Diskutieren wir mal: Laufveranstaltungen ohne Platzierungen und Zeitnahme

Ohne Zeitdruck
In letzter Zeit denke ich wieder viel über das Laufen und die Laufszene nach. Nicht immer bin ich mit dem einverstanden, was geschieht. Hierfür gab es in den letzten Tagen gleich zwei Beispiele auf dem Laufen total Blog zu lesen, einmal hier und einmal hier. Wo wird uns die Reise in den nächsten Jahren hinführen? Ich kenne jetzt keine aktuellen Statistiken, aber mein Eindruck ist schon der, dass Laufevents gerade wieder hoch im Kurs stehen und einzelne Veranstaltungen viele Teilnehmer zu verzeichnen haben. Dies ist auch gut so und zeigt, wie attraktiv das Laufen ist. Aber für mich wäre auch interessant zu wissen, warum so viele Menschen an Wettkämpfen teilnehmen. Welche Gründe gibt es wohl dafür?

Der Wettbewerb um Plätze und gute Zeiten ist legitim und macht auch Spaß. Letztendlich kann sich jeder nach seinen Wünschen und Neigungen austoben. Es gibt nichts, was es nicht irgendwie schon als Laufevent gibt, und Grenzen sind schon lange keine mehr vorhanden. Alles nicht schlimm, und selbst bin ich über die Jahre immer wieder gern bereit, meine eigenen Grenzen zu erkunden und Neues auzuprobieren. Aber ich denke, sobald es um Platzierungen, Cup-Punkte, Preise und Zeiten geht, schalten einige Menschen das Gehirn aus. Und es ist für mich tatsächlich schon befremdlich, wenn es in Gesprächen nur um Zeiten und Platzierungen geht, befremdlich aus meiner Sicht vor allem für Laufeinsteiger. Sollte der Sport – unser Hobby – nicht vor allem Erholung und Spaß sein und dazu dienen, etwas Positives für die eigene Gesundheit und Fitness zu tun?

Auch wenn immer noch gern Fairness und ein Miteinander propagiert werden, so ist hinter der Fassade doch viel zu oft genau das Gegenteil zu beobachten. Sobald es um Preise und Wertungen geht, ist leider viel zu oft Schluss damit. Und so stelle ich mir schon die Frage, ob es nicht eine gute Alternative wäre, viel mehr Laufveranstaltungen anzubieten, bei denen die Teilnahme zählt und nicht die Zeit und Platzierungen. Mit einem guten Konzept und einer schönen Laufstrecke, denke ich, sind sogar noch viel mehr Personen bereit, an einem Laufevent teilzunehmen. Denn es kann schon abschrecken, wenn es nur um Zeiten geht. Oder wie seht Ihr dies?

Ohne Platzierung und Zeitnahme

Regional gibt es beispielsweise den Frostwiesenlauf, der jedes Jahr im Februar angeboten wird. Weit über 500 Teilnehmer gehen dort auf verschiedenen Strecken an den Start. Es zählt nur die Teilnahme, geboten wird eine interessante Laufstrecke durch den Spreewald im Winter. Weiterhin gab es vor 13 Jahren hier in der Region eine Laufserie. Ich meine, es wurden hier 17 verschiedene Läufe angeboten, bei denen nur die Teilnahmen gewertet worden sind. Zum Schluss gab es Anerkennungen für die Sportler, die an den meisten Läufen teilgenommen haben. Sicherlich attraktiv für Menschen, die nicht immer nur nach Zeiten und auf Platzierung laufen wollen. Möglichkeiten gibt es sicherlich viele, um mehr Laufevents anzubieten, bei denen nur die Teilnahme und das Lauferlebnis zählen. Damit sollen die Veranstaltungen, wo es um Zeiten und Platzierungen geht, jedoch nicht ins Hintertreffen geraten. Im Gegenteil, Läufe ohne Zeiten und Platzierungen könnten eine Ergänzung zum bisherigen Angebot darstellen. Vielleicht kann somit eine weitere Möglichkeit geschaffen werden, um noch mehr Menschen für Laufveranstaltungen zu begeistern. Und vielleicht werden auch der Leistungsdruck und das Ellenbogen-Denken etwas abgeschwächt. Jedenfalls wäre und ist dies meine Hoffnung.

Was haltet Ihr von Laufveranstaltungen, bei denen die Teilnahme zählt und wirklich der Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht? Haben diese Läufe auf Dauer eine Chance? Und wie können wir es schaffen, wieder mehr Fairness und Miteinander in unserem Laufsport zu schaffen?

Würde mich sehr freuen, wenn hier mal eine aktive Diskussion entstehen könnte, denn mich interessiert wirklich brennend Eure Meinung zu der Thematik. Vielleicht wäre dies auch mal ein Thema für Laufzeitschriften, die eine größere Reichweite als Laufen total haben.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

18 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Provokant gefragt: Wozu soll ich denn sonst an einem Wettbewerb teilnehmen, wenn nicht wegen Platzierung/Zeitnahme/etc.?

    In gemütlicher Runde eine schöne Strecke erlaufen, das geht auch vollkommen ohne offizielle Veranstaltung. Man nehme sich ein paar Freunde, treffe sich und laufe einfach.

    Dass in problematischen Situation die wenigsten Menschen helfen, tritt überall so oder so ähnlich auf, weil es ein Gesellschaftsproblem ist – und kein Problem unter Läufern die „ihr Gehirn abschalten“.

    • Hallo Hannes, Deine provozierende Frage ist erlaubt. Und vor allem, ich verstehe Deine Intention. Aber es gibt sicherlich Menschen, die den Eventcharakter suchen und trotzdem nicht um Platzierungen und Zeiten laufen möchten. In gemütlicher Runde kann natürlich im kleinen Rahmen gelaufen werden, ich bin mir aber nicht sicher, ob sich jeder damit anfreunden kann.

  2. Ist was anderes… eher so was wie unsere Com-Treffen (running/laufen google+). Warum sollte so was nicht in noch größerem Rahmen und professionell organisiert stattfinden. Das ganze ist dann eben kein Wettbewerb.
    Wer lieber Wettbewerbe läuft hat ja mehr als ausreichend Gelegenheit. Das hat natürlich auch seinen Reiz – obwohl die Platzierung für Läufer wie mich keine Rolle spielt – solang ich nicht die letzte bin 😉 , sondern es eher herauszufinden wie schnell ich auf eine gewisse Strecke im Wettkampf bin und dass ich Spaß dabei habe.

  3. Meiner Ansicht nach muss man einfach unterscheiden zwischen Laufveranstaltung und Wettkampf. Ich bin Deiner Meinung, dass es durchaus auch reizvoll ist, Veranstaltungen ohne offiziellen Zeitnahmedruck durchzuführen. Viele werden dennoch inoffiziell ihre eigene Zeit messen und ihren persönlichen Wettkampf durchführen, aber egal.
    Bei einem Wettkampf aber geht es nun mal um Bestleistung. Das ist der Sinn eines Wettkampfs. Natürlich sollte auch hier nicht die Menschlichkeit verloren gehen (siehe deine beiden Artikel…), aber ich bin schon der Meinung, dass es bei einem Wettkampf in erster Linie um einen selbst geht. Wie man dann nach der Veranstaltung darüber denkt, steht auf einem anderen Blatt. Ich gönne jedem seine Zeit und seine Platzierung, bin aber meist auch stolz, was ich persönlich erreicht habe.
    Egoismus? Ja, selbstverständlich. Eine Spur gesunder Egoismus tut der Seele auch mal gut 😉

  4. Also ich waere dabei. Laufe ja sowieso viele Wettkämpfe nur auf Ankommen und hangeln mich da lieber an langsamere Freunde, einfach weil ich das Gefehlt nicht mag so ausgewertet zu sein.

    @Laufhannes: Wieso sollte man den nicht an Wettkämpfen teilnehmen, nur weil man nicht auf Zeit laufen will. Ich genieße da einfach die Atmosphäre und es ist schon was anderes als einfach nur so mir Freunden zu laufen…. jedem das seine würd ich sagen.

  5. Auch wenn ich gerne Wettkämpfe mitmache, kann man wohl trotzdem nicht-wettkampf-orientierte Läufe veranstalten. Ich denke aber, das Format müsste dann ein bisschen geändert werden.
    Beispielsweise gibt es bei uns im Dorf das 24-Stunden-Schwimmen, wo von 12 Mittags bis zum nächsten Tag 12 Uhr Mittags immer jemand im Becken sein soll und schwimmt. Da ist dann ein kleines Event drumrum und es geht dann auch nicht um Geschwindigkeit, sondern einfach dabei zu sein. Gelegentlich sind dann auch 5 Leute zeitgleich im Schwimmbad (eher am frühen Abend – ich glaube um 3 Uhr morgens wird nur einer dabei sein 😉 ).
    Oder es gibt viele andere kreative Wege, so ein Event auf die Beine zu stellen, ohne dass der Wettkampf oder die Zeit im Vordergrund steht.

  6. Hallo Heiko, nun meldet sich mal ein echter „Lauf-Geniesser“ und wenig ambitionierter Läufer hier zu Wort. Ich habe bisher an 4 Laufevents teilgenommen und bestreite nicht mehr als 10 km. Warum mache ich das überhaupt? Erstens um meine Fitness ein wenig zu steigern, aber hauptsächlich aus SPASS. Ich habe auch Läufer gesehen, die nur auf die Uhr schauen und drauflospreschen. Schon beim Start versuche ich, diesem Druck aus dem Weg zu gehen und reihe mich relativ weit hinten ein. Aber auch ich starte meine Laufuhr und freue mich, wenn ich meine persönliche Bestzeit bei Zieldurchlauf hoffentlich knacken konnte, aber letztendlich sollte es bei den Laufevents um die Teilnahme, das Flair vor dem Start, das Geniessen der Natur und das gemeinsame Miteinander gehen. Die paar Minuten Small-Talk vor dem Start mit anderen Läufern, die man auf der Strecke vielleicht wiedertrifft und sich dann freundlich grüsst und sich gegenseitig anfeuert und eine Weile zieht, das macht für mich den Reiz für Veranstaltungen aus. Und natürlich auch meine Medaille oder Urkunde am Schluss 🙂 – aber ob da nun der 30. oder 67. Platz draufsteht, ist mir dann relativ egal, wenn ich meinen Spass an dem Lauf hatte… Aber diese Meinung werden wahrscheinlich stärker ambitionierte Läufer nicht so ganz teilen.
    Und ich pflichte Marco bei, dass sich die „Ellenbogen-Fraktion“ dann doch eher auf die richtigen Wettkämpfe konzentrieren sollte und nicht die kleinen regionalen Laufevents mit ihrem übertriebenen Ehrgeiz verderben sollte.

  7. Diese Art Läufe gibt es zumindest unter den Trailrunnern häufiger, einfach nur zusammen und ohne Zeitziel oder auch mit Ranking, aber ohne Zeitdruck, Zielschluss oder CutOff Zeiten. Und es sind mit Abstand die schöneren Läufe … Hauptsache Spaß haben, Leute treffen und klönen … 🙂

    Und ganz subjektiv gesehen: Warum sich jemand für Platz 527 statt 538 oder ein paar Sekunden auf 10 km oder oder oder dem Stress von ausgeklügelten Trainingsplänen etc. aussetzt erschließt sich mir ohnehin nicht. Dazu kommt, dass die wenigsten die das tun Spaß daran haben. Man kann es jeden Tag auf Facebook & Co. nachlesen, das Gestöhne heute wieder Intervalle oder dies und das. Der Versuch mit „aber hinterher hat sichs toll angefühlt“ das Elend schön zu reden. So viele machen sich beim Training mehr Druck und Stress als im Job. Keiner verdient Geld damit und die Anerkennung währt auch nur kurz.

    Ich möchte Spaß haben, bei Laufveranstaltungen, vor allem aber im Training – denn das ist meine Freizeit, mein Abschalten vom Alltag! Aber auch hier gilt wie immer: Jedem das Seine …

    • Jana, danke für Deine Worte. Hört sich gut an. Noch einige Worte zum Training: Wer auf ein Ziel hintrainieren möchte, sollte dies auch tun. Aus meiner Sicht gehen viele im Training jedoch permanent über ihr eigenes Leistungsvermögen hinaus. In Einführungsgesprächen zu meinem Personal Training stelle ich fest, dass viele zu schnell unterwegs sind oder viel zu lange Strecken laufen. Dass dann Unzufriedenheiten im Training aufkommen, ist verständlich. Der Wechsel zwischen Be- und Entlastung ist dann nicht gegeben.

  8. Ja und Nein.

    Jedem das was er will. Ich persönlich jedoch laufe lieber auf Zeit, dass ist ja auch der Kick am Wettkampf. Ohne Zeitnahme wäre es ja nix anderes als ein schöner, lustiger Lauf unter Menschen. Da habe ich auch nix gegen, aber das kann man ja alleine, oder unter Freunden, oder in Laufgruppen bzw. mit der Com machen. Wozu brauche ich da extra Events für? Für neue Bekannte? Klar, ist interessant, aber irgendwann schwindet dann auch wieder das Interesse daran.

    Ich finde beispielsweise so Hindernisläufe, oder Color-Runs gehen auch eher in diese Art des Laufens. Und die finde ich klasse! Warum nicht sowas? Da geht es primär auch um Spaß, Gesellschaft, aber im Unterschied zu der Idee mit der Zeitnahme existiert hier immer noch ein Grund auch an dem Wettkampf teilzunehmen. Und zwar kann man sowas gar nicht so schnell alleine auf die Beine stellen.

    Verstehst du was ich meine? Deswegen ist das eher problematisch. Aber ergänzend könnte man trotzdem sowas immer noch anbieten. Genau wie du gesagt hast, gerade für Anfänger ist das noch eine zusätzliche Motivation. Meine Freundin wäre darüber bestimmt erfreut.

    Im Endeffekt ist es nur Geschmackssache.
    Achja, damit ich es nicht vergesse. Obwohl ich auch sehr ehrgeizig bin, hasse ich wie die Pest auch die respektlosen Läufer, die einen anrämpeln und versuchen wegzustoßen nur damit sie Platz haben. Beim Marathon war das wirklich ganz schlimm und hat mich auch was traurig gemacht. Ich könnte sowas nicht. Höflichkeit und Respekt sollten schon Grundvoraussetzungen sein. Aber wie hier jemand schon gesagt hat, das ist kein Läufer-Problem, sondern ein Gesellschafts-Problem. 😉 🙂

  9. Ein sehr interessantes Thema, was du da ansprichst. Ich bin ja auch eine der Läuferinnen, die meist als Letzte (oder eine der Letzten) bei den regionalen Läufen ins Ziel kommt. Und daher reihe ich mich beim Start auch immer relativ weit hinten ein, um nicht von den schnell lossprintenden Läufern umgerannt zu werden…
    Klar schaue ich auch auf meine Zeiten und freue mich über neue Bestzeiten. Aber bei den Wettkämpfen geht es mir auch darum, dabei zu sein, Spaß zu haben und im Ziel anzukommen.
    Und bei den kleinen regionalen Wettkämpfen ist es auch schön, von den fast doppelt so schnell laufenden Läufern beim Überholen noch angefeuert zu werden.

    Leider gibt es hier keine dieser Läufe ohne Zeitmessung, was ich schade find. Denn da würde ich mir wüschen, dass der eine oder andere Läufer etwas ruhiger gemütlicher läuft, sich meinem Tempo anpasst und einfach mal mit mir zusammen läuft. Denn bei deren Wettkampftempo kann ich nicht mithalten.

    Es wäre schön, wenn es mehr dieser Laufveranstaltungen gibt, wo nur das Dabeisein zählt.

    • Hallo Daniela, rahme Dir in Deinem Kalender schon mal den 08.02.2015 ganz fett ein. Da findet der Frostwiesenlauf im Spreewald statt, bei dem es tatsächlich nur um die Teilnahme.

  10. Jana hat das schon ganz gut ausgeführt.
    Ich kenne und mag beides.
    Läufe ohne Zeitnahme, bzw. sogenannte Freundschaftsläufe halten sich durchaus, bzw. haben oft sogar eine längere Tradition.
    Neben den Wettkämpfen stehen vier solcher Veranstaltungen bei mir fest im Kalender. Es ist immer eine willkommene Möglichkeit Laufkollegen aus der Umgebung wiederzutreffen und sich auszutauschen. Zumindest bei Wettkämpfen bis zum Marathon kommt man in der Regel ja nicht auf die Idee sich länger zu unterhalten, Freundschaftsläufe dagegen sind eher ein laufender Kaffeeklatsch… 😉
    Dabei ist es nicht so, dass so ein Lauf nicht fordernd wäre. In der Regel gibt es unterschiedliche Tempogruppen, so dass man zwischen Gemütlichkeit und Leistungsgrenze wählen kann.
    Hinzu kommt, dass diese Veranstaltung immer liebevolle Unikate mit sehr familiärem Charakter sind.

  11. Im ersten Moment dachte ich so wie laufhannes – warum teilnehmen, wenn nicht wegen der Zeit?
    Ich selbst habe bereits an Triathlon-Veranstaltungen ohne Zeitmessung teilgenommen (siehe dazu meinen Bericht über den Zeilharder Touristik Triathlon im Blog) und da ganz andere Momente erlebt, die ich mit meinem Leistungsniveau normalerweise so nicht erreiche. 😉
    Wichtig finde ich solche Veranstaltungen schon, denn sie geben einem die Möglichkeit, in einem entsprechenden Rahmen einmal Wettkampfluft zu schnuppern, ohne dass es einen Leistungsdruck gibt. Vielleicht abgesehen von dem Druck, den man sich selbst auferlegt. Gerade für Einsteiger – die es immer geben wird, das sollte man als „alter Hase“ nicht vergessen – ist es so vielleicht leichter, sich dem Thema „Laufveranstaltung/Wettkampf“ zu nähern und Gefallen daran zu finden.

  12. Ich mag beides: das „richtige“ Wettkampflaufen und das „Spaßlaufen“. Wobei ich finde, dass Spaß auch nicht immer groß organisiert werden muss. Vielleicht ist das der Grund, weshalb es weniger reine Spaßveranstaltungen gibt. Eine schöne neue Strecke aussuchen, ein paar Freunden und Bekannten Bescheid sagen und los geht’s! Da brauche ich nicht unbedingt einen Veranstalter und 10-20€ Startgeld für. Und wer das Bad in der Läufermenge braucht, der kann sich ja bei einem großen Wettkampf anmelden und die Laufuhr zuhause lassen.

    Was es ruhig noch mehr geben könnte, sind Aktionen, wie die Revierläufe des Trail-Magazins oder private Kleinevents, wo einfach jemand eine kleine Gruppe – z.B. über Facebook – zu einem Lauf durch die Landschaft einlädt!

  13. Hi,

    ich selber habe erst vor einem Jahr mit dem Laufen angefangen und bisher zwei Zehner und eine Marathonstaffel mit Zeitnahme mitgemacht … ich bin nicht wirklich ein Wettkampftyp, auch wenn ich mit meinen Zeiten echt zufrieden war (bei allen drei hatte ich eine Durchschnittspace von 5:45) und es mir wichtig war, auf Zeit zu laufen … jetzt habe ich mein Training erstmal so umgestellt, dass ich mind. einmal die Woche einen längeren Lauf mache (15-16 km derzeit, Ziel ist natürlich Halbmarathondistanz mal so zwischendurch laufen) und ansonsten zweimal in der Woche in der langsameren Lauftreff Gruppe (8,5-9km/h) eine Stunde laufe. Und ich muss sagen, meine Motivation ist gestiegen … meine pace zu verbessern wurde allerdings auch deshalb ein Strich durch die Rechnung gemacht, weil ich Probleme mit einem Fuss bekommen habe … war wohl Achilles mit Fussohlensehnenentzündung … bin nun aber mit pace zwischen 6:13 und 6:25 unterwegs und habe Fun …

    Auch die anderen aus meinem Lauftreff laufen auch mal gemütlich … es wären andere Events, wenn man sie ohne Zeitaufnahme aufbauen würde … vielleicht nimmt der eine oder andere auch mal seine Kinder mit … Veranstaltungsluft schnuppern oder die Läufer, die sich den Stress eines üblichen Wettkampfs nicht mehr antun wollen, aber die Szene immer noch bereichern.

    LG

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