Laufschuhtest Mizuno Wave Sayonara

Mizuno Wave Sayonara TestberichtDer Mizuno Wave Sayonara hat es geschafft, mich sprichwörtlich um den Finger zu wickeln und nicht mehr loszulassen. Nach knapp drei Monaten und vielen Laufkilometern sind wir eine Ehe eingegangen, und ich möchte ihn in meiner Laufschuhsammlung nicht mehr missen. Egal ob kurze Distanzen oder lange Laufdistanzen, es ist ein lockeres und leichtes Laufen mit dem Wave Sayonara. Keine störenden Elemente und vor allem für mich absolut positiv ist, dass der vordere Bereich nicht zu eng geschnitten ist, und somit meine Zehen viel Platz im Laufschuh haben. Aber nun mal meine genauen Eindrücke vom Mizuno Wave Sayonara Laufschuhtest.

Leser des Blogs werden sicherlich feststellen, dass ich ein großer Freund der Laufbekleidung und Laufschuhe von Mizuno bin. Liegt einfach daran, dass mir viele Produkte vom Design bis hin zur Funktionsweise gefallen und ich damit im Lauftraining sowie Laufwettkampf gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Eines gleich vorweg: Die Japaner haben mich mit dem Mizuno Wave Sayonara mal wieder positiv überrascht. Dennoch möchte ich hier keine plumpe Werbung wiedergeben und eher auf meine eigenen Empfindungen und Eindrücke eingehen.

Mizuno Wave Sayonara: Die Optik und der erste Eindruck

Die farbliche Kombination aus Weiß und Anthrazit finde ich wirklich gut. Damit passt der Mizuno Wave Sayonara auch zu unterschiedlichsten Laufoutfits. Ich gehe auf dieses Thema deshalb ein, weil es einigen Menschen echt wichtig ist. Aber so schön die Farbwahl auch ist, wer auf staubigen Pisten und oft im Matsch unterwegs ist, wird dies natürlich auch schnell am Schuh sehen. Aus dem Weiß wird Grau und ehrlich, mich stört es nicht, und es sieht immer noch gut aus.

Bevor ich einen Laufschuh auf der Laufstrecke teste, schaue ich mir diesen genau an und taste den Schuh mit den Händen ab. Ich glaube, ein Prozedere das viele Läufer kennen. Mein erster Eindruck, ohne dass ich einen Meter damit gelaufen war: Im vorderen Bereich eine flexible Sohle, dazu macht der gesamte Mizuno Wave Sayonara einen stabilen Eindruck. Vom Gewicht würde ich ihn im mittleren Bereich einordnen. Es gibt viel leichtere Laufschuhe, aber auch eine ganze Menge Laufschuhe, die ein höheres Gewicht aufweisen. Vom Hersteller ist das Gewicht mit 230 Gramm angegeben. Die Sprengung liegt bei 10 mm. Einfach ausgedrückt ist damit das Gefälle im Laufschuh vom Fersenbereich hin zum Vorfuß gemeint. Nun war es an der Zeit, die ersten Eindrücke auf der Laufstrecke zu sammeln.

Mizuno Wave Sayonara laufen

Auf der Laufstrecke getestet

Besonders gut geeignet finde ich den Mizuno Wave Sayonara für das Laufen auf Straßen sowie flachen Splitt- und Waldpisten. Meiner Meinung nach kommt hier die gesamte Dynamik am besten zum Tragen, und es macht einfach Spaß, Gas zu geben. Verschiedenste Technologien sind wieder im Einsatz, um uns Läufern ein gutes und angenehmes Laufgefühl zu bieten. Dazu gehört beim Sayonara das neue Zwischensohlenmaterials U4iC, welches noch leichter als andere Materialen sein soll und dennoch nichts an Langlebigkeit und Komfort einbüßt. Insgesamt kann ich zur Langlebigkeit nach ca. 300 Kilometern noch nichts sagen. Aber der Komfort im Schuh ist in meinen Augen Weltklasse. Ich fühle mich durch den breiteren Schnitt im Vorfußbereich richtig gut, kein Drücken oder unangenehmes Reiben.

Die Füße werden im Sayonara bestens belüftet. So hat Schweiß kaum eine Chance, und es ist auch nach langen schweißtreibenden Läufen keine unangenehme Flüssigkeitsansammlung im Schuh zu spüren gewesen. Die Abrollbewegung fand ich während meiner ganzen Läufe als angenehm und natürlich. Nach meiner Empfindung ist der Laufschuh besonders für das Mittelfußlaufen geeignet. Die Dämpfung verteilt sehr gut die Aufprallkräfte, ohne dabei zu unnatürlich zu wirken. Ich denke, da hat Mizuno einen guten Spagat zwischen Natürlichkeit und unterstützender Dämpfung geschaffen. Die Außensohle wirkt leicht. An dieser Stelle habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt. Bereits nach ca. 200 Kilometern waren optisch erste Abnutzungen zu erkennen. Hier ist schon die Frage erlaubt, wie lange die Außensohle wirklich hält. Ich muss aber sagen, dass ich im Test den Schuh zu keinem Zeitpunkt geschont habe. Und ich glaube für den Einsatz auf groben Laufpisten (groben Schotter) mit vielen Steinen ist der Mizuno Wave Sayonara wirklich nicht die beste Wahl. Da gibt es andere Laufschuhmodelle, die bessere Dienste für dieses Segment liefern.

Mizuno Sayonara

Fazit zum Mizuno Wave Sayonara

Der Wave Sayonara ist ein Laufschuh, der sich der Bewegung des Fußes gut anpasst und genügend Flexibilität bietet. Ich denke, eine gute Wahl für das Laufen auf der Straße und normalen Wegen. Meiner Meinung nach ein optimaler Laufschuh für Läufer, die sich mit dem Körpergewicht im leichten bis mittleren Bereich bewegen. Ich denke, für schwere Läufer ist die Dämpfung zu gering und die Aufprallkräfte könnten zu stark sein. Ansonsten bietet der Mizuno Wave Sayonara eine gute Traktion. Gerade beim Laufen von Kurven habe ich mich immer sicher gefühlt. Wer von Euch läuft selbst den Mizuno Wave Sayonara, und welche Eindrücke habt Ihr gewonnen?

Die Mizuno Wave Sayonara wurden mir als Teilnehmer des Runbirds Programm von Mizuno kostenlos zur Verfügung gestellt. Dennoch hat das Unternehmen keinen Einfluss auf diesen Testbericht. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen in der gesamten Testzeit.

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

15 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Heiko,

    ich habe den Sayonara jetzt auch im Urlaub getestet. Egal ob Tempo Intervalle oder längere Läufe, der Schuh ist perfekt. Ich bin genauso begeistert wie du von ihm.

    VG Kay

  2. Bin den Schuh auch zur Probe selbst gelaufen.
    Bei einem Gewicht von 71 kg habe ich ihn auf Parkwegen und auch auf geterten Wegen testen dürfen.
    Heiko, Deinem Bericht ist nichts hinzuzufügen, er deckt sich mit meinen Erfahrungen.
    Ein sehrt direkter Schuh.

    • Hallo Jürgen,
      schön zu hören das ich wohl mit meinem Test nicht ganz daneben gelegen habe. Ich mag auch das direkte an diesem Laufschuh. Weiterhin viel Spaß beim laufen mit dem Mizuno Wave Sayonara.

  3. Deine Meinung, dass die Dämpfung in Abhängigkeit eines „höheren“ Läufergewichtes „größer“ sein sollte, ist nicht richtig.

  4. Hallo Heiko,
    kann fast alles bestätigen aber: die Lüftung ist m.E. und nach meiner Feststellung alles andere als top, ich habe in keinem anderen Laufschuh in den letzten 40 Jahren geschwitzt, aber ab Km 5 gehts bei diesem los und in Berlin laufe ich aus diesem Grund wohl wieder meine Brooks ST 5.
    Grüße Dieter

    • Hallo Dieter,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Deine Meinung erstaunt mich jetzt. Ich hatte und habe da überhaupt keine Probleme. Habe da bisher auch noch nichts negatives gehört. Was für Laufsocken nutzt Du denn?

      Grüße

      Heiko

      • DRi Fit von ASICS, aber egal welche, auch barfuß…ich schwitze wie sonst nirgendwo in den – muß ich zugeben- super leichten schnellen Schuhen
        Grüße Dieter

        • Da kann ich dann leider auch nicht helfen, weil ich selbst tatsächlich Deine Erfahrung nicht teilen kann. Bisher ohne Probleme und auch kein unangenehmes Schwitzen.

  5. Hallo,

    wie sieht der Laufschuh den jetzt auf der Sohle aus?
    ist der mit 1.000 km durch oder hat isch nur die ersten 200km die Sohle abgenützt?

  6. Hallo Michael,
    die Abnutzung hält sich mittlerweile in Grenzen. Würde ich zum jetzigen Zeitpunkt als ganz normal bezeichnen. Ich denke mittlerweile bin ich mit dem Schuh ca. 800 Kilometer gelaufen. Bin aber mit dem Sayonara auch nicht im schwierigen Gelände unterwegs. Meist nur Asphalt oder mal etwas Waldboden. Steinige Wege vermeide ich aber, ich denke die sind für die Sohle nicht wirklich hilfreich.

    Gruß Heiko

  7. Hallo Heiko,
    ich habe mir den Schuh jetzt auch zugelegt, erstmals ohne vorherigen Test im Laufladen. Im Internet bestellt, angezogen, nach einem ersten komischen Laufgefühl (2 km) bin ich total begeistert. Die gute Lüftung birgt bei dem jetzigen Wetter aber auch den Nachteil, das Feuchtigkeit von aussen schneller in den Schuh kommt. Ansonsten ein top Schuh, den ich nicht mehr missen möchte. Gruß Ralph

    • Habe schon von Leuten gehört die finden die Lüftung beim Sayonara überhaupt nicht so toll. So unterschiedlich können einzelne Empfindungen sein. Ist aber toll wenn der Schuh für Dich die richtige Wahl ist.

  8. Ich mag die leichten Schuhe, am liebsten wenig Sprengung. Deshalb besitze ich 3 Paar vom Saucony Mirage 3, damit laufe ich MT. Seit Sommer ’15 laufe ich bis HM auch den Hitogami 2 und jetzt neu den Sayonara 2. Der ist für MT eingeplant, wird aber erst im Training auf lange Einheiten erprobt. Mein Fazit nach einem 15km Trainingslauf: ein perfekter schneller Schuh, die Passform ist extrem flexibel und unterstützt das Empfinden der Leichtigkeit, meine Größe 42,5 wiegt 240g. Kaum merkbar der Unterschied zum Hitogami 2 mit 223g, der aber noch knackiger am Fuß sitzt und mehr Kontakt zum Boden bietet. Ein Schuh, der Tempo und damit Disziplin fordert und das Laufen auf dem Mittelfuß unterstützt, trotz der rel. hohen Sprengung von 10mm. Mizuno schafft eine hohe Flexibilität im Schnürbereich, damit lässt sich der Schuh sehr gut fixieren ohne zu drücken. Manch anderer Hersteller hat da Probleme und verteilt die Kraft der Schnürung nicht optimal. Achtung bei der Größe: Sayonara und Hitogami fallen groß aus, ich trage sonst 43 bis 43 2/3, beim Syonara nur 42,5 und Hitogami 42 (der muss ordentlich fest sitzen). Sobald ich über 200…300km auf der Uhr habe, denke ich hoffentlich an ein Update.

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