BMW Laufsport Blogger Camp – Teil 4: Erlebnisbericht zum Samstag, 15.6.2013

Laufen beim BMW Laufsport Camp
Nach einer kurzen Nacht und dennoch mit viel Energie begann der Samstag, ein ereignisreicher Tag stand vor uns. Die technischen Schwierigkeiten im Hotelzimmer vom Vortag waren überwunden, und ich war Meister in der Bedienung der einzelnen Schalter. Nach einer erfrischenden Dusche wollte ich mir vor dem Frühstück noch schnell den Tegernsee anschauen.  Beim verlassen des Hotels sah ich eine kleine Person mit Kamera. Dreimal könnt Ihr raten, wer da schon wieder am Werkeln war, natürlich der Eddy. Alles musste irgendwie auf die Kamera, egal, was es war.
Ablaufplan für Samstag, den 15.06.2013

  • 8:00 bis 9:30 Uhr Frühstück
  • 10:00 bis 12:00 Uhr Trainings-Session mit Jan Fitschen und Ingalena Heuck
  • 12:00 bis 13:00 Uhr Duschen/Umziehen/Freizeit
  • 13:00 bis 14:30 Uhr Lunch
  • 14:30 bis 16:30 Uhr ActiveE Ausfahrt
  • 16:30 bis 18:00 Uhr 2. Trainings-Session mit Jan Fitschen und Ingalena Heuck
  • 18:00 bis 19:00 Uhr Duschen/Umziehen/Freizeit
  • 19:00 bis 23:00 Uhr Koch-Event mit Laufsport-Botschaftern

BMW Laufsport Blogger Camp – Der Spaß beginnt am Frühstückstisch

Optisch ist der Tegernsee eine Augenweide. Klares Wasser und ringsum Berge, ein tolles Panorama zum Erholen und natürlich zum Laufen. Nach den ersten Eindrücken ging es zum Frühstück, welches absolut keine Wünsche offen ließ. So stelle ich mir fünf Sterne vor; ein Traum, was da alles aufgefahren war. Beste Verpflegung für Sportler, die einiges vor sich hatten. Beim Frühstück lernte unsere Truppe dann auch endlich Jan Fitschen kennen. Und gleich von Anfang an bestanden keine Berührungsängste. Ein lockerer Umgang, wie er in den meisten Fällen unter Läufern üblich ist. Auch wenn jemand bekannter ist, muss er nicht über allen anderen schweben, und das macht Jan in meinen Augen auch so sympathisch. Nach ausgiebigem und sehr fröhlichem Frühstück ging es irgendwann endlich zum ersten sportlichen Teil des Tages. Jetzt sollte es ernst werden. Werden uns Ingalena und Jan in Grund und Boden rennen?

Laufen am Vormittag

Lauftraining am Tegernsee
Irgendwann nach 10 Uhr bewegte sich die gesamte Truppe bei bestem Wetter am Tegernsee entlang. Einlaufen wurde dies genannt. Ich denke, der ein oder andere war bei dem Lauftempo dennoch schon leicht an der eigenen Grenze. Aber es ist auch schwierig, bei einer großen Gruppe das richtige Tempo zu finden. Auf einer Wiese gab es dann Lauftechnik und Lauf ABC unter Anleitung von Ingalena Heuck. Mit viel Begeisterung brachte sie ihr Wissen rüber und erklärte einzelne Übungen. Hier merkte man schnell, wer oft solche Sachen in sein Training integriert und wer nicht. Den Spaß ließ sich die Truppe dabei jedoch nicht nehmen.
Training mit Ingalena Heuck

Wir bildeten einen Kreis, machten dort einige Lockerungsübungen und absolvierten dann das Lauf ABC. Ingalena merkte man die Sportwissenschaftlerin an und manchmal schaute sogar der Jan etwas ungläubig. Aber Training bedeutet eben auch verschiedenste Ansätze. Ich vertrete die Meinung, dass es die Mischung macht, denn ein neues Wundermittel ist Koordinationstraining und Lauftechnik auch nicht. Für einen effektiveren Laufstil macht das Training auf alle Fälle Sinn. Wie weit es aber ausgedehnt werden muss, sollte jeder für sich entscheiden und seine Erfahrungen sammeln. Je nach Trainingsphase setze ich dieses Training selbst 2 bis 3 mal pro Woche um. Dazu gehören das Lauf ABC, Steigerungsläufe, aber auch kleine Experimente am Berg oder im schwierigen Gelände.

Gute Erfahrungen habe ich, da ich selbst Leute trainiere, bei Laufeinsteigern mit dieser Art von Training gemacht. Schon nach wenigen Trainingseinheiten merkt man oft eine größere Dynamik im Laufstil. Dazu mögen viele Leute aber auch die Abwechslung. Ist ja nicht jeder so behämmert, wie ich es oft bin und möchte stundenlang nur laufen.

Danach lief die gesamte Truppe noch gemeinsam ein Stück, bevor wir uns dann in zwei Gruppen teilten. Die etwas flottere Truppe lief mit Jan Fitschen und die andere Gruppe mit Ingalena Heuck. Die Runde mit Jan wurde locker abgespult und hat allen sichtlich Freude gemacht. Ich glaube, die Freude wäre uns aber vergangen, wenn Jan ernst gemacht hätte. Ich glaube, für ihn war es ein lockerer Regenerationslauf oder so. Von der Strecke her war es ganz leicht kupiert, und die Sonne meinte es besonders gut. Nach dem Lauf glänzte das eine oder andere Gesicht mit etwas mehr Röte. Vor unserem Hotel trafen wir wieder mit der anderen Laufgruppe zusammen, um noch einige Steigerungsläufe abzuspulen. Jan und Ingalena waren so nett, schauten sich unsere Stile an und gaben einzelne Tipps dazu.

Das mein Kniehub nicht der Beste ist, war jetzt keine Verwunderung. Bin halt Langstreckenläufer und kein Sprinter. Aber Spaß beiseite, es geht aber auch anders, wenn ich will. Nur für lange Strecken ist meines Erachtens ein kraftsparender Laufstil wichtiger, ich nenne ihn auch Ultraschlappschritt. War trotzdem mal spannend zu sehen, wie die anderen Laufstile so aussahen. Insgesamt fand ich die Qualität nicht übel, hier wurde meines Erachtens auf hohem Niveau gefachsimpelt und nach Verbesserungen geschaut. Aber der Gewinn weniger Sekunden durch eine bessere Verteilung der Kraft kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Genial fand ich, dass es nach dem Training vor dem Hotel tatsächlich für uns eiskalte Getränke gab und Handtücher zum Abtrocknen des doch schon in strömen fließenden Schweißes. Den Service hätte ich sehr gern auch hier zuhause nach jeder Trainingseinheit. Das nenne ich mal brauchbaren Luxus. Aber wir schienen schon wieder leicht der Zeit hinterherzurennen. Nach dem Duschen trafen wir uns alle zum Essen, um die Energiespeicher wieder zu füllen und den ersten Teil des Tages Revue passieren zu lassen.

Um einen Einblick in das Training zu erhalten, möchte ich Euch das Video vom Eddy nicht vorenthalten. Ich denke, danach sollte alles klar sein. Hast Du wirklich gut gemacht Eddy.

Mittagspause und ActiveE spazieren fahren

Für mich als Vegetarier standen als Hauptspeise Nudeln mit Tomatensauce auf dem Programm. Gut, in dem Hotel hieß das alles etwas anders und erschien nicht von diesem Stern. Aber komische Namen verkaufen sich halt besser in diesem Preissegment. Aber es lecker geschmeckt und war ausreichend. Der Daumen geht hier klar nach oben. Überhaupt möchte ich klar erwähnen, dass das Hotel Überfahrt wirklich ein tolles Ambiente hat, auch wenn man eventuell zwischen den Zeilen immer mal einen kritischen Ton von mir liest. Wer mal das volle Programm der Verwöhnung möchte, ist in dem Hotel sicherlich gut aufgehoben. Aber ich hatte eben den Eindruck, dass wir Läufer nicht wirklich zum restlichen Publikum des Hotels Überfahrt gepasst haben. Es ist natürlich mal spannend, so ein Hotel zu erleben und dessen Vorzüge zu genießen.
BMW ActiveE fahren

Danach hieß es, mit dem Auto zu fahren und den ActiveE von BMW kennen zu  lernen. Das Auto wird bei Marathonveranstaltungen und Stadtläufen, die BMW unterstützt, als Führungsfahrzeug eingesetzt. Endlich durfte ich mir mal so ein Gefährt aus der Nähe anschauen. Das Elektrofahrzeug ist sehr leise, was im normalen Straßenverkehr sicherlich auch zum Problem werden könnte, denn eigentlich gehen wir bei einem Auto immer von einem gewissen Geräuschpegel aus. Die Idee von emissionsfreien Fahrzeugen finde ich wirklich gut. Wie sich dies auf Dauer in die Praxis umsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Für kurze Strecken könnte der ActiveE bestimmt schon gute Dienste leisten. Mit dem ActiveE wird bei BMW in einem Feldversuch die Alltagstauglichkeit elektrischer Fahrzeuge getestet. Ich bin gespannt, wohin der Weg führt und was da in nächster Zeit noch nachkommt.

Nach den Testfahrten ging es ohne größere Pause zur nächsten Trainingseinheit. Diesmal stand Stabilisationstraining auf dem Programm.
Laufblogger mit BMW

Koordination und Stabitraining am Nachmittag

Läufer sind in der Regel ziemlich faul und bequem, wenn es um Kraft-und Stabilisationstraining geht. Oft kommt diese Trainingsform sogar erst zum Einsatz, wenn erste Verletzungen zu beklagen waren. Auf einer Wiese hinter dem Hotel wurde ein kleiner Übungskreis aufgebaut. Ingalena und Jan zeigten uns einige Übungen und erklärten diese. Vieles war mir bekannt, andere Dinge aber auch neu. Das Motto ist, immer wieder neue Reize setzen. Den Unterarmstütz kennt jeder, aber in der abgewandelten Form auf dem Pezziball ist er wohl den wenigsten bekannt. Es ist gerade am Anfang schwer, die Balance und Koordination zu halten. Dadurch werden auch andere Muskelgruppen angesprochen. Eines von vielen Beispielen. Auch hier war die gesamte Bloggertruppe mit vollem Einsatz dabei, denn die Wichtigkeit des Trainings sollte wirklich jedem klar sein und wurde von beiden Laufbotschaftern immer wieder betont.

Zum Schluss der Trainingseinheit durften wir dann den stellv. Chefredakteur der bekannten Laufzeitschrift Runners World begrüßen. Martin wurde von David (BMW) zur Abendveranstaltung eingeladen, diese begann kurz nach der letzten Trainingseinheit des Tages. Also nur schnell unter die Dusche und ab zum Kochen.
Stabitraining mit Ingalena Heuck

Kochen mit Ingalena Heuck und Jan Fitschen

Ein besonderer Leckerbissen des Tages sollte das Kochevent am Abend werden. Ingalena Heuck und Jan Fitschen sollten uns in einer Außenküche des Hotels bekochen. Martin Grüning moderierte die Veranstaltung und stellte immer wieder sehr interessante Fragen. Diese waren nicht einfach mal mit einem Ja oder Nein zu beantworten. Schnell waren auch hier die unterschiedlichen Meinungen von Ingalena und Jan zu erkennen. Ich denke, eine Frage könnten wir uns alle stellen. Wie wichtig ist die Ernährung für uns Sportler? Meine Meinung dazu: Sie ist wichtig, wird aber manchmal doch überbewertet. Und wer schon viele Jahre dabei ist, hat schon einige Trends erlebt. Früher hieß es, sich mit Nudeln vollfressen, jetzt sind Nudeln auf einmal nicht mehr gut. Ich für meinen Teil denke einfach, dass eine abwechslungsreiche Ernährung nicht die schlechteste Wahl sein wird. Wenn jemand auf Dauer auf irgendwas verzichtet, wird dies in der Regel langfristig nicht gut gehen. Gern könnt Ihr mir da andere Beispiele liefern.

Uns Laufbloggern wurden die beiden Rezepte vorgestellt. Jan wollte das kenianische Wunderfutter Ugali kochen. Die kenianischen Läufer schwören darauf, die Europäer betrachten es mit viel Skepsis. Ingalena machte ein feines Süppchen als Vorspeise, Fisch als Hauptspeise und dazu eine Nachspeise. Gemeinsam haben wir geschnippelt, zerteilt und viel diskutiert. Während der Schneiderei des Spargels bekam ich von einer Köchin des Hotels die Information, dass die Messer sehr scharf wären. Vielen Dank dafür, nur es war 2 Zehntelsekunden zu spät, denn ein Finger von mir hatte in diesem Augenblick schon einmal die Schärfe der Klinge getestet. Aber alles nicht so schlimm, die Fingerkuppe blieb dran.
Laufsportler kochen
Das Event am Abend war ein Erlebnis, gerade weil auch viel über das Laufen und die einzelnen Ansätze gesprochen wurde. Gern hätte ich hier noch viel mehr mit Martin Grüning gesprochen, denn es gab viel Interessantes über unseren Sport zu berichten und zu erfahren. Auch hätte mich interessiert, wie er als Journalist zum Bloggen steht. Denn sind wir mal ehrlich: Es gibt tatsächlich Journalisten, die sehen Blogger als Konkurrenz. Kann ich oft nicht wirklich nachvollziehen.

Nun zum Essen. Im Vorfeld gab es ja abenteuerliches zu Ugali zu berichten. Kein Geschmack und überhaupt, wie kann man sowas überhaupt essen? Auch wenn ich für etwas ungläubige Blicke gesorgt habe, mir hat das Zeug ganz gut geschmeckt. Deshalb werde ich als Läufer sicherlich nicht schneller, aber es ist mal was anderes als das übliche Futter. Ugali besteht eigentlich nur aus Maismehl und Wasser. In unserem Fall wurde noch etwas mit Milch und Salz nachgeholfen. Dazu wurde ein Grünkohl ähnliches Gemüse gereicht, leider weiß ich den Namen dazu nicht mehr. Lustig fand ich, dass Jan Fitschen das Zeug vorher noch nie gekocht hatte. Dafür ist es wirklich gut geworden. Ein Schock für die Hotelmitarbeiter war sicherlich der Umstand, dass wir das Essen mit den Händen gegessen haben, genauso, wie es die afrikanischen Wunderläufer machen.
Jan Fitschen und Ingalena Heuck kochen
Ingalena ließ es dann richtig nach Essen aussehen. Leider kann ich Euch die Namen der einzelnen Speisen nicht mehr nennen. Es wurden frische Zutaten verwendet, was der Ingalena, die auch sonst sehr auf eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung setzt, wichtig war. Die Spargelcremesuppe war wirklich schmackhaft als Vorspeise. Auf die Hauptspeise habe ich als Vegetarier verzichtet, ich denke aber, dass es alles sehr gut geschmeckt hat. Jedenfalls blieb nichts übrig. Und danach gab es noch eine tolle Nachspeise aus Erdbeeren und Rhabarber. Ich denke, beide haben ihre Sache wirklich gut gemacht. Wobei Jan eher der klassische Kerl ist, Hauptsache irgendwas.

Am späteren Abend war das Kochevent beendet, und ein ereignisreicher Tag fand sein Ende, schon wartete am Sonntag wieder die Rückreise auf uns. Dazu aber dann am morgigen Tag etwas mehr.

(Für alle Fotos, die in diesem Artikel verwendet wurden, besitzt BMW die Fotorechte. Vielen Dank, dass ich die Fotos verwenden darf im Zusammenhang mit dem Bericht.)

Die Einladung zum Blogger Camp erhielt ich von BMW. Dennoch hat das Unternehmen keinen Einfluss auf diesen Artikel genommen. Dieser beinhaltet meine Erfahrungen und Empfindungen vom gesamten Wochenende.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

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