Laufstrecken vorgestellt: Der Berliner Süden

Laufstrecken im Berliner Süden vorgestellt

Nachdem ich im September im Dresdner Zschonergrund mit Dresdner Läufern unterwegs war, führte mich mein läuferischer Ausflug am Sonntag, dem 24. November 2013, in den Berliner Süden, um ein weiteres Laufrevier vorzustellen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Andreas vom Startblog F Blog und seinen Lauffreund Andreas V. Danke für die Einladung, den wirklich großartigen und interessanten Lauf und die ausführlichen Gespräche. Freue mich schon jetzt auf Euren Gegenbesuch im Senftenberger Revier. Und an alle anderen Leser: Wenn Ihr Lust habt, dann komme ich auch gern mal zu Euch, um mit Euch gemeinsam Euer Laufrevier zu erkunden. Alles Weitere dazu hier – Laufreviere vorgestellt

Andere nutzen den Sonntag, um lange zu schlafen oder um einfach nichts zu machen. Für mich hieß es morgens um kurz nach 5 Uhr aufstehen und gegen 7 Uhr in die Bahn nach Berlin einsteigen. Erstaunlicherweise verlief die Bahnfahrt von Senftenberg in den Berliner Süden ganz unspektakulär ab. Aber eine kleine Komikerstunde musste trotzdem sein. So bestieg ein junger Mann in Senftenberg, sagen wir mal ziemlich angeschlagen, den Zug. Oder sprechen wir gleich Klartext: Er war total besoffen und konnte kaum noch ein Bein vor das andere setzen. Irgendwie hat er es in den Zug geschafft und tatsächlich noch auf einen Sitz, auf dem er sofort und auf der Stelle in einen tiefen Schlaf fiel. Außer eine Alkoholwolke, die durch den gesamten Zug zog und ich nur vom Geruch schon das Gefühl hatte, einen Kasten Bier geleert zu haben, nahm ich von ihm nichts mehr wahr – bis kurz vor Berlin. Da wurde er auf einmal wach, suchte den Schaffner und fragte, wann der Zug endlich in Senftenberg ist. Viele Fragezeichen umkreisten den Kopf des Zugbegleiters und er versuchte, dem jungen Mann zu erklären, dass er ja in Senftenberg eingestiegen war. Dieser begriff dies jedoch nicht. Er konnte sich partout nicht vorstellen, dass er schon einmal in Senftenberg gewesen sein soll. Leider konnte ich die Story nicht weiter verfolgen, weil ich umsteigen musste. Irgendwann kurz vor 10 Uhr am Vormittag war ich dann im Berliner Süden und wurde netterweise vom Andreas mit dem Auto am Bahnhof abgeholt.

Im Berliner Süden und auf dem Mauerweg

Die beiden Blogger

Andreas Startblog F (re.) und ich (li.)

Wie unter Läufern üblich hatten wir wenig Berührungsängste und plauderten gleich munter über alles, was mit der Lauferei zu tun hatte. Nach dem Umziehen im heimischen Bereich von Andreas ging es gemeinsam mit Laufkumpel Andreas V. auf die Piste. Knapp 21 Kilometer lagen vor uns. Es war ein trüber Tag, eigentlich typisch für den November, und dazu gab es ab und an auch mal einige wenige Regentropfen von oben, was uns aber nicht wirklich störte. Die gesamten zwei Laufstunden plauderten wir über das Training, über Lauferfahrungen und Erlebnisse, so dass nie Langeweile aufkam. Dazu erklärte vor allem Andreas V. einiges Interessantes zur Strecke. Es ging immer mal wieder entlang des Mauerwegs, rein ins Brandenburger Land. Wir machten unsere Witze über den neuen Berliner Flughafen und liefen irgendwie in Richtung Kleinbeeren. Einige Informationen und Fotos zur Strecke erhaltet Ihr auch durch den Laufbericht von Andreas auf seinem Blog.

Auf dem Berliner Mauerweg laufen

Auf dem Berliner Mauerweg laufen.

Als Landei war ich erstaunt, wie viel Natur der Berliner Süden zu bieten hat. Nix Beton, sondern wirklich Wälder, Felder und Wiesen. Asphaltwege, dann wieder Wald- und Feldwege – von allem etwas. Einige Streckenabschnitte entpuppten sich als super Crossstrecken, was ich wirklich gut fand. Insgesamt eine an diesem Tag ruhige Strecke, nur wenige Menschen waren unterwegs. Aber es wurde mir versichert, dass dies nicht immer so ist. Vor allem vor großen Laufevents wird es auch im Berliner Süden voller, und viele Läufer sind unterwegs. Als Kind der DDR übermannt mich immer noch ein eigenartiges Gefühl, wenn ich im ehemaligen Grenzbereich unterwegs bin. Das war auch diesmal so. Wie viele Menschen mussten ihren Wunsch nach Freiheit mit dem Leben bezahlen, und jetzt darf ich dort ohne Probleme und Angst laufen. Schon ein seltsames Gefühl.

Kurz vor dem Schluss in Marienfelde zeigte mir Andreas noch den Alpengipfel. Da ging es tatsächlich einige Meter in die Höhe, und im Normalfall hat man wohl einen guten Blick über das Land bis ins Berliner Zentrum hinein. Davon war heute aber durch das trübe Wetter nicht viel zu sehen. Jedenfalls ein kleiner Hügel, der sich gut für Bergsprints eignet. Und nach mehr als 2 Stunden des Plauderns, Staunens, Fotografierens und des sich Kennenlernens war unsere Runde vorbei.

Es war ein tolles Erlebnis im Berliner Süden und wieder habe ich zwei nette Läufer und deren Laufregion kennen gelernt. Vielen Dank dafür. Wer möchte, darf auch noch das Interview lesen, welches ich vor einiger Zeit mit Andreas geführt habe – Interview mit Startblog F.

Andreas läuft

Andreas V. und Andreas (Startblog F)

Laufstrecken Berliner Süden

Auf der Laufstrecke im Berliner Süden

Matsch in Berlin

Ein klein wenig Cross…

Berlin Baustelle

Eine Straßenbaustelle, die in Richtung Schönefeld gehen soll… Mal schauen, wann die Straße fertig ist.

Berliner Süden Laufstrecken

Wegweiser auf unserer Tour

Im Laufschritt an einem Feld vorbei

Im Laufschritt an einem Feld vorbei

Andreas und Andreas

Andreas V. und Andreas immer noch voller Power

Langer Laufweg

Ein kleiner Teil der Laufstrecke

Gedenken am Berliner Mauerweg

Stele zum Gedenken an einen Mauertoten, ein komisches Gefühl…

Andreas Startblog F

Andreas an der Strecke; wir sind kurz vor dem Tagesziel

Der Alpengipfel in Berlin

Der Alpengipfel im Berliner Süden

Ausblick vom Alpengipfel

Ausblick vom Berliner Alpengipfel

Der Berliner Alpengipfel

Berliner Alpengipfel, hier kann man bestimmt gut und hart trainieren


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Tolle Bilder und ein schöner Bericht! Die Tatsache, dass ich Euch Beide kenne, gibt dem Ganzen noch eine ganz besondere „Nähe“. Bin quasi mit Euch mit gelaufen 😉

    • Hallo Andreas,
      naja, so dolle sind die Fotos nicht, aber man sieht was 🙂
      Ich fand es auch toll bei Euch im Berliner Süden und wir sehen uns dann im Frühjahr bei uns in der Lausitz.

      Gruß Heiko

  2. Das ist ja wirklich mal richtig schön, von einem Ortsfremden zu hören, was bei uns hier um die Ecke eigentlich so schön ist. Trotz des etwas trüben Wetters war es ja eine wirklich schöne Runde. Hat Andreas aber auch gut ausgesucht. Das erinnert mich daran, dass ich auch mal wieder bei der halb fertigen Autobahn vorbeischauen muss. Unser Alpengipfel ist schon eine Wucht. Am Abend kann man dort die Sonne so wunderbar untergehen sehen. Manchmal ziehe ich mich auch genau deshalb zum Laufen an. Wenn man noch etwas Schönes zum Tagesabschluss erleben möchte, dann ist es das Beste, was man hier unten so machen kann. Die Luft wird dort auch immer schön kühl, selbst im Sommer. Irgendwie klarer durch die vielen Wiesen.

    • Hallo Nadin,
      Du konntest ja leider nicht dabei sein. Ich denke jede Region hat so seine Reize, man muss dafür eben nur mit offenen Augen und Ohren durch die Welt rennen. Mal schauen ob es mich irgendwann noch einmal nach Berlin zum Trainingslauf verschlägt 🙂

      Gruß Heiko

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