Mit dem Mizuno Wave Rider 17 gelaufen

Mizuno Wave Rider 17 der Testbericht
Mehr als zwei Monate bin ich jetzt mit dem Mizuno Wave Rider 17 gelaufen, und es ist an der Zeit, etwas über diese Schuhentwicklung der Japaner zu schreiben. Ich denke, jeder Läufer hat so seine Vorlieben und Hersteller, von denen er gern Laufbekleidung und Laufschuhe trägt. Das, was Mizuno abliefert, kann mich im Großen und Ganzen immer wieder begeistern. Sicherlich bekannt unter vielen Sportlern ist die Wave Rider Serie, ein solider Laufschuh für das Training und den Wettkampf. Nachdem ich eine lange Zeit mit dem Wave Rider 14 und dem Wave Rider 16 unterwegs war, ist jetzt der Mizuno Wave Rider 17 an der Reihe.

Im Rahmen des Amsterdam Marathons im Oktober 2013 hatte ich die Möglichkeit, einer Schuhvorstellung von Mizuno beizuwohnen. Da bekam ich erstmalig den Mizuno Wave Rider 17 zu sehen und konnte ihn anprobieren. Eines meiner ersten Urteile war, dass der Schuh sich sehr leicht und gut anfühlte. Die Leichtigkeit hat sich bei meinen vielen Läufen, die ich seitdem gemacht habe, bestätigt. Das „Zauberwort“ von Mizuno lautet U4iC, aus dem die Zwischensohle gefertigt ist. Mit Superlativen sollte man eigentlich immer sparsam umgehen, aber ich empfinde tatsächlich, dass es vom Laufgefühl noch einmal eine Steigerung zu den Vorgängermodellen des Wave Riders ist. Eigentlich möchte ich sogar soweit gehen, dass der Wave Rider 17 vom gesamten Laufempfinden nicht wirklich vergleichbar mit seinen Vorgängern ist.

Mizuno Wave Rider 17: fühlen, riechen, tasten, schauen…

Ich bin jetzt niemand, der akribisch Buch über die einzelnen Meter führt, die ich mit einem Laufschuh unterwegs war, aber mehr als 200 Kilometer kommen bis zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Mizuno Wave Rider 17 zusammen. Am Anfang habe ich die dynamische Optik, das Design und die Farbwahl bewundert, Weiß mit kleineren farblichen Akzenten. Mag sein, dass es für viel unspektakulär ist, ich finde es passend. Außerdem ändert sich die Farbe sowieso ganz schnell, wenn erste Läufe bei Schmuddelwetter erledigt wurden. Der erste dynamische Eindruck, denke ich, wird durch den Einsatz des Mizuno Logos auf beiden Seiten des Schuhs erzielt. Gleich aufgefallen ist – wie oben schon erwähnt – die Leichtigkeit des Schuhs. Hauptverantwortlich dafür ist das U4iC-Zwischensohlenmaterial, welches noch leichter als die vorher verwendete ap+ Zwischensohle ist. Laut Hersteller soll es dabei aber keine Einbuße bei der Langlebigkeit und beim Komfort geben. Hierbei wäre für mich wirklich mal interessant, wie die einzelnen Laufschuhhersteller langlebig definieren. Ich denke, ein Thema, welches viel mehr in den Fokus der einzelnen Schuhhersteller treten sollte. In einer Zeit, in der immer wieder über Nachhaltigkeit diskutiert wird, muss dies unbedingt erlaubt sein.

Wie immer machte ich am Anfang mit der Hand einen Test, wie beweglich die Sohle ist und wie sich der gesamte Schuh anfühlt. Der Schuhschaft fühlt sich weich an, und der innere Bereich lässt erahnen, dass sich der Fuß wohlfühlt. Gerade im Vorfußbereich ist der Schuh flexibel und beweglich, aber ich hatte die Empfindung, dass die Sohle etwas härter als die des Wave Rider 16 ist. Weiterhin konnte der Eindruck gewonnen werden, dass der Vorfußbereich etwas breiter geschnitten ist als bei den Vorgängern.

Nun wird es ernst, Mizuno Wave Rider 17 getestet

Der Wave Rider 17

Der Mizuno Wave Rider 17

Im direkten Vergleich und Lauftest mit dem Wave Rider 16 habe ich tatsächlich nach mehreren Läufen feststellen können, dass der Rider 17 nicht so eng im Vorfuß geschnitten ist. In der Ferse bietet der Schuh ausreichend Halt und Stabilität. Wer einen Laufschuh als Modeprodukt ansieht, wird aber mit dem neusten Wave Rider Modell wohl nicht lange Freude haben. Irgendwie zieht der Schuh Dreck magisch an, oder vielleicht liegt es nur an meiner Person (lacht). Schon nach ersten Läufen bei Schmuddelwetter sah der Laufschuh aus, als ob er schon mehrere Jahre auf dem Buckel hat. Aber dies ist nur die optische Wahrnehmung. Läuferisch finde ich die Direktheit des Schuhs besonders und im ersten Moment sicherlich gewöhnungsbedürftig. Nachdem ich mich mit einem anderen Sportler über den Schuh unterhielt, kamen wir beide auf den gleichen Schluss:  Die Dämpfung fühlt sich beim Laufen „härter/direkter“ an. Ein Laufgefühl, welches ich so vom Wave Rider 14 und 16 nicht gewohnt war. Aber es fühlt sich für mich absolut nicht unangenehm an, ganz im Gegenteil.

Der Mizuno Wave Rider 17 im Einsatz

Viel Spaß mit dem Wave Rider

Keine Angst, der Schuh dämpft weiterhin gut und vor allem im Fersenbereich ist man hier auf der sicheren Seite. Aber für Mittelfuß- und Vorfußläufer kann der gute Bodenkontakt gerade bei schnelleren Läufen einen Vorteil bringen. Jedenfalls habe ich schnellere Tempoeinheiten vom Laufschuh her dynamischer und schneller empfunden als bei anderen Laufschuhen. Ich finde, dass die Bodenkontaktzeit geringer ist. Aber dies kann wirklich eine Einbildung sein und liegt sicherlich an dem persönlich intensiven Arbeiten und Verbessern der eigenen Lauftechnik.

Wie man es tatsächlich von Mizuno gewohnt ist, passt sich das Obermaterial der Bewegung des Fußes an. Egal, wo ich gelaufen bin, ob auf der Straße oder im Gelände, es gab keine Probleme oder Einschränkungen in der Beweglichkeit. Auch ist Nässe durch Schwitzen und Regen kein wirkliches Thema. Zwar wird der Fuß bei Mistwetter logischerweise nass, aber Atmungsaktivität und gute Luftzirkulation sorgen dafür, dass kein See im Schuh entsteht.

Mizuno Wave Rider 17 Außensohle

Die Außensohle

Ein wirklich wichtiger Punkt für viele Läufer ist die Außensohle. Zugegeben ein Gebiet, bei dem ich trotz aller Begeisterung für den japanischen Sportartikelhersteller so meine Bauchschmerzen habe. Auf Basis einer Karbon-Gummimischung soll die Außensohle abriebfest sein. Und genau dieser Punkt ist es, dem ich nicht ganz traue. Bis jetzt keine Probleme, und die Abnutzung der Sohle hält sich in Grenzen, aber wie sieht es nach 600 und mehr Kilometern aus? Für mich eine spannende Frage und deshalb werde ich, wenn ich weitere Erkenntnisse gewonnen habe, diesen Testbericht updaten und auf dem neuesten Stand halten.

Die Traktion ist wirklich gut, auch bei schnellem Lauftempo. Nur wie bei vielen anderen Laufschuhen ist bei Regen und in Kurven Vorsicht geboten. Insgesamt ist der Mizuno Wave Rider 17 gut für Straßenläufe geeignet. Man kann damit sicherlich auf nicht ganz anspruchsvollem Gelände laufen, aber ich weiß nicht, wie da die Lebensdauer der Außensohle negativ beeinflusst wird.

Abschluss

Das Gewicht des Mizuno Wave Rider 17 liegt bei ca. 250 Gramm und die Sprengung bei 12/24. Es handelt sich um einen Neutralschuh. Auch wenn in meinen Augen nicht wirklich vergleichbar, sollten sich Freunde älterer Wave Rider Modelle unbedingt den Wave Rider 17 anschauen. Wenn Ihr den Laufschuh schon besitzt oder gesehen habt, dann wäre es sicherlich auch für andere interessant, wenn Ihr dazu Euren Kommentar unter den Artikel schreibt.

Den Wave Rider 17 gelaufen

Dreck, Blut, Schweiß.. (lLach), Dieser Mizuno Wave Rider 17 Laufschuh durfte schon alle Schönheiten des Laufens spüren.

Die Mizuno Wave Rider 17 wurden mir als Teilnehmer des Runbirds Programm von Mizuno zur Verfügung gestellt. Dennoch hat das Unternehmen keinen Einfluss auf diesen Testbericht. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen in der gesamten Testzeit.

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Super Test, vielen Dank!
    Eine Frage: Ich bin eigentlich kein Fan von sehr hartem Schuhwerk, will andererseits die Marke Mizuno unbedingt mal ausprobieren.

    Mittlerweile ist ja auch der Mizuno Wave Rider 18 draußen, der nochmals um einiges härter sein soll als das 17-Modell.

    Soll ich lieber den Vorgänger ausprobieren, weil der aktuelle Schuh mir womöglich aufgrund seiner Härte die Lust an dieser Laufschuhmarke vertreibt?

    Danke und VG
    Maik

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