Mit dem Mizuno Wave Hitogami schnell gelaufen

Mizuno Wave Hitogami LaufschuhEs gibt Laufschuhe, die sehen rein optisch schon schnell aus, und der Mizuno Wave Hitogami gehört ganz klar dazu. Ein leichter Laufschuh, der vor allem für schnelle Läufe gemacht ist, jedenfalls habe ich den Eindruck bei meinen Läufen gewonnen. Meine erste Begegnung mit dem Schuh fand bei einer Präsentation von Mizuno im Rahmen des Amsterdam Marathons statt. Das minimalistische Design hat es mir sofort angetan. Genau diesen Schuh wollte ich unbedingt mal laufen, und Tage später durfte ich dies als Mizuno Runbird auch. Weiteres jetzt im Laufschuh-Testbericht.

Bevor es auf die Laufstrecke geht, erstmal einige Fakten zum Mizuno Wave Hitogami:

  • Gewicht des Herrenschuhs liegt bei 220 Gramm bei der Größe UK 8 (EURO 42)
  • Gewicht des Frauenschuhs liegt bei 180 Gramm bei der Größe UK 5,5 (EURO 38,5)
  • Sprengung 8 mm / 17 mm
  • Dämpfung: Parallele Wave Platte inkl. neuem Zwischensohlenmaterial U4iC

Das neueste Zwischensohlenmaterial U4iC von Mizuno bietet laut Hersteller einen hohen Komfort, Langlebigkeit und ein viel geringeres Gewicht als andere Materialien. Aber sagen kann man viel, und deshalb möchte ich Euch nicht mit weiteren Herstellerinformationen nerven. Über das Gewicht eines Laufschuhs lässt sich bekanntlich auch streiten. Für meine Empfindungen gehört der Mizuno Wave Hitogami zu einem der leichteren Laufschuhe. Natürlich gibt es Laufschuhe, die noch weniger Gewicht auf die Waage bringen, aber bei meinen Läufen empfand ich den Hitogami leicht genug und nur das zählt für mich.

Mizuno Wave Hitogami von der Seite

Den Mizuno Wave Hitogami betrachtet

Bevor ich die einzelnen Laufstrecken unsicher gemacht habe, gab es am Anfang wie immer das Tasten und Schauen. Das Design ist schon sehr japanisch, und wenn man genauer hinschaut, dann erkennt man eine Art Maske. Ich muss ehrlich gestehen, dies wäre mir nicht aufgefallen, wenn bei der Präsentationsveranstaltung nicht darauf hingewiesen worden wäre. Aber insgesamt verleiht das Design dem gesamten Laufschuh optisch eine ganze Menge Power. Die Sohle macht einen wirklich flexiblen Eindruck. Insgesamt wurde beim Mizuno Wave Hitogami mit Material gespart. Aber oft ist weniger ja viel mehr. Der erste Eindruck fiel auf alle Fälle positiv aus.

Und schon wurde der Hitogami das erste Mal anprobiert. Es drückt nichts; im Vorfußbereich ist genügend Platz, ohne dass dabei der Fuß „schwimmt“ und die Fersenkappe bietet genügend Halt. Auf den Punkt gebracht, ich habe mich sofort wohlgefühlt.

Mizuno Wave Hitogami von oben

Kurz noch was zu eventuell wichtigen Testdaten. Ich bin ein Läufer mit einer Körpergröße von 1,92 m und einem derzeitigen Körpergewicht von 83 kg. Ich bin schon sehr viele Jahre als Läufer unterwegs. Über die Jahre habe ich mir angewöhnt, oft die Laufschuhe zu wechseln. Also mal Schuhe mit geringer Dämpfung, dann mal mit mehr Dämpfung und Stabilität. Also wirklich von allem etwas.

Laufschuhtest

Nun wurde es ernst mit dem Mizuno Wave Hitogami:
Auf der Straße gelaufen
Es gibt Dinge, dies sind manchmal schwer in Worte zu fassen. Das Gefühl, wenn man den Mizuno Hitogami trägt, ist schon eigenartig, denn irgendwie habe ich jedesmal Bock, sofort schneller zu Laufen. Ich denke, der Hitogami ist ein neutraler Laufschuh, der seine ganze Stärke vor allem bei schnelleren Läufen zum Ausdruck bringt. Auf flachen Asphaltwegen bietet der Schuh ein guten Halt. Ich habe den Hitogami kaum am Fuß gespürt, für mich immer ein gutes Zeichen. Die Abrollbewegung empfand ich auf dem Asphalt sanft, es war genügend Flexibilität vorhanden. Erreicht wird dies unter anderem durch die Smoothride Technologie von Mizuno.

Mizuno Wave Hitogami seitlich hintenEtwas ängstlich war ich beim höheren Lauftempo in scharfen Kurven. Auf sauberem Asphalt gab es hier keine Probleme, der Hitogami konnte eine gute Bodenhaftung vorweisen. Auf verschmutzem, sandigem Asphalt hatte ich in der Kurve schon etwas mehr zu tun und fühlte mich unsicherer. Aber ich denke, da werden die meisten Außensohlen an ihre Grenzen kommen. Das Obermaterial fühlt sich leicht an und sorgt für genügend Atmungsaktivität. Es kam bei keinem meiner Läufe zu unangenehmem Schwitzen. Ich denke, hier ist das Zusammenspiel zwischen Laufschuh und ordentlichen Laufsocken ganz wichtig. Weiterhin wirklich positiv während des Laufens fiel die Fersenkappe auf. Diese ist für mein Empfinden nicht zu hoch und nicht zu flach. Dazu bietet sie einen guten Halt, ohne dabei zu fest zu wirken. Bei manch anderem Laufschuh habe ich da manchmal den Eindruck, dass die Fersenkappe zu „hart“ vom Material her ist. Die direkte Art des Mizuno Wave Hitogami ist gerade auf dem Asphalt auf Schritt und Tritt zu spüren, trotzdem muss auf eine Dämpfung nicht verzichtet werden. Aber diese ist wirklich auf das Notwendigste begrenzt. Ob der Mizuno Hitogami wirklich was für reine Fersenläufer ist, vermag ich nicht genau zu sagen. Auf Dauer fand ich es belastend, mit der Ferse aufzukommen und würde auf dem Asphalt einen Schuh mit etwas mehr Dämpfung vorziehen. Selbst zähle ich mich eher zu den Mittelfußläufern, mit dem teilweisen Hang zum Vorfußlaufen. Besonders gut geeignet ist der Hitogami meiner Meinung nach auf dem Asphalt für Mittel- und Vorfußläufer.

Mit dem Mizuno Wave Hitogami auf Split und Sandwegen gelaufen
Das Gefühl war ähnlich wie auf dem Asphalt. Wenn es zu staubig wurde, hatte ich den Eindruck, dass sich durch das feine Obermaterial kleinste Dreckpartikel in das Schuhinnere verirrten, was an mancher Stelle für kleinere Reibungen gesorgt hat. Dies geschah aber wirklich nur auf sehr sandigen und staubigen Wegen. Die Direktheit des Hitogamis bekommt man auch zu spüren, wenn es über größere Steine geht, die man nicht sofort wahrgenommen hat. Da wünscht man sich schon mal etwas mehr Dämpfung. Aber insgesamt lassen sich normale Forstwege, Sandwege und Splitwege ganz gut laufen. Inwieweit hier aber negativ die Haltbarkeit der Sohle beeinflusst wird, vermag ich nicht zu sagen.

Der Mizuno Wave Hitogami die Sohle

In der Halle gelaufen
Zwei Wettkämpfe habe ich mit dem Wave Hitogami auf einer 250 Meter Laufbahn unter dem Hallendach bestritten, einmal 3 km und einmal 5 km. Die dynamische Abrollbewegung machte sich hier besonders gut bemerkbar. In den Kurven, welche leicht angehöht waren, fühlte ich mich zu jederzeit sicher, und der gesamte Schuh bot dem Fuß genügend Halt. Dazu konnte hier das Zusammenspiel zwischen abriebfester Außensohle und dem Hallenkunststoffbelag überzeugen. Da gab es kein Rutschen oder unsicheren Halt. Bei aller Euphorie ist es leider etwas schmerzhaft, wenn jemand einem versehentlich auf den Fuß trampelt, denn im vorderen Bereich gibt es durch das leichte Obermaterial keinen Schutz. Die Fußspitze ist leicht mit Leder versehen, und das war es dann auch schon. Aber man sollte auch nicht davon ausgehen, dass uns ständig andere Läufer auf die Füße trampeln.

Mizuno Wave Hitogami Detail

Lange Laufstrecken
Mehr als 20 Kilometer bin ich mit dem Hitogami nicht gelaufen. Bis dahin fühlte sich für mich alles gut an, dennoch würde ich auf Dauer auf längeren Laufstrecken einen Schuh mit etwas mehr Dämpfung vorziehen. Für diesen Fall ist mir der Schuh dann doch zu direkt. Hier ist aber auch der Umstand zu beachten, dass ich durch meine Körpergröße gezwungenermaßen ein größeres Körpergewicht mit mir rumtrage. Ich denke, kleinere, leichte und gut trainierte Läufer sollten hier weniger Probleme haben. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade Eliteläufer den Hitogami auch auf Wettkampfdistanzen bis Marathon gut tragen können.

Das Schlusswort zum Laufschuhtest

Mizuno Wave Hitogami hintenBei allem Positiven bleibt mir noch eine kritische Anmerkung. Ich bin mir nicht sicher, ob die Außensohle des Schuhs mehr als 800 bis 1000 Kilometer durchhält. Deshalb werde ich den Testbericht immer mal wieder aktualisieren. Der Mizuno Wave Hitogami ist ein Laufschuh, der vor allem für kürzere und schnell gelaufene Laufstrecken sowie kurze und mittlere Wettkampfstrecken gut geeignet ist. Besonders sind für mich die Leichtigkeit und seine Flexibilität in der Sohle, dazu der gute Halt und die Stabilität im Schuh, ohne dass ich je das Gefühl hatte, zu stark durch den Schuh geführt zu werden. Knapp 200 Kilometer durfte ich mit dem Mizuno Wave Hitogami bisher zurücklegen und die fühlten sich wirklich gut an. Auf der Laufbahn und für Straßenläufe würde ich den Hitogami gerade schnelleren Neutralfußläufern uneingeschränkt empfehlen. Auf Forstwegen und längere Laufstrecken sehe ich den Hitogami auf Dauer für die breite Läufermasse als nicht ganz optimal an.

Mizuno Wave Hitogami seitlich

Die Mizuno Wave Hitogami Laufschuhe wurden mir als Teilnehmer des Runbirds Programm von Mizuno zur Verfügung gestellt. Dennoch hat das Unternehmen keinen Einfluss auf diesen Testbericht. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen in der gesamten Testzeit.

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich überlege, ob ich mir zu meinem Wave Inspire 10 noch den Hitogami als schnellen Schuh dazu kaufe…

    Du wolltest ja noch eine Aktualisierung über die Haltbarkeit hinterherschieben. Kommt da noch was?

    • Es kommt auch noch was. Bisher gibt es aber weiterhin keine Probleme bei der Haltbarkeit. Aber ich bin mit dem Schuh auch nur auf Asphalt unterwegs und gehe damit nicht in den Wald oder ins Gelände. Ich denke für Wettkämpfe auf der Strasse und Tempoläufe eine gute Wahl.

  2. Zum Thema Belüftung. Bislang hatte ich nie Probleme damit, mit keinem Schuh. Auch nicht mit dem Hitogami. Aber jetzt kommt’s: mit dem Hitogami bin ich im Sommer 2 Wochen lang in Florida gelaufen, bei Hitze und extremer Luftfeuchte. Und da stand ich tatsächlich teilweise regelrecht im Wasser, und das ohne Regen.

    Möglicherweise liegt das aber daran, dass Schweiß von den Beinen über die Füße von oben in den Schuh eindringen kann. Unter normalen Laufbedingungen ist das aber nie ein Thema.

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