Ein langes Wochenende beim Amsterdam Marathon 2013 – Teil 2

Heiko Wache beim Amsterdam Marathon

Nachdem sich die Hinreise nach Amsterdam, vor allem die Fahrt mit der Bahn in Deutschland, als abenteuerlich erwies, konnte jetzt das Runbird Wochenende mit Mizuno starten. Unser Domizil für die nächsten Tage war das Fashion Hotel in Amsterdam. In dem Hotel waren Mitarbeiter von Mizuno, viele Spitzenathleten, die am Marathon teilnahmen, und wir europäischen Runbirds untergebracht. Auf der Hinreise lernte ich Julia (die für Achim Achilles tätig ist) kennen, Phil traf ich in Berlin auf dem Flughafen (den kannte ich schon vom Tegernsee) und Sebastian stieß in Amsterdam am Flughafen zu unserer kleinen Gruppe dazu (Sebastian habe ich über Facebook kennengelernt).

Fashion Hotel Amsterdam Zimmer

Mein Zimmer, mein Bett…

Nach einer netten Begrüßung durch Mizuno Mitarbeiter und unseren deutschen Ansprechpartner Bernd sowie der Zuweisung unserer Hotelzimmer konnte endlich das Wochenende richtig starten. Das Fashion Hotel Amsterdam hat auf mich ein ganz gemütlichen Eindruck gemacht, kein übertriebenes Design und dennoch schick. Aber hier gehen die Geschmäcker auseinander. Das Zimmer ließ keine Wünsche offen, und unsere kleine Gruppe verabredete sich gleich zu einem Bad im Schwimmbecken des Hotels. Dort lernten wir uns weiter näher kennen und unterhielten uns natürlich – wie kann es anders sein – über das Laufen, über Laufschuhe und über Mizuno. Dazu wurde schon spekuliert, was die nächsten Tage für uns bereit halten könnten. Die Zeit verging, und gegen 20 Uhr stand dann in der Skybar Lounge im Obergeschoss des Hotels der erste Programmpunkt an: Begrüßungsabend.

Begrüßungsabend am Freitag

In netter Atmosphäre über Amsterdam verbrachten wir den ersten Abend. Die meisten Runbirds und die Verantwortlichen von Mizuno waren anwesend. Es wurde in vielen kleinen Etappen gegessen, mehr oder weniger getrunken und viel geplaudert. In der gesamten Skybar waren die Runbirds aus Deutschland, Russland, Italien, England und Spanien (?) verteilt. Es kam zum ersten Kennenlernen unter den Teilnehmern und Mitarbeitern von Mizuno. Die Gespräche drehten sich wie so oft um das Laufen, warum man dabei ist in Amsterdam und die üblichen Läufergeschichten. Interessante Gespräch konnte ich vor allem mit Julia und Sebastian über das Lauftraining führen. Ein Thema, über welches viel und sehr lange diskutiert werden kann. Andere Thematiken wurden natürlich nicht vergessen und bei dem ein oder anderen wurde es weit nach Mitternacht. Wie sagt man so schön: Die vorletzte Nacht vor einem Marathon oder Laufwettkampf ist die wichtigste. Ich glaube, für die meisten Teilnehmer begann Freitagnacht das Abenteuer des akuten Schlafmangels.

Im Hotelzimmer wieder angekommen fand sich auf meinem Bett ein Mizuno Rucksack mit dem neuen Mizuno Wave Rider 17 Laufschuh, einer Laufhose, Laufsocken, Handschuhe, einer Laufjacke und einem langärmeligen Laufshirt. Vielen Dank auf diesem Weg noch einmal dafür. Der erste Eindruck war sehr vielversprechend. Und es ist zu merken, dass Mizuno langsam mehr Kraft in die Entwicklung von Laufbekleidung steckt. In den nächsten Wochen erhaltet Ihr hier auf Laufen total dann einen ausführlichen Testbericht zu den einzelnen Produkten. Irgendwann nach 3 Uhr am Morgen war dann Ruhe, und es ging in einen knappen „Sekundenschlaf“.

Vor der Präsentation

Vor der Mizuno Präsentation

Offizielle Begrüßung und Mizuno Präsentation

Verantwortliche von Mizuno

Die Verantwortlichen von Mizuno kurz vor der Präsentation.

Mizuno Produktpräsentation

Die Produktpräsentation von Mizuno

Nach einer wirklich kurzen Nacht, die mich als Wenigschläfer jetzt aber nicht wirklich gestört hat, ging es mit einem ausgiebigen und abwechslungsreichen Frühstück in den Samstag. Um 9:30 Uhr wurden wir dann im Rahmen der Mizuno Präsentation offiziell kurz und knapp begrüßt. Danach startete die Präsentation. Zuerst gab es Informationen über die lange Geschichte von Mizuno. Immerhin wurde das Unternehmen schon 1906 gegründet. Es wurden einzelne erfolgreiche Mizuno Sportler der letzten Jahrzehnte kurz erwähnt. Bekannt sind darunter vor allem Carl Lewis oder Ayrton Senna. Mizuno ist als Sportartikelhersteller in vielen sportlichen Bereichen tätig. Dazu gehören neben dem Laufen Sportarten wie Golf, Fußball, Volleyball, Handball, Fußball und Tischtennis.

Mizuno Laufschuhe betrachtet

Mizuno Laufschuhe werden während der Präsentation betrachtet

Im Anschluss gab es die Präsentation der Laufschuhmodelle von Mizuno für den Winter/Frühjahr 2014. Über die Art und Weise dieser Produktpräsentationen kann man bestimmt geteilter Meinung sein. Natürlich steht ein Unternehmen hinter seinem Produkt und zeigt die jeweiligen Vorteile auf. Letztendlich geht es um den Verkauf und das Bekanntmachen. Aber ich fand die gesamte Laufschuhpräsentation kurzweilig und das eine oder andere Schuhmodell weckte schon mein größeres Interesse. Der Mizuno Wave Rider 17 wird leichter sein als seine Vorgänger und nach dem ersten Tragen kann ich dies bestätigen. Weiterhin vorgestellt wurde der Mizuno Wave Paradox, der Wave Inspire 10, der Sayonara (ein Schuh, der scheinbar bei einigen Läufern sehr gut ankommt) und der Wave Hitogami. Zu der gesamten Präsentation wird es noch einen gesonderten Beitrag geben.

Mizuno Wave Inspire 10 Präsentation

Die Präsentation des Mizuno Wave Inspire 10.

Danach gab es noch eine kleinere Vorführung von Mizuno Laufbekleidung in Form einer kleinen Modenschau. Ich denke, gerade die Laufbekleidung für den Sommer zeichnet sich durch Leichtigkeit und eine gute Atmungsaktivität aus. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass ich durch das feine Material immer mehr den Eindruck habe, dass die Bekleidung verschleißanfälliger wird. Meine Laufshirts zu früheren Tagen konnte ich viel, viel länger tragen als in der heutigen Zeit. Die Shirts waren robuster und dafür nicht ganz so leicht. Ich glaube, da sollten die Hersteller genau schauen, wo die Entwicklung hinführt. Natürlich wollen sie verkaufen, ist auch legitim, aber ich würde mich an einem Laufshirt gern länger als eine Laufsaison erfreuen.

Mit Koech und Burla

Welten!!! Wie klein und zierlich doch die Lauf-Weltelite ist. Bernard Kiprop Koech (li)und Serena Burla (re).

Zum Schluss der Präsentation gab es noch einen besonderes Erlebnis. Denn es wurden Bernard Kiprop Koech (Kenia) und Serena Burla (USA) vorgestellt und interviewt. Koech wollte auf Sieg beim Amsterdam Marathon 2013 laufen, dazu aber dann im dritten Teil des Berichtes mehr. Serena Burla hat eine persönliche Marathonzeit von 2:28:01 h im Gepäck. Bernad Kiprop Koech gehört zu den ganz, ganz schnellen Läufern. Beim Dubai Marathon lief er 2013 beachtliche 2:04:53 h, seine Halbmarathon-Bestzeit liegt bei unvorstellbaren 58:41 min., die er 2013 in San Diego lief.

Bernard Kiprop Koech in Amsterdam

Bernard Kiprop Koech aus Kenia.

Im Jahr 2010 war dieser herausragende Sportler bei einem Leichtathletik Meeting hier in der Lausitz, genauer in Cottbus auf der Bahn aktiv. Dort belegte er mit damaliger persönlicher Bestzeit den neunten Platz über 1500 Meter in 3:44,33 min. Ich versuchte die Atmosphäre aufzusaugen und hoffte insgeheim, etwas von der Schnelligkeit dieser Ausnahme-Athleten abzubekommen, aber dieser Versuch wird wohl ohne Erfolg bleiben. Spaß beiseite und weiter im Programm. Danach wurden Fotos gemacht, geplaudert, und es gab einen mittäglichen Imbiss, bevor es mit dem Shuttlebus vom Fashion Hotel in Richtung Marathon Messe ging.

Die Marathon Messe in Amsterdam

Vor der Marathon-Messe in Amsterdam

Vor der Marathon-Messe in Amsterdam

Den ersten Teil des Nachmittags verbrachten wir auf der Marathon Messe, holten dort unsere Startunterlagen für den Sonntag ab. Die einen wollten 8 Kilometer laufen, andere den Halbmarathon und einige wenige den Marathon. Die Marathon Messe wurde in einer Halle neben dem Olympiastadion von Amsterdam abgehalten. So langsam packte mich die Atmosphäre, und es kam wirkliche Lauffreude für den Sonntag auf. Überall fröhliche und erwartungshungrige Menschen. Die Messe an sich war jetzt nicht wirklich was besonderes, viele Stände und Laufprodukte, die vorgestellt und verkauft wurden. An der einen oder anderen Präsentationswand konnte ein Erinnerungsfoto gemacht werden.

Die Marathonmesse in Amsterdam 2013

Die Marathon-Messe vor dem Amsterdam Marathon 2013

Erfreulicherweise konnte das Olympiastadion von Amsterdam betreten werden. Das Stadion ist keine riesige Arena, hat aber seinen eigenen Charme und besitzt vor allem noch eine Laufbahn. Denn sind wir mal ehrlich, die Stadien mit Laufbahn werden immer weniger. Wir konnten schon einen Eindruck gewinnen, was uns am Sonntag im Stadion erwarten wird. Unsere Runbird Truppe nutzte im Stadion die Gelegenheit zu weiteren Gesprächen, und dann ging es schon wieder per Bus ins Hotel, um schnell die Klamotten in die Ecke zu hauen, Laufsachen anzuziehen und wieder am Bus zu erscheinen.

Vor dem Amsterdam-Marathon

Nur noch ein Tag bis zum Marathon. Das Olympia Stadion in Amsterdam

Mizuno City Tour Run oder einfach nur Sightrunning durch Amsterdam

Nach der Messe konnten wir endlich ein kleines Stückchen laufen. Diesmal wurden wir in die Innenstadt von Amsterdam zu einem City-Run oder besser Sightrunning gefahren. In mehreren Gruppen ging es dann mit Laufguides auf eine Distanz von 6 Kilometern. Gern hätte ich davon Fotos präsentiert, aber die Kamera ruhte im Hotelzimmer. Ich habe sie schlicht und einfach in der Hektik vergessen. Ich gebe zu, ich bin schon von Natur aus kein großer Freund von riesigen Menschenansammlungen, aber die City von Amsterdam war geknüppelt voll mit Menschen. Schon am Anfang stellte ich mir die Frage, wie wir bitte hier laufen sollen. Und so wurde es dann eher ein Stop and Go. Viel Gehen, wenig Laufen.

Fahrräder in Amsterdam

Viele Fahrräder in Amsterdam

Mizuno hat nichts dem Zufall überlassen, und so war dieser Programmpunkt gut durchorganisiert. Zum Start bekam jeder Teilnehmer der Tour ein Stirnband mit dem Amsterdam Marathon Logo. Ehrlich, das sah schon richtig Gaga aus und war hunderprozentig 80er-Jahre-Style. Leute, ich habe mir dieses Teil nicht auf den Kopf gestülpt. Bei allem Selbstbewusstsein, das war mir optisch eine Nummer zu hart. Die Tour führte an wichtigen Gebäuden in der City von Amsterdam und zahlreichen Grachten vorbei. Ich gebe zu, nach knapp 500 Metern hätte ich mich gnadenlos verlaufen. Dazu war es notwendig, absolut aufmerksam durch die Gegend zu laufen. Denn überall lauerten Gefahren, und ich sah mich gefühlte 300 mal im Krankenhaus. Radfahrer, wohin das Auge blickte, von vorn, von der Seite, von hinten. Hammer, wie die das überleben. Also, das war schon echt beeindruckend – Amsterdam, die Stadt der Fahrräder. Wenn man sich die ganzen Menschenmassen wegdenkt, dann besitzt Amsterdam mit seinen typischen Häusern, vielen Gassen und Grachten einen eigenen Charme, der sicherlich schnell in Faszination übergehen kann.

Gerade die große Anzahl an Fließen und Brücken hatte es mir angetan. Dennoch würde ich hier nicht freiwillig mein Lauftraining durchführen. Aber so hatten wir die einmalige Chance, hautnah Amsterdam zu erleben. Unsere Laufguides führten uns in verschiedene Gegenden. Dazu gehörte auch das Durchlaufen des Rotlichtbezirkes; überall stellten sich Damen zur Auswahl. Für mich als Kleinstadtmenschen war das schon befremdlich. Dazu die eine oder andere finstere Gestalt. Und die Düfte in einigen Gassen ließen mir echt Flügel wachsen. Ich nenne es einfach mal passives Kiffen.

Zum Schluss der knapp einen Stunde Amsterdam im Laufschritt gab es einen kleinen Imbiss, einen kurzen Dank an unsere netten Guides, und schon ging es wieder mit dem Bus ins Hotel, um dort nur schnell unter die Dusche zu springen und wieder in den Bus zu steigen zum letzten Programmpunkt des Tages.

Abendveranstaltung: Durch die Grachten von Amsterdam
Amsterdam auf dem Wasser erleben

Dinner auf dem Wasser

Mizuno hat sich präsentiert, und ich für meinen Teil erhielt wirklich einen guten Einblick in die Arbeit des Unternehmens. Wir konnten Marathonatmosphäre auf der Marathonmesse aufsaugen, wir haben die City von Amsterdam am späten Nachmittag erlebt. Nun gab es am Abend eine Fahrt auf den Grachten von Amsterdam mit Dinner. Vom Wasser aus hatten wir etwas mehr als 2 Stunden Zeit, uns das abendliche Amsterdam zu betrachten. Ich denke, so eine Fahrt lohnt sich bestimmt mal am Tage, denn so erhält man noch mehr Eindrücke von dieser Stadt. In gemütlicher Runde unterhielten wir uns, und so verging schon mal eine halbe Stunde nur zum Thema Lauftechnik. Abends irgendwann nach 22 Uhr ging es dann mit der gesamten Truppe von knapp 40-50 Leuten im Bus wieder zurück zum Hotel. Denn jetzt galt es, sich auf den Lauf für den nächsten Tag vorzubereiten.

Wer Teil 1 vom Amsterdam Marathon noch nicht kennt, schaut hier – Amsterdam Marathon Teil 1. Den dritten Teil zum Amsterdam Marathon und Runbird Wochenende sehr Ihr hier.

Die Einladung zum Amsterdam Marathon, die Übernachtungen und das gesamte Wochenende erhielt ich als Teilnehmer des Runbirds Programms von Mizuno, vielen Dank dafür. Dennoch hat Mizuno keinen Einfluss auf diesen Artikel genommen. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen des gesamten Wochenendes.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Zum Start bekam jeder Teilnehmer der Tour ein Stirnband mit dem Amsterdam Marathon Logo.“ – WO sind da die Bilder? Wenn schon nicht von dir, dann doch wenigstens von Phil!

    Ansonsten: Schon stark, was Mizuno da alles organisiert hat. Besonders lustig finde ich die erste Kennenlern-Runde im Schwimmbecken.

    • Hallo Hannes,
      diese Bilder wären Körperverletzung gewesen, deshalb lieber keine Fotos 🙂

      Die Kennenlern-Runde haben nur wir vier Leutchen abgehalten, also es war nichts offizielles. Ansonsten hat Mizuno tatsächlich eine ganze Menge aufgefahren und es konnte zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen 🙂

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