laufstrecke immer wieder, dass aus einzelnen Gärten heimlich Gartenabfälle im Wald oder sonstwo entsorgt werden. Hauptsache weg aus dem eigenen Umfeld  eine Denkweise, die mich wirklich ankotzt und ärgert. Bei Laufveranstaltungen landen Gel-Verpackungen irgendwo auf der Strecke, die auch an einem Verpflegungspunkt entsorgt werden könnten. Das Verrückte dabei ist, gefüllt können diese Verpackungen ohne Probleme mitgeführt werden, sind sie leer, geht das auf einmal nicht mehr. Sorry, dies ist doch bekloppt. Und so könnte ich jetzt mehrere Beispiele anführen. Dazu hatte ich auch schon einmal was in meinem Artikel – Ein Läufer ist nachdenklich oder immer weniger Gehirn – ausführlich geschrieben.

Warum nicht mal als gutes Beispiel voran gehen

Ich weiß, dass Harald mit seiner Aktion kein Einzelfall ist und der ein oder andere den Müll anderer mitnimmt. Leider musste ich oft schon selbst erkennen, dass ein Müllbeutel nicht reicht, um den Dreck anderer zu entsorgen. Die Verschmutzung fängt im kleinen an und endet im großen. Seien es die Zigarettenkippen, die aus dem Auto geworfen werden oder aus der Hand fallen, der ausgekaute Kaugummi oder ein Stück Papier, das nicht zum Müll getragen wird. Größer sind dann Flaschen oder Müllreste, die neben die Tonne fallen und liegengelassen werden. Was kann man dagegen machen? Als gutes Beispiel vorangehen, weiter selbst darauf achten, nirgends Müll liegen zu lassen und eben auch den Mut haben, Mitmenschen darauf anzusprechen. Und…

In den letzten Tagen war ja die Ice Bucket Challenge in aller Munde. Die Idee dahinter ist nicht schlecht, und ich möchte diese Aktion überhaupt nicht verteufeln. Nur leider wurde es meines Erachtens mit der Zeit immer mehr zur Selbstdarstellung, und der eigentliche Sinn der Aktion trat immer mehr in den Hintergrund. Was ich persönlich wirklich schade finde. Im Zuge dieses Themas habe ich mir auch die Frage gestellt, was passiert, wenn man eine etwas unattraktivere Aktion starten würde. Was passiert dann?

Und so war die Idee nach einem Gespräch mit dem Lausitzer Laufpiraten Harald geboren…

Die Mülltüten-Challenge

Hier geht es nicht um Selbstdarstellung oder sonst was, es geht einfach darum, unsere Natur ein Stück sauberer zu machen. Nehmt auf Euren Lauftouren, Radtouren, Wanderungen, Spaziergängen mal bewusst einen Müllbeutel mit und macht Eure Hausstrecke oder Wege, auf denen Ihr oft unterwegs seid, sauber. Ich weiß, es ist vielleicht uncool, den Müll anderer aufzuheben und zu entsorgen. Aber geht als gutes Beispiel voran. Wenn viele Menschen dies bewusst machen, haben wir wirklich was Sinnvolles getan und natürlich können gern Fotos gepostet werden. Zeigt, was für ein Dreck überall rumliegt, und vielleicht fängt doch der eine oder andere Mitmensch über sein eigenes Verhalten an nachzudenken. Ich bin gespannt. Natürlich werde ich auch selbst unterwegs sein und meine Lieblingslaufstrecken etwas müllfreier gestalten. Damit ist die #MülltütenChallenge eröffnet. Und ganz klar, damit sind nicht nur Läufer gemeint, sondern alle Menschen, denen unsere Umwelt nicht egal ist.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Gefällt mir. Eine ähnliche Idee hatte ich auch schon (Waldputztag am Tag des Waldes) und steht noch immer auf meiner viel zu langen ToDo-Liste. Bin gespannt, wie die Aktion ankommt. In meinen Augen sinnvoller, als sich selbstdarstellerisch nen Eimer Wasser über den Kopf zu schütten.

  2. Gefällt mir auch und ich nehme es mir hiermit vor – wenn ich auch noch nicht so genau weiss, wann ich wieder laufen kann.

    Die Trübung des Blickes – das allein sollte doch reichen, warum ein Läufer niemals Müll einfach fallen lässt. Gerade die Leute, die oft draussen unterwegs sind und sich an der Natur laben, sollte so etwas nicht passieren. Und gerade die tun es leider sehr häufig. Ich rufe dann auch schonmal gerne hinterher „Hey, Du hast da was verloren!“.
    Ich hasse das auch bei den Wettbewerben. Ich laufe bevorzugt Landschaftsläufe, da gibts vorneweg schonmal die Ansage „Ihr lauft durch ein Naturschutzgebiet, werft bitte kein Müll in die Botanik.“ – Und es gibt trotzdem Ignoranten. Das macht mich dann immer wütend.
    Aber andere Baustelle…

    Wie gesagt, melde mich hiermit ebenfalls.
    Es gibt diese Aktionen übrigens auch in anderen Bereichen, bei den Geocachern zum Beispiel. Da werden dann sogenannte CITO-Events (Cache in, Trash out) organisiert, wo das Hobby mit dem nützlichen verbunden wird. Denn auch Cacher sind lieber in schönem Gebiet als in Müllkippen unterwegs. 😉

    • Hallo Thomas,

      vielen Dank für den Hinweis in Richtung der Geocacher, finde ich gut was die dort machen. Freue mich natürlich das auch Du dabei bist, ich denke es gibt leider sehr viel zu tun.

      Gruß Heiko

  3. Oooh, das ist ja eine tolle Challenge. Ich hoffe, dass diese von ein paar richtig grossen Blogs aufgegriffen wird und bald so viral ist wie die Ice Bucket Challenge.

    Gerade beim Wandern finde ich es besonders schlimm, wenn ich irgendwo Plastik sehe. Im Park wird der Abfall möglicherweise irgendwann weggeräumt, aber in den Bergen bleibt er einfach liegen (bis jemand von uns kommt 😉 )

    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Hallo Ariana,
      mal schauen was passieren wird, egal wer es aufgreift oder nicht, Hauptsache es passiert was für die Natur und wenn nur 2-3 Leute unsere Umwelt etwas schöner machen. Das Thema ist halt nicht ganz so sexy.

      Mit sportlichen Grüßen

      Heiko

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