Im Gelände mit dem Puma Faas 300 TR gelaufen

Den Puma Faas 300 TR Laufschuh getestet
Der Laufschuh Puma Faas 300 TR ist ein Produkt einer ganzen Laufschuh-Familie, welche Puma auf den Markt gebracht hat. Durch eine einfache Skalierung ist es beim Kauf eines Schuhs der Puma Faas Family möglich, den Dämpfungsgrad zu bestimmen. Die Skala reicht von 100 bis 1000. Genauere Informationen zur Puma Faas Family hatte ich schon in einem separaten Artikel gegeben. Das TR beim mir vorliegenden Laufschuh signalisiert, dass es sich um einen Schuh handelt, der vor allem für das Gelände und unwegsame Wege geeignet ist, besser bekannt unter Trailrunning.

Faas 300 TrailrunningBeim Kauf von Laufschuhen werden verschiedenste Begriffe verwendet, wie zum Beispiel Dämpfung oder Sprengung. Wichtig ist dabei zu wissen, dass die Sprengung in keinem Zusammenhang mit der Dämpfung steht. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Schuh mit einer starken Dämpfung dennoch 0 mm Sprengung bieten kann. Was ist eigentlich die Sprengung? Das Gefälle der Sohle von der Ferse zum Vorfuß wird als Sprengung bezeichnet. Beim Puma Faas 300 TR bedeutet es, dass die Sohlenkonstruktion im Fersenbereich bei 16 mm und im Vorfuß bei 8 mm liegt. Damit besitzt dieser Laufschuh eine Sprengung von 8 mm.

Puma Faas 300 TR: Der erste Eindruck

Ich muss zugeben, anfangs habe ich die Puma Faas Family eher skeptisch betrachtet. Aber schon im Rahmen des Survival Runs und des damit verbundenen Bloggertreffens mit Puma konnte die eine oder andere Skepsis genommen werden. Aber viel Theorie ist nichts wert, wenn sich ein Laufschuh nicht auf der Laufstrecke bewährt.

Puma Faas 300 TR LaufschuhDer erste Eindruck zeigt den Puma Faas 300 TR als robusten Laufschuh, der sich optisch stark von den meisten anderen Traillaufschuhen abhebt. Eigentlich weist der Schaft auf den ersten Blick keine spezifischen Merkmale auf, die auf einen Trailrunning-Laufschuh hinweisen könnten. Die Außensohlenkonstruktion mit ihren Nocken bringt dann aber die Gewissheit. Das Laufschuhgewicht liegt je nach Schuhgröße bei den Herren-Modellen bei 278 Gramm und für die Frauen bei 234 Gramm. Je nach Dreck und Geländezustand kann sich das Gewicht am Schuh aber schnell um einiges erhöhen. Aber dazu in den weiteren Ausführungen mehr.

Jeder Schuh der Puma Faas Family bietet eine durchgehende Mittelsohle. Vom Hersteller wird der Puma Faas 300 TR dem Segment Trailrunning und Neutrale Laufschuhe (Normalfußläufer) zugeordnet.

Ab ins Gelände

Puma Faas 300 TR die SohleGelaufen bin ich den Puma Faas 300 TR seit Mitte September 2013 in verschiedenen Geländen und unter unterschiedlichen Wetterbedingungen (meist Flachland und kleinere An- und Abstiege), um mir ein umfassendes Bild machen zu können. Positiv beim ersten Fußkontakt mit dem Faas 300 TR aufgefallen ist, dass der Schuh bequem am Fuß sitzt. Das verwendete Obermaterial ist etwas dicker als bei anderen Schuhen, bietet dadurch meines Erachtens mehr Schutz und ein komfortables Gefühl beim Tragen der Schuhe.

Beste Voraussetzungen, um damit meine Laufstrecken zu erkunden. Beim Laufen fällt am Anfang die Robustheit des Faas 300 TR auf, es gibt bestimmt viele Schuhe, die leichter sind. Aber im trockenen Gelände stört dies nicht wirklich, und irgendwo gibt es auch die Sicherheit, dass der Fuß im Gelände gut geschützt ist. Ich konnte mich teilweise bei übermütigen Aktionen erwischen, z.B. Streckenabschnitte, die schwer zugänglich waren, habe ich mit schnellem Tempo genommen. Ein Umknicken hätte dort schlimme Folgen haben können. Aber der Schuh hielt mich durch seine multi-direktionalen Nocken gut auf Kurs, und ich hatte genügend Halt, um mich selbst abfangen zu können.

Der Puma Faas 300 TR seitlich

Unebene und mit vielen Kurven belastete Pfade, welche meine ganze Konzentration benötigten, konnte ich mit dem Schuh gut kontrollieren. Im Vorfußbereich besteht ausreichend Zehenfreiheit, auch wenn der Schuh optisch eng geschnitten ist, und es sicherlich viel breitere Laufschuhe gibt. Aber hier habe ich für mich, der einen breiteren Vorfuß hat, keine Probleme feststellen können. Auf harten Böden und steilen Passagen (im Flachland bedeutet dies 50 bis 150 Meter Höhenunterschied) wirkt sich in meinen Augen die Dämpfung wirklich gut aus. Trotzdem bleibt ein guter Bodenkontakt erhalten. Im typischen Crossgelände mit vielen Pfützen und Pampe hat der Puma Faas 300 TR (oder besser die Nocken der Außensohle) alles an Dreck aufgenommen, was geht. Da hat bei manch einem Streckenabschnitt ein gefühltes ganzes Kilogramm am Fuß oder besser am Schuh geklebt. Dies kann teilweise nervig sein. Aber die gute Nachricht, mit der Zeit fällt der Dreck wieder ab.

Faas 300 TR DetailViele Trailrunning-Schuhe bieten dem Läufer am Schaft  einen extra Schutz vor Stöße mit Steinen und Wurzeln durch verstärkte Kappen im Zehenbereich. Diesen Schutz gibt es beim Puma Faas 300 TR in dieser Form nicht. Insgesamt ist die Oberfläche einfach gehalten, dies soll keinem Fall abwertend gemeint sein. Weiterhin ist Puma mit dem Schuh ein kleines Multitalent für das Gelände gelungen, denn ich denke, Fersenläufer haben hier genauso viel Freude wie Mittel- und Vorfußläufer. Auffällig stützende und führende Elemente wie bei manch einem anderen Laufschuh gibt es bei der gesamten Puma Faas Family nicht.

Der Gesamteindruck des Faas 300 TR

Der Puma Faas 300 TR hinten und vornDer Puma Faas 300 TR Trailrunning-Schuh ist für Geländeläufe im Flachland oder Mittelgebirge ein toller Laufschuh. Im Hochgebirge würde ich diesen Schuh aber nicht empfehlen, weil hier einfach der Schutz fehlt und ich denke, auch die Griffigkeit bei ganz steilen und steinigen Passagen könnte hier nicht optimal sein. Dies habe ich jedenfalls auf kleineren Steinpassagen schon bei meinen Läufen im Flachland bemerkt. Der Faas 300 TR ist ein bequemer Laufschuh, der auch nach einer längeren Laufstrecke und Schwitzen im Herbst und Winter genügend Atmungsaktivität bietet. Bei wärmeren Temperaturen empfinde ich das weiche Oberflächenmaterial als etwas zu dick, und die Regulierung funktioniert es nicht mehr ganz so gut. Die Befürchtung, dass die Oberfläche sich bei Regen mit Wasser vollsaugt, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Es macht wirklich Spaß, schnellere Läufe im Gelände zu absolvieren – Steinen ausweichen, über Baumstümpfe springen, kleinere Abhänge runterzurennen oder über Pfützen donnern. Hier zeigt sich die gute Eigenstabilität des Faas 300 TR. Auf Straßen, gerade wenn diese nass sind, habe/hatte ich immer etwas Sorge, den Halt in Kurven zu verlieren.

Der 300 TR seitlich

Bei der ganzen Dynamik, die der Schuh liefert, enttäuschen mich die Schnürsenkel. Diese empfinde ich zu dünn und starr. Da gefällt mir das Konzept mit den elastischen Schnürsenkeln vom Puma Mobium Laufschuh um einiges besser. Aber dies ist, denke ich, eine persönliche Geschmackssache. Denn wirklich Probleme mit sich lösenden Schnürsenkeln hatte ich bei keinem der Läufe. Reflektoren am Schuh sorgen dafür, dass Ihr bei Dunkelheit eher gesehen werdet. Aber wie hilfreich dies wirklich ist, kann ich jetzt nicht sagen. Ich denke, da sollte man sich noch mehr auf auffällige Laufbekleidung und andere Hilfsmittel verlassen.

Am wohlsten fühle ich mich wirklich mit dem Schuh in trockenem Gelände. Pampe und die Sohle des 300 TR scheinen „besondere Freunde“ zu sein, wie oben geschrieben. Aber ich denke, damit kann man sich gerade bei Trainingsläufen arrangieren. Mit dem 300 TR ist Puma ein ordentlicher Laufschuh gelungen, der Laune macht, wenn es schnell durch den Wald gehen soll. Er lässt dem Fuß genügend Freiheiten und liefert trotzdem Sicherheit und Stabilität. Wenn ich Punkte verteilen müsste, dann wäre es auf einer Skala von 1 (super schlecht) bis 10 (Wahnsinn) eine dicke 7,5.

Der Faas 300 TR von Puma

Der Herren Laufschuh Puma Faas 300 TR wurde mir von Puma zur Verfügung gestellt. Dennoch hat Puma keinen Einfluss auf diesen Testbericht genommen. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen in der gesamten Testzeit.

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

      • Solange die Steine nicht nass sind komme ich damit recht gut zurecht. Möchte mit dem Schuh im Sommer eigentlich in den Alpen einen Ultra laufen – vorausgesetzt ich kaufe mir bis dahin keine anderen 😉

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