Im Laufschritt zur Arbeitsstelle für einen guten Zweck

Laufpirat am Teich vorbei
Läufer sind schon manchmal seltsame Gestalten, immer wieder treiben sie verrückte Ideen und neue Herausforderungen vorwärts. Es kann beispielsweise passieren, dass im Auto auf dem 60 Km langen Arbeitsweg eine Idee zum Vorschein kommt, die unbedingt umgesetzt werden muss. So dachte sich der Lausitzer Laufpirat Harald Skopi: Warum nicht mal auf die Arbeitsstelle namens Global Foundries in Dresden laufen? Und schon wurde die Idee in die Tat umgesetzt, geplant, trainiert und organisiert.

Am 16. September 2014 war es dann soweit. Das Lauftraining war Geschichte, die Strecke geplant, und es konnte von Nardt bei Hoyerswerda nach Dresden gelaufen werden. Mit dieser Einzelaktion wollte Harald etwas bewegen, denn sein Lauf wurde als Benefizlauf für krebskranke Kinder und Jugendliche durchgeführt. Die daraus resultierende Spende wird den Sonnenstrahl e.V. in Dresden unterstützen. Global Foundries spendete für jeden gelaufenen Kilometer, den der Laufpirat zurückgelegt hat, ein bestimmten Betrag. Begeistert von der Laufaktion bot ich dem Lausitzer Laufpiraten an, ihn am Anfang einige Kilometer mit dem Rad zu begleiten.

Der Lauf beginnt

Unsere Wohnorte liegen nur knapp 22 Kilometer voneinander entfernt. Für Harald ging es in seinem Heimatort Nardt um 5 Uhr in der Früh im Laufschritt los, bewaffnet mit einem Laufrucksack und einer Stirnlampe, und auch sonst leuchtete er wie ein kleiner Tannenbaum. Treffen wollten wir uns in Schwarzkollm, für Harald war dies so Kilometer 6 oder 7.

Laufpirat in der Dunkelheit

Für mich ging es gegen 4:40 Uhr in Senftenberg mit dem Rad los; am Senftenberger See war um diese Zeit natürlich noch kein Mensch unterwegs. Knapp 20 Kilometer musste ich fahren, um nach Schwarzkollm zu kommen, und es hat riesigen Spaß gemacht, durch die Dunkelheit zu radeln. In Schwarzkollm angekommen warteten einsam zwei Personen an einem Auto. Es handelte sich hierbei um die Frau des Laufpiraten und einen Kumpel, die als Helfer mit dem Auto verschiedene Punkte anfuhren, um die Versorgung abzusichern. Und es fehlte da wirklich an nichts; von Kartoffeln, Kuchen bis hin zu Bier und sauren Gurken war alles dabei.

Nach einer kurzen Wartezeit kam der Held des Tages um 5:40 Uhr im Laufschritt durch den dunklen Morgen, und wir konnten den nächsten Teil gemeinsam angehen. Harald eisern im Laufschritt und ich auf dem Fahrrad. Die nächsten Kilometer führten uns über kleine Feld- und Waldwege und kleinere Straßen. Mein Plan sah vor, das ich Harald bis Schwepnitz begleite.

Schon kurz nach Schwarzkollm erwachte langsam der Tag, und es wurde heller. Auf den Wiesen und Feldern schauten uns die Kühe interessiert an. Hunde auf einem abgelegenen Gehöft jagten uns einen riesigen Schrecken ein. Sehen sie bestimmt auch nicht so oft, einen Läufer und Radfahrer gemeinsam um diese Uhrzeit. Schnell hatten wir beide ein Gesprächsthema gefunden. Es ging natürlich wieder um die Lauferei, aber auch um den Anlass für diesen privaten Ultralauf. Ein familiärer Hintergrund und die daraus resultierenden Erfahrungen sind unter anderem der Grund, warum der Laufpirat diese Tour zu Gunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher ins Leben gerufen hat.

Über Leippe-Torno ging es nach Wiednitz, Grüngräbchen und Schwepnitz – ein Strecke von 20 Kilometern. Nicht super viel angesichts der Gesamtstrecke von 65 Kilometern. Aber mir war es wichtig, ein kleinen Teil der Strecke zu unterstützen. Es sah schon beeindruckend aus, als die Sonne den Tag endgültig zum Leben erweckte und dazu ein Läufer einsam seine Mission in Richtung Dresden durchführte.

Laufpirat Sonnenaufgang

Wie ein Uhrrad spulte Harald seinen Lauf ab. Kein Jammern, keine Erschöpfung und fest das Ziel im Visier. Die Wald- und Feldwege liefen/radelten sich wirklich gut, weil eben auch noch niemand unterwegs war. Auf befahrenen Straßen war es nicht ganz so fein, aber es gab kein Zurück. Irgendwann gegen 8:30 Uhr erreichten wir gemeinsam Schwepnitz, wo ich mich verabschiedete und Harald noch viel Glück und Erfolg auf seinem weiteren Weg wünschte. Für mich war es nun an der Zeit, wieder in Richtung Heimat zu radeln. Ab jetzt war der Pirat wieder alleine mit seinen beiden Helfern. Diese sind für solche Aktionen wirklich wichtige Personen, die auf der einen Seite regelmäßige Verpflegungspunkte bieten und bei jedem Halt auch eine Freude sind. Weiterhin ist es für den Läufer eine gute Sache, weil eine weitere Etappe abgehakt werden kann. Dazu stellen die Helfer eine Motivation dar, vor allem wenn es mal schwierig wird.

Laufpirat im Wald

In Schwepnitz sah der Laufpirat wirklich noch gut aus, und ich war mir sicher, er wird die Mission erfolgreich beenden. Und gegen Nachmittag kam dann die Nachricht rein, Harald ist gesund und erfolgreich im Ziel angekommen. 65 Kilometer waren nach 7:35 h geschafft. Mein tiefster Respekt dafür, und ich freue mich riesig, ein ganz kleiner Teil davon gewesen zu sein.

Laufen total und Lausitzer Laufpirat
Laufpirat in Richtung Schwepnitz
Lausitzer Laufpirat Tour
Verpflegung
Laufpirat in Schwepnitz
Laufpirat am Teich entlang
Laufpirat schneller als der Traktor
An der Strecke


Mit individueller Online-Trainingsbetreuung zum Ziel

Online-Trainingsplanung

Diese Ziele können wir gemeinsam angehen:

  • Gewichtsreduzierung/Abnehmen
  • Verbesserung der körperlichen Fitness
  • Besseres Körpergefühl gewinnen und das eigene Wohlbefinden stärken
  • eigene Ausdauerfähigkeit erhöhen
  • Laufziele erreichen, sei es eine bestimmte Laufstrecke erstmals erfolgreich zu finishen oder eine neue Bestzeit zu laufen

Informiere Dich jetzt zur Online-Trainingsbetreuung von Laufen total >>>>>>>>>>


Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar