Ist Krafttraining für Läufer sinnvoll?

Krafttraining für Läufer

Krafttraining für Läufer – heute möchte ich nicht direkt einen eigenen Fachartikel zum Thema schreiben (dieser folgt dann im Zuge der hoffentlich entstehenden Diskussion und des Erfahrungsaustausches), sondern eher eine Diskussion dazu anregen. Am liebsten sind wir Läufer im Laufschritt unterwegs, aber den meisten von uns ist die Notwendigkeit eines gesamtheitlichen Trainings bekannt und bewusst. Die einen können sich mehr und die anderen weniger dazu motivieren und durchringen. Dazu gehören Lauftechnik, Stabilisationstraining, Koordination, alternatives Training wie Schwimmen, Radfahren und das Krafttraining für Läufer. Insgesamt bietet unser Sport viele Facetten, die weiterreichen als das reine Ablaufen von Kilometern. Das gesamtheitliche Lauftraining bietet mehr Abwechslung als man erahnen kann.

In vielen Fachbüchern wird mittlerweile über die Notwendigkeit von Krafttraining für Läufer geschrieben, und viele hilfreiche Trainingsabläufe werden aufgezeigt. Nur wie sieht es tatsächlich in der Praxis aus? Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Krafttraining und Athletik notwendig und hilfreich sind, um Verletzungen vorzubeugen und um sogar die Laufleistung positiv zu beeinflussen. Bei allem Wissen darüber wäre es dennoch mal interessant zu sehen, wie es in der Praxis umgesetzt wird. Wer macht wirklich Krafttraining?

Krafttraining für Läufer

Deshalb würde ich mich freuen, wenn Ihr in den Kommentaren unter diesem Artikel aufzeigt, wie Euer Krafttraining aussieht und ob Ihr überhaupt Sinn in einem gezielten Krafttraining für Läufer seht. Wer möchte, darf diesen Artikel gern als Vorlage für einen eigenen Beitrag auf seinem Blog oder seiner Website nutzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ein reger Erfahrungsaustausch zum Thema entsteht. Sollten verschiedene Erfahrungen und Erkenntnisse hervorgebracht werden, so erkläre ich mich gern bereit, einen zusammenfassenden Beitrag dazu zu verfassen. Ein hilfreicher und ausführlicher Beitrag zum Krafttraining für Läufer wurde schon einmal auf bevegt.de veröffentlicht.

Krafttraining für Läufer und Jogger

An dieser Stelle mal einige Fragen, die ich als aufschlussreich erachte:

  • Seht Ihr überhaupt einen Sinn in einem Krafttraining für Läufer?
  • Hat Euch das Krafttraining in irgendeiner Art geholfen, sei es in Form einer stabileren Körperhaltung, besserer Laufleistung oder weniger Verletzungen?
  • Wie oft führt Ihr das Krafttraining durch, und welchen Platz nimmt dieses in der gesamten Saison ein?
  • Was sind Eure Lieblingsübungen, und was sollte bei der Durchführung unbedingt beachtet werden?
  • Habt Ihr vielleicht den ultimativen Geheimtipp für das Training?
  • Wo führt Ihr Euer Krafttraining durch, im Fitnessstudio, zu Hause, in der Natur?
  • Trainiert Ihr eher mit Gewichten und an Geräten, oder nutzt Ihr das eigene Körpergewicht und die Möglichkeiten, welche uns die Natur zur Verfügung stellt?
  • Was haltet Ihr von Nahrungsergänzungsmitteln im Zusammenhang mit einem Krafftraining?
  • Wie kann das Krafttraining in einen Lauf integriert werden?

Weitere Fragestellungen können gern von Euch formuliert und beantwortet werden.

Ich bin mal gespannt, was Ihr dazu zu sagen habt. Nutzt die Kommentare oder werdet auf Euren Blogs und Webseiten aktiv.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

25 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Heiko,
    ich selbst mache seit einigen Jahren 1-2x wöchentlich Pilates. Ich merke dass diese Stunden meiner Haltung verdammt viel bringen – im „normalen“ Leben aber auch beim Laufen. Wenn ich mir die Bilder von den letzten Kilometern eines Marathons anschauen und mich mit anderen Läufern vergleiche habe ich noch eine relativ gerade Haltung, mein Oberkörper sieht noch relativ stabil aus.
    Ansonsten war ich noch nie ein Krafttrainingsfan – ich mache einen weiten Bogen um Geräte. Seit einigen Monaten trainiere ich mit Kettle-Bells, das macht etwas mehr Spaß, aber ich weiß, dass ich viel mehr für meine Kraft – insbesondere die Beine – machen müsste. Ich bin einfach eine Läuferin 🙂
    Und vielen Dank fürs Verlinken unseres Artikels!
    Viele Grüße, Katrin

    • Hallo Katrin,
      habe doch sehr gern verlinkt.

      Ein stabiler Oberkörper ist wirklich wichtig und es stimmt, gerade auf den letzten Kilometern schwächeln dort viele Sportler. Für mich ist dies auch ein Grund von Rückproblemen bei dem einen oder anderen. Und ehrlich, es gibt sicherlich nicht viele Läufer, die wirkliche Fans vom Krafttraining sind. Für die meisten wird es wohl ein notwendiges Übel bleiben. Aber es gibt einige Möglichkeiten, um beim Krafttraining Spaß und Freude zu haben. Ich finde Übungen in der Natur ganz angenehm, mit dem reinen Krafftraining hat dies aber nicht viel zu tun.

      Mit besten Grüßen

      Heiko

    • Bei mir (26) ist es so, ich habe vor knapp zwei Monaten meine Ernährung umgestellt. Vegetarisch bin ich schon seit 12 Jahren, aber ich esse jetzt auch vermehrt vegan, also rein pflanzlich. Mein Fokus liegt allerdings beim Verzicht auf leere Kohlenhydrate (Weißmehl, Zucker etc.)

      Angefangen habe ich mit Krafttraining, durchschnittlich jeden zweiten Tag, 10-20 min verschiedene Übungen im Intervall.
      Schon nach zwei drei Wochen habe ich mich viel fitter und beweglicher gefühlt, und das mit nem BMI von knapp 40…

      Joggen wirklich schon seit Jahren ein Horror, 100 m und ich war schon fast tot, vor meiner Umstellung.
      Nun ist es so, dass ich jetzt nach zwei Monaten ernährungsumstellung und Krafttraining getestet habe, wie das ist, mit dem joggen. Ich habe tatsächlich geschafft, 20 min ohne Pause durch zu halten! Es war langsames joggen, ja, aber ich habe durchgehalten. Ich kann es mir nur damit erklären, dass mich das Kraftrainig gut darauf vorbereitet hat. Ohne das Krafttraining vorher, hätte ich es vom Körpergefühl nicht geschafft. Ich denke also, dass es für Einsteiger schon Sinn macht, zusätzliches Krafttraining durchzuführen um sich beweglicher und kräftiger fürs Laufen zu machen…. 🙂
      Ich kann also nur für Einsteiger sprechen, aber soweit ich weiß sollte man doch eigentlich immer im Wechsel trainieren, Kraft und Ausdauer?!

      • Hallo Saphira,

        da scheinst Du einiges richtig zu machen. Es stimmt, ein abwechslungsreiches Training ist langfristig der beste Weg um gesund und erfolgreich zu trainieren.

        Mit sportlichen Grüßen

        Heiko

  2. Ich glaube, wenn jemand über längere Zeit verletzungsfrei laufen möchte, ist ein ergänzendes Krafttraining total wichtig. Auch wenn jemand läuft, um abzunehmen, hilft das Krafttraining, bessere Ergebnisse zu erzielen. Und schlussendlich kann man damit seine Leistung steigern – also eigentlich kein Grund nicht zu trainieren 🙂 Aber ich bin ja auch keine reine Läuferin und daher mit meiner Meinung wahrscheinlich vorbelastet. Die liebste Übung sind Liegestützen 🙂
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Hallo Ariana,
      über die Wichtigkeit des Krafttrainings braucht, denke ich, überhaupt nicht diskutiert werden. Genug Beispiele zeigen, dass gerade Stabilisierung und Koordination wirklich hilfreich für Läufer sind. Für reine Läufer ist es dennoch immer wieder eine Überwindung, sich mit Kraft und Athletik zu beschäftigen. Liegestützen sind eine wirklich effektive Übung, die den ganzen Körper beansprucht. Dafür werden keine teuren Geräte oder sonstiges benötigt, und die können immer und überall druchgeführt werden, wenn man selbst diszipliniert ist.

      Mit sportlichen Grüßen

      Heiko

  3. Hallo Heiko,

    erstmal vielen Dank dass du zu unserem Beitrag auf beVegt verlinkt hast! Deine Anregung zu diesem Thema kommt gerade recht, weil ich mich in den nächsten Monaten wieder verstärkt dem Krafttraining widmen möchte. Es ist natürlich auch bei mir genau so wie du es eingangs schreibst: Laufen macht mir einfach mehr Spaß als Krafttraining. Außerdem leide ich an der verbreiteten „Läuferkrankheit“, dass ich Angst um meine Form habe, wenn ich statt einer Laufeinheit eine Krafteinheit einlege… was natürlich völliger Quatsch ist, aber so sind wir eben 😉

    Zu deinen Fragen:

    1. Seht Ihr überhaupt einen Sinn in einem Krafttraining für Läufer?
    –> Ja, auf jeden Fall!

    2. Hat Euch das Krafttraining in irgendeiner Art geholfen, sei es in Form einer stabileren Körperhaltung, besserer Laufleistung oder weniger Verletzungen?
    –> Ich hatte Anfang des Jahres einige Monate lang starke Probleme mit dem Iliotibialband und der Achillessehne. Diese sind erst verschwunden, als ich unter Anleitung eines Physiotherapeuten ein gezieltes Kraftaufbautraining begonnen habe (an Geräten, ich habe damit aus pragmatischen Gründen aufgehört als die Schmerzen weg waren, weil ich keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio wollte).

    3. Wie oft führt Ihr das Krafttraining durch, und welchen Platz nimmt dieses in der gesamten Saison ein?
    –> Ca. 2x pro Woche etwa 30 Minuten Zirkeltraining zuhause. Im Winter etwas häufiger. Das ist zu wenig, es sollte im gesamten Saisonverlauf mehr Platz einnehmen.

    4. Was sind Eure Lieblingsübungen, und was sollte bei der Durchführung unbedingt beachtet werden?
    –> Liegestütz halte ich für sehr effektiv. Seit einigen Monaten verwende ich auch Kettlebells (ich habe ein Einführungsseminar besucht), was wirklich Spaß macht! Zur Durchführung siehe unser Beitrag auf beVegt – ich bin hier allerdings Autodidakt, mehr Ahnung hat definitiv Katrin, die früher Aerobic unterrichtet hat.

    5. Habt Ihr vielleicht den ultimativen Geheimtipp für das Training?
    –> Leider nein 🙂 Bin aber auch daran interessiert 😉

    6. Wo führt Ihr Euer Krafttraining durch, im Fitnessstudio, zu Hause, in der Natur?
    –> Zuhause, Fitnessstudio kommt für mich nicht in Frage (Zeitgründe)

    7. Trainiert Ihr eher mit Gewichten und an Geräten, oder nutzt Ihr das eigene Körpergewicht und die Möglichkeiten, welche uns die Natur zur Verfügung stellt?
    –> Ich halte sehr viel von Übungen mit dem Körpergewicht und kann hier das Buch „Be your own gym“ von Mark Lauren empfehlen (auf deutsch heißt es glaub ich „Fit ohne Geräte“)

    8. Was haltet Ihr von Nahrungsergänzungsmitteln im Zusammenhang mit einem Krafftraining?
    –> nix.

    9. Wie kann das Krafttraining in einen Lauf integriert werden?
    –> Profiliertes Gelände/Steigungen/Treppen! Wobei ein Lauf wohl nie klassisches Krafttraining sein kann – das geht alles in Richtung Kraft-Ausdauer, wenn überhaupt. Ansonsten könnte man sich noch den klassischen Trimm-Dich-Pfad vorstellen, Liegestütz und Klimmzüge an Geländern etc. einbauen. Das habe ich aber selbst bisher noch nicht gemacht.

    Ich bin gespannt auf weitere Diskussionsbeiträge!

    Sportliche Grüße, Daniel

    • Hallo Daniel,

      habe doch sehr gern zu Eurem Blog verlinkt. Und vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen und hilfreichen Kommentar. Läuferkrankheit trifft es wohl. Ich denke, dass nicht wenige wirklich Angst haben, wenn sie mal 2-3 Tage nicht gelaufen sind, dass sie gleich das Laufen „verlernen“. Kommt mir irgendwie bekannt vor 🙂

      Das Thema Krafftraining ist auf Laufen total noch nicht abgeschlossen, und ich werde noch den einen oder anderen Artikel dazu schreiben und sicherlich einige Übungen und Möglichkeiten vorstellen.

      Läuferische Grüße

      Heiko

  4. Ich versuche, mindestens 1x in der Woche Krafttraining zu machen, im Winter auch häufiger. Ich mache das, seit ich intensiv laufe, und war seitdem nicht verletzt und bin kontinuierlich schneller geworden. Ob das Kausalität oder Korrelation ist – keine Ahnung, aber ich glaube an den Zusammenhang. Ich mache hauptsächlich Ganzkörperübungen im Studio mit Langhantel – Kniebeugen, Overheadpress, Bankdrücken, Rudern und Deadlifts. Ich habe den Eindruck, dass ich damit den ganzen Körper schnell und effizient trainiere.

    • Hallo Thomas,
      ich denke, da besteht bestimmt ein Zusammenhang und gerade in der allgemeinen Vorbereitung auf eine Saison macht es Sinn, vermehrt an der Stabilität und Koordination zu arbeiten. Und wer gern ins Studio geht, ist mit Deinen genannten Übungen gut versorgt. Aber es gibt dazu sicherlich einige Alternativen, die in der Natur oder in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden können. Kniebeugen sind überall möglich und in verschiedenen Varianten oder Liegestützen statt Bankdrücken geht auch. Pumper werden da aber sicherlich was anderes sagen.

      Gruß Heiko

  5. Krafttraining ist meiner Meinung nach für Läufer genauso wichtig wie Stabilisations- und Ausdauertraining. Einige Monate, nachdem ich ernsthaft anfing zu laufen, begann ich auch mit dem Krafttraining. Dazu gehe ich ganzjährig zweimal die Woche ins Fitnessstudio, wo ich ein Ganzkörpertraining vorwiegend mit Geräten/Gewichten absolviere. In der Offseason nimmt das Krafttraining etwas mehr Zeit in Anspruch, da mein Lauf- und Rennradpensum etwas abnimmt und ich gezielt an Problembereichen arbeiten kann, was in der Wettkampfsaison nicht so einfach möglich ist.

    Zufälligerweise hab ich gerade gestern in meinem Blog einen Artikel über kniefreundliches Krafttraining geschrieben, da ich finde, dass gezieltes Bein-Krafttraining für Läufer mit beispielsweise einem Knorpelschaden hinter der Kniescheibe besonders wichtig ist. Meinen Knorpelschaden „verdanke“ ich übrigens einseitigem Training ohne Ausgleichssport, Kraft- oder Stabilisationstraining: Ich war jung und dachte, das brauche ich nicht.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Andrea

    • Hallo Andrea,
      vielen Dank für Deinen Kommentar, dem gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Egal, ob Studio oder in der Natur, das Krafttraining kann uns Läufern helfen, und ich bin auch der Meinung, es kann uns schneller machen. Aber darüber gibt es ja immer wieder unterschiedliche Lehrmeinungen. Was heute als der Königsweg hingestellt wird, wird morgen von irgendwelchen Wissenschaftlern widerlegt. Ich denke, unser sportliches Training beruht auch auf eigenen Erfahrungen und dem Probieren. Dazu gehört es eben auch mal, den einen oder anderen Fehler zu machen.

      Beste Grüße aus der Lausitz

      Heiko

  6. Ich gehe eigentlich einmal pro Woche ins Fitneßstudio um dort unter anderem Krafttraining an Geräten zu machen. Bin mir schon sicher, dass das hilft. Also Kraftübungen sind für Läufer definitiv sinnvoll!

    • Hallo Manu,
      ob Fitnessstudio oder nicht, die eine oder andere kräftigende Übung kann nicht schaden. Für mich ist immer wieder interessant, wie in Fitnessstudios trainiert wird. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die wenigsten wirklich effektiv bei der Sache sind. Ein Studio ist eben auch ein Ort, an dem man sich trifft und mit anderen plaudern kann, da wird das Training manchmal zur Nebensache. Oder welche Empfindung hast Du?

  7. Vernünftiges Krafttraining ist unverzichtbar. Wobei ich der Meinung bin, daß leistungsorientierte Läufer nicht nur leichte Kräftigungsübungen, sondern richtiges Krafttraining durchführen sollte, wie es jeder Spitzensportler ganz selbstverständlich in seinem Trainingsplan hat.

    Ich führe zu Hause Kniebeugen und Kreuzheben mit der Langhantel durch, in meinen Augen die beiden Königsdisziplinen für Läufer.

    Und nein – davon bekommt man keine dicken Beine.

    • Hallo Hendrik,
      es ist manchmal schon abenteurlich, was Spitzenathleten für ein Pensum durchziehen. Da gibt es Läufer und Triathleten, die können Gewichte stemmen, da werde ich blass. Und trotzdem haben sie keine Muskelberge. Und die Angst vor dicker Muskulatur in Läuferkreisen ist in den meisten Fällen unbegründet.

      Gruß Heiko

  8. Dass ich kein Krafttraining, vor allem über den Sommer hin gemacht habe, hat mich u.a. meinen ersten Marathon gekostet, da meine Knie ohne Krafttraining zum Problem werden (Kniescheibe und Bänder sind sehr flexibel, wenn die Muskulatur aussen rum nicht stablisiert, kann es zur Überreizung führen …).

    Seht Ihr überhaupt einen Sinn in einem Krafttraining für Läufer?

    – Da sowohl mein Orthopäde, meine Therapeutin und mein Hausarzt das sagen, sehe ich durchaus Sinn darin 😉

    Hat Euch das Krafttraining in irgendeiner Art geholfen, sei es in Form einer stabileren Körperhaltung, besserer Laufleistung oder weniger Verletzungen?

    – siehe oben

    Wie oft führt Ihr das Krafttraining durch, und welchen Platz nimmt dieses in der gesamten Saison ein?

    – Ziel wird es sein in der Saison 1 bis 2x Fitness Studio und einmal Zirkeltraining

    Was sind Eure Lieblingsübungen, und was sollte bei der Durchführung unbedingt beachtet werden?

    – zuhause mache ich vor allem Stabilitätsübungen, das geht super morgens und abends beim Zähneputzen 😉 (leicht in die Beuge, den Oberkörper gerade und Bein nach aussen)

    Habt Ihr vielleicht den ultimativen Geheimtipp für das Training?

    – ganz klarer Geheimtip … hier ist der Schweinehund noch schlimmer, als beim normalen laufen, immer vor Augen halten, dass es hilft und wichtig ist

    Wo führt Ihr Euer Krafttraining durch, im Fitnessstudio, zu Hause, in der Natur?

    – Stabilität zuhause, ansonsten Fitnessstudio

    Trainiert Ihr eher mit Gewichten und an Geräten, oder nutzt Ihr das eigene Körpergewicht und die Möglichkeiten, welche uns die Natur zur Verfügung stellt?

    – Geräte

    Was haltet Ihr von Nahrungsergänzungsmitteln im Zusammenhang mit einem Krafftraining?

    – Abstand 😉

    Wie kann das Krafttraining in einen Lauf integriert werden?

    – leider wohne ich nicht in Hamburg, aber auf der Aussenalsterrunde gibt es Hilfmittel für Kniebeugen, Liegestütz, etc.

    Viele Grüße,
    Mathias

    • Hallo Matze,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Krafttraining ist jetzt aber sicherlich auch kein Allheilmittel. Es kann trotz Krafttraining zu der einen oder anderen Verletzung kommen. Denn es gibt viele Faktoren, die da eine Rolle spielen können. Zu viele gelaufene Kilometer, zu wenig Ruhephasen, Vorerkrankungen usw. Aber das Krafttraining kann helfen, viele Urachen zu beheben und das Risiko zu minimieren.

      Sportliche Grüße

      Heiko

  9. Ich bin davon überzeugt, dass sowohl Ganzkörper-Krafttraining als auch die dazugehörigen Dehnungsübungen mir geholfen haben,
    1.) meine Körper-Haltung zu verbessern
    2.) meine Verletzungsanfälligkeit zu verringern (hatte 1 Jahr lang mit Fersensporn zu kämpfen)
    3.) mich schneller zu machen (insbesondere Stärkung der Beinmuskulatur).

    Der Muskelaufbau mag zwar weniger förderlich sein, wenn man Bestzeiten im Laufen jagt – jedoch sehe ich den gesundheitlichen Aspekt im Mittelpunkt.

    • Hallo Andreas,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Schön zu sehen, dass das Krafttraining bei Dir wirkt. Also scheinst Du da einiges richtig zu machen. Und der gesundheitliche Aspekt sollte beim Sport nie aus den Augen verloren werden. Zum Thema Dehnung wird es immer verschiedene Meinungen geben. Wem es gut tut, der sollte es auf alle Fälle machen.

      Gruß Heiko

  10. Krafttraining gehört meiner Meinung nach zu jedem Sport (sei es Laufen, Radfahren, etc.) dazu. Es hilft nicht nur dabei Muskeln aufzubauen, sondern auch die Kraftausdauer zu erhöhen.

    Ich persönlich gehe 1x wöchentlich ins Fitnessstudio um mit Geräten meine Kraft zu trainieren. Dabei trainiere ich aber nicht nur die Beine (Beinpresse, Ausfallschritte,…), sondern den gesamten Rumpfbereich um meinem Körper mehr Stabilität geben soll.

    • Hallo Julia,
      gerade der Rumpfbereich wird gern mal vernachlässigt. Ein Bereich, der sehr wichtig für uns Läufer ist. Eine stabilere Rumpfmuskulatur kann uns vor Verletzungen schützen und sogar schneller machen. Dazu noch regelmäßge Übungen aus dem Lauf ABC und Steigerungsläufe, und es wird ein erstes Fundament für bessere Laufleistungen gelegt.

      Gruß aus der Lausitz

      Heiko

  11. Hallo, leider hab ich den Artikel erst gerade gelesen – daher die späte Antwort.
    Kurz zu meiner Person: Ich trainiere schon seit Jahren im Fitnessstudio und laufe erst seit ca. 6 Monaten. Daher komme ich wohl ehr „von der anderen Seite“. Im Fitnessstudio mache ich meist einige Kraftübungen für die Beinmuskulatur (viel Gewicht, wenig Wiederholungen) und den sog. Milon-Kraft-Ausdauer-Zirkel. Dabei trainiert man gezielt die 6 größten Muskelgruppen und das ganze wird mit 4 x 4 Minuten Ausdauertraining kombiniert. Die Pausen zwischen den Übungen betragen immer 30 Sekunden – also viel Zeit hat man nicht und der Puls ist für Krafttraining immer hoch (ca. 150). Man kann im Fitnessstudio durchaus auch effektiv trainieren.
    Seit ich mit dem Laufen angefangen habe, habe ich echt einen riesen Schritt im Krafttraining gemacht. Ob sich das Krafttraining aber positiv auf das Laufen auswirkt kann ich so nicht direkt sagen. Allerdings war ich sehr gut aufgestellt bei meinen letzten beiden Läufen (war beide Male unter den ersten 3 % der Frauen), womit ich echt zufrieden war – hatte ja zu dieser Zeit gerademal 2 bzw. 3 Monate trainiert.
    Daher denke ich, dass sich Krafttraining und Laufen sehr gut ergänzt. Dass sich das Laufen positiv auf das Krafttraining auswirkt habe ich direkt gemerkt (und anhand größerer Gewicht auch gemessen). Andersherum habe ich zumindest das Gefühl, dass das Krafttraining auch das Laufen begünstigt (sonst wäre ich ja nicht so gut aufgestellt gewesen). Und vielleicht noch ein Punkt zum Schluss: Selbst wenn ich an einem Tag ein sehr intensives Lauftraining hatte kann ich am nächsten Tag problemlos Krafttraining machen – und umgekehrt. Es ist eben doch eine ganz andere Art der Belastung und das Training kommt sich praktisch nicht „in die Quere“.

    Grüße,
    Charlotte

    • Hallo Charlotte,

      vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Ich denke beide Seiten können davon profitieren so wie Du aus eigener Erfahrung schreibst. Hoffe Du findest noch andere interessante Artikel, auf Laufen total, für Dich.

      Mit sportlichen Grüßen

      Heiko

  12. Hallo Lauffreunde.
    Mich beschäftigt als Marathonläufer das Thema Krafttraining schon seit mehreren Jahren. Jahrelang besuchte ich 1-2 mal wöchentlich ein Fitnessstudio und absolvierte dort mein Krafttraining mit dem Schwerpunkt „Rumpftstabilisierung“. Doch leider kam es nie zum erwarteten Erfolg! Immer wieder führte die Kombination Laufen/ Krafttraining zu massiven Muskelverspannungen, die ich auch trotz Osteopath und zahlreichen Dehnübungen nicht in den Griff bekam. Sogar an ein Ende meines Laufsports hatte ich schon oft gedacht.
    Nun aber begann ich vor mehreren Wochen meinen Rumpf mit simplen Stabilitätsübungen ohne Handeln und Geräte zu stärken. Und siehe da, es wurde schon viel besser. Die Verspannungen sind fast verschwunden, obwohl ich jetzt im Moment bis zu sechs mal in der Woche mein Marathon Training absolviere!
    Ich denke mal, dass ein zu intensives Krafttraining in Kombination mit Laufen eine zu große Belastungen für den Rücken darstellt. Es muss jeder selber ausprobieren, aber ich denke, damit bin ich und andere Läufer auf dem richtigen Weg.
    Mit sportlichem Gruß,
    Harry Busch
    SC Altenrheine

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