Laufschuhtest Mizuno Wave Rider 16

Mizuno Wave Rider 16 in Aktion
Viele Laufkilometer habe ich den Laufschuh Mizuno Wave Rider 16 getestet, bin bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen gelaufen, habe fast keinen Untergrund ausgelassen und den Schuh auf Streckenlängen von 3 Kilometern bis Marathon ausprobiert. Mittlerweile sollten über 300 Kilometer damit geschafft sein. Dementsprechend sieht der Mizuno Wave Rider 16 auf den einzelnen Fotos nicht mehr ganz neu aus. Aber ein Laufschuh ist zum Laufen da und nicht, um im Schuhschrank zu versauern. Nun aber zu meinen Erfahrungen und Erkenntnissen, die ich beim Lauftraining und in Wettkämpfen sammeln konnte.

Wie von der Wave Rider Serie gewohnt, bekommt man als Läufer einen soliden Laufschuh geboten. Jedenfalls ist dies meine Empfindung und Erfahrung, denn schon mit dem Mizuno Wave Rider 14 war ich sehr zufrieden und bin gern und oft mit diesem Schuh gelaufen. Leider hat dieser den Survial Run 2013 nicht überlebt, dies ist aber eine andere Geschichte.

Mizuno Wave Rider 16 getestet

Mizuno Wave Rider 16 in Schwarz
Ich denke, wer einen guten Laufschuh für längere Laufstrecken sucht, auf ein gewisses Maß an Dämpfung nicht verzichten und dennoch die Dynamik beim Laufen spüren möchte, sollte unbedingt mal den Wave Rider 16 probieren. Der Laufschuh bringt ein gut vertretbares Gewicht von 280 Gramm und eine Sprengung von 13 mm mit und ist somit leichter als die Vorgängermodelle. Egal, welche Laufstrecke ich gelaufen bin, ich empfand den Schuh nie als zu schwer, auch nicht, wenn sich mal etwas Dreck von der Laufstrecke festsetzte. Überhaupt fühle ich mich gerade auf längeren Laufstrecken sprichwörtlich pudelwohl im Wave Rider. Auch wenn Minimalschuhe angesagt sind, dazu gehört der Wave Rider 16 auf alle Fälle nicht, so sind diese gerade auf längeren Strecken mit Vorsicht zu genießen. Da gibt es von Läufer zu Läufer ganz unterschiedliche Meinungen. Ich laufe gern in Schuhen mit geringer Dämpfung und wenig Schnickschnack. Aber vor allem auf längeren Laufstrecken genieße ich ein gewisses Maß an Komfort und Dämpfung. Dabei habe ich aber nie den Eindruck, dass durch die Dämpfung ein natürliches Laufverhalten verhindert wird. Ich hatte immer noch einen sehr guten Kontakt zum Laufuntergrund.

Der Mizuno Wave Rider 16 ist ein angenehmer Neutralschuh, der dem Fuß viel Sicherheit und ein gute Stabilität bietet. Trotzdem bleibt beim Laufen noch genügend Dynamik und Flexibilität vorhanden, und ich hatte nie das Gefühl, der Schuh will mich führen. Ein angenehmes Abrollverhalten lässt auch problemlos schnellere Läufe zu. Die Außensohle bietet eine gute Traktion und sorgt auch auf nassen Asphaltstrecken für die notwendige Sicherheit. Wie abriebfest die Außensohle ist, kann ich leider nach meinen Läufen bisher noch nicht beurteilen. Erste Gebrauchsspuren sind zu sehen, ich hoffe einfach, dass hier noch problemlos einiges an Kilometern möglich ist. Natürlich wollen die Laufschuhhersteller ihre Produkte verkaufen, dennoch wäre es in meinen Augen trotz aller Innovationen zu begrüßen, wenn Laufschuhe eine längere Lebensdauer vorweisen könnten. Hier habe ich beim Mizuno Wave Rider 16 so meine Bauchschmerzen, ob dies wirklich so ist. Dies werden die nächsten Monate zeigen. Wer diesen Schuh schon läuft, darf hier in den Kommentaren dazu gern seine Meinung niederschreiben.

Die Laufschuhe Mizuno Wave Rider 16

Die Sohle vom Mizuno Wave Rider 16

Der Wave Rider 16 hinten

Der Mizuno Wave Rider 16 seitlich

Der Wave Rider 16 von vorn

Wave Rider 16 anziehen

Egal wie lang die Laufstrecke im Testzeitraum war, die Füße waren immer gut belüftet, und Schweiß hatte nicht wirklich eine Chance. Hier spielt sicherlich die Verwendung von guten Laufsocken eine große Rolle. Weiterhin hatte ich am Anfang leichte Bedenken, dass im vorderen Bereich des Schuhes die Zehen zu sehr eingeengt werden, da dieser optisch doch etwas eng geschnitten erscheint. Aber diese Bedenken haben sich nach den ersten Läufen verflüchtigt. Keine Reibungen und keine Blasen, auch nicht beim Marathon, den ich damit gelaufen bin.

Ich finde, der Mizuno Wave Rider 16 ist für Mittelfußläufer (wie ich es bin) gut zu laufen, aber durch die Dämpfung im Fersenbereich ist es sicherlich ein gut zu laufender Schuh für Fersenläufer. Insgesamt macht der Wave Rider Spaß. Ich nehme ihn vor allem für längere Strecken, auf denen die Füße mehr strapaziert werden. Der Verkaufspreis soll im Handel bei 140 Euro liegen. Ein stattlicher Preis, mittlerweile aber auch ein normaler Preis für Laufschuhe, dafür sollte aber tatsächlich schon eine lange Haltbarkeit gewährleistet sein. Und ob dies wirklich so ist, kann ich leider nicht sagen.

Der Wave Rider 16 von der Seite

Die Mizuno Wave Rider 16 wurden mir als Teilnehmer des Runbirds Programm von Mizuno kostenlos zur Verfügung gestellt. Dennoch hat das Unternehmen keinen Einfluss auf diesen Testbericht. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen in der gesamten Testzeit.

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Heiko,
    eigentlich bin ich über eine andere Seite hier aufgeschlagen und direkt bei deiner Wave Rider Schuhvorstellung gelandet. Schöner Bericht, ich habe den Wave Rider 16 „in gelb“ seit letztem November und nun schon 1100km mit ihm gelaufen und es werden wohl auch noch ca. 200km dazu kommen, ich finde auch er ist ein sehr gut verarbeiteter Schuh der sein Geld Wert ist. Nach meinem Fersensporn im letzten Jahr war ich auf der Suche nach einem Schuh mit guter Fersendämpfung, welche aber auf längeren Läufen nicht schwammig werden durfte, das Gewicht spielte ein Rolle, genau wie die angenehme Passform und die Breite im Vorfuß / Zehenbox, da ich auch noch mit einer Sensomotorischen Einlage laufe. Ich habe den Schuh durch den letzten harten Winter, bei Regen und Hitze getragen sowie bei schnellen Läufen und bis zum HM, nie fühlte ich mich unwohl in ihm, da habe ich schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Nun sind bald neue fällig und was soll ich sagen, der Wave Rider 17 macht ja schon eine gute Figur auf den ersten Bildern und „Hallo“ 240g das ist eine Marke! Na mal sehen! Wenn mein WR16 in Rente geht werde ich ihm sicherlich noch eine Andacht schreiben.
    Grüße,
    Olaf U7N

    • Gibt es den Wave Rider 16 schon seit November 2012? Ich dachte er kam erst in diesem Frühjahr. Der Wave Rider 16 ist ein solider Laufschuh, aber ich denke vom Wave Rider 17 solltest Du noch mehr begeistert sein. Denn ich hatte schon die Chance diesen Schuh einige Meter zu laufen. Insgesamt etwas leichter nach meiner Empfindung und sehr angenehm zu tragen. Aber ein richtiges Urteil kann ich erst nach viel mehr Kilometern treffen. Die Präsentation des Wave Rider 17 war aber schon einmal vielversprechend. Auch optisch finde ich den Wave Rider 17 nochmal besser als den Rider 16. Aber das ist halt reine Geschmackssache.

  2. Hallo,

    Meine Erfahrung mit dem Wave Rider 16 ist bezüglich der Haltbarkeit sehr negativ. Nach ca. 900 km auf normalen Wegen (Sand, Kies, wenig Asphalt etc.) ist der Schuh nicht mehr zu gebrauchen. Sohle regelrecht zerfetzt und ein Hackenteil weggebrochen. Kommentar von Mizuno (nach eingehender Begutachtung durch ihre Spezialisten) :“ Das Modell Wave Rider 16 wurde speziell für den Einsatz auf Asphalt entwickelt.“. Darum meine Empfehlung diesen Schuh nicht zu wählen, wenn man auch auf andere Untergründe wie Asphalt laufen will.
    Bisher habe ich auch noch keinen Hinweis auf diese doch wesentliche Einschränkung auf Händlerseiten oder bei Mizuno selbst gefunden.

    • Hallo Lothar,
      die Erfahrung kann ich bisher nicht teilen. Kann Dir jetzt aber auch nicht mehr genau sagen, wie viele Kilometer ich mit dem Schuh bisher gelaufen bin. Habe da irgendwann mit den Aufzeichnungen aufgehört. Auffällig ist, dass die Sohle schon einige Gebrauchsspuren aufweist, mehr aber nicht. Die Sache mit den Hinweisen zwecks Einsatzgebiet wäre sicherlich hilfreich für Käufer. Und ich kann mir ehrlich bald nicht vorstellen, dass durch das Laufen auf anderen Untergründen ein Hackenteil wegbricht. Vielleicht lag bei Deinem Modell ein Materialfehler vor? Ich werde jedenfalls weiter schauen, wie es sich bei meinem Schuh entwickelt und gegebenfalls noch darüber schreiben. Zurzeit bin ich gerade dabei, den Wave Rider 17 einzulaufen. Auf den ersten Kilometern hatte ich ein wirklich gutes Gefühl.

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