Mein kleiner Bericht vom Lausitzer Seenland 100


Vom 07. bis 09. Juli 2017 fand die mittlerweile 12. Auflage des „Lausitzer Seenland 100“ statt. In verschieden Lauf-, Rad- und Skate- Wettbewerben konnten sich Sportler aus nah und fern austoben. Das Wetter meinte es mit uns Sportlern sehr gut und der Sommer zeigte sich von der ganz warmen Seite, was vor allem für die Marathonläufer am Freitag sicherlich nicht ganz so angenehm war. Dafür bietet das Lausitzer Seenland mit den vielen künstlichen Seen und dem sehr gut ausgebauten Radwegenetz beste Voraussetzungen für so ein Event.

Die Veranstaltung „Lausitzer Seenland 100“ ist in den letzten Jahren viel von Ort zu Ort gewandert. Früher war der Hauptveranstaltungsort Geierswalde, dann später Kleinkoschen, danach Senftenberg und jetzt Großräschen. Aus Teilnehmersicht kann ich nur sagen, bitte in Großräschen bleiben, denn es hat alles gepasst. Wenn Du mehr zum Event, den angebotenen Strecken und den Ergebnissen erfahren möchtest, schaue bitte auf der Website der Veranstaltung nach –http://www.seenland100.de. Ich für meinen Teil werde mich in meinem heutigen Beitrag mit meinem Erlebten beschäftigen und davon berichten.

Lausitzer Seenland 100, am Freitag wurde gelaufen

Am Freitag ging es in Großräschen los. Um 17 Uhr wurde das Event mit dem Marathonlauf und dem Run & Bike-Marathon gestartet. Und ich muss sagen, das war sicherlich kein Kindergeburtstag bei der Wärme – denn Schatten suchten die Teilnehmer auf der Strecke vergeblich. Dennoch gingen 56 Sportler an den Start und 54 davon finishten den gesamten Marathon. Als ich am Ort des Geschehens eintraf, waren die Marathonis schon gut eine Stunde auf der Strecke. Positiv fiel mir sofort das sehr liebevoll gestaltete Start-und Zielareal auf. Dazu die guten Ausschilderungen, welche den Sportlern klar zeigten, wo was zu finden ist. So bin ich schnell zu meinen Startunterlagen gekommen.

Nun werden sich viele fragen, was ist so besonders an Großräschen in Verbindung mit dem Lausitzer Seenland 100. Hier kann der Teilnehmer live den Wandel einer Region miterleben. Früher war Großräschen wie eben ein Großteil der Region vom Braunkohleabbau und den dazugehörigen Kraftwerken gekennzeichnet. Diese Zeit ist in Großräschen vorbei, hier entsteht jetzt ein neuer künstlicher See. Die Veranstaltung fand genau am Hafen von Großräschen statt. In der Ferne ist der entstehende Großräschener See schon zu erkennen, nur bis zum Hafen hat es das Wasser noch nicht geschafft. Und so können die Teilnehmer des Lausitzer Seenland 100 von Jahr zu Jahr die Entwicklung des Sees miterleben, bis irgendwann die Flutung abgeschlossen ist.

Pünktlich um 19 Uhr gingen wir 10 km Läufer gemeinsam mit den Halbmarathon-Läufern auf die Strecke. Die Wendepunktstrecke führte uns auf einem Asphaltweg in Richtung Sedlitz und zum Kanaltunnel, welcher den entstehenden Großräschener See und den Sedlitzer See verbindet. Für mich war von Anfang an klar, es wird ein gemütlicher und ganz kontrollierter Trainingslauf. Das angepeilte Tempo von 5:10 min/km lief ich dann auch ziemlich konsequent durch. Angesichts der starken Hitze habe ich mich kurz vor dem Start mit Wasser abgekühlt und konnte so die Strecke angenehm laufen. Auf den 10 Kilometern befanden sich vier Verpflegungspunkte – was sicherlich gerade für Laufeinsteiger und bei den Temperaturen Sinn gemacht hat.

Auf dem Radweg lief es sich sehr gut, auch wenn sicherlich Asphalt nicht für jeden Sportler so angenehm ist. In der Ferne konnten wir Läufer gut den entstehenden Großräschener See betrachten und wer ganz weit schaute, sah sogar erste Ausläufer des Oberlausitzer Berglandes in der Ferne.

Die Zeit auf den ersten 4-Kilometern verging ziemlich schnell. Das lag einfach auch daran, dass ich trotz meines sehr ruhigen und kontrollierten Laufes erste Sportler überholte. Ich denke, viele haben die Temperaturen und eben auch die eigene Leistungsfähigkeit überschätzt. Ich kann immer wieder nur sagen, beginnt langsam und kontrolliert und Ihr habt mehr vom Lauf. Kurz vor der 5 km Wende gab es bei einigen Teilnehmern leichte Verwirrungen, der Weg war nicht gut ausgeschildert. Ich denke, hier könnte im nächsten Jahr noch deutlicher signalisiert werden, wo es lang geht. Nach der 5 km Wende ging es einen kleinen Anstieg hoch und zurück nach Großräschen.

Auf der zweiten Hälfte machte die Sonne noch einmal richtig Ernst und sorgte bei uns Teilnehmern für eine gesunde Gesichtsfarbe, von braun bis rot war alles dabei. Ich hoffe die Aussage ist jetzt politisch korrekt. Ich meinen ausdrücklich die Gesichtsfarbe. Ich für meinen Teil verließ auf den letzten 3 Kilometer meinen 5:10 min/km Bereich und ging auf 5:00 min hoch. Und so war dann nach etwas mehr als 51 min das Ziel erreicht und es gab wirklich schöne Medaillen für die Teilnehmer.

Damit war kurz vor 20 Uhr mein erster Teil des Lausitzer Seenlands 100 beendet und die Freude auf den Samstag war schon riesig. Denn da sollte es dann mit dem Rennrad auf die 110 km Radstrecke gehen.

Lausitzer Seenland 100, am Samstag mit dem Rennrad durchs Seenland

Nach einer kurzen und dennoch erholsamen Nacht ging es am Samstag in der Früh wieder von Cottbus nach Großräschen, diesmal mit dem Rennrad im Gepäck. Und ich kann Euch sagen, ich hatte richtig Bock auf die Tour. Und diese Lust teilten noch viele andere Radverrückte. Immerhin waren 125 Personen für die 201 km Tour gemeldet und 64 Personen für die 150 km Tour. Beide Touren gingen um 7 Uhr und um 8 Uhr auf die Strecke. Für mich ging es dann um 9 Uhr los. Wir 110 km Fahrer gingen gemeinsam mit den 70 km, 40 km und 21 km Radlern auf die Strecke. Also laut Voranmeldungen waren es gleich einmal 425 Radsportler, die auf einem schmalen Radweg in Richtung Sedlitzer See auf die Strecke gingen.

Nach einem Einfahren auf den ersten Kilometern fand ich nach knapp 6 km eine gute größere Gruppe, mit der dann ein gutes Rollen möglich war. Entlang des Sedlitzer Sees in Richtung Lieske verging die Zeit ziemlich schnell, danach ging es in Richtung Kleinkoschen weiter. Hier zeigte sich auf einem größeren Abschnitt die ganze Pracht des Sedlitzer Sees. Was aber einen Nachteil mit sich brachte, wir bekamen den Wind frontal von vorn. Unsere Gruppe wurde dadurch langsamer, so dass ich mit einigen anderen Sportlern die Gruppe verließ und eine etwas schnellere Truppe eröffnete. Diese funktionierte bis Kleinkoschen ganz gut, hier gab es bei einigen Teilnehmern kurze Orientierungsschwierigkeiten, so dass ich an die Spitze ging. Immerhin ist dieses Revier meine ehemalige Heimat und da kenne ich mich aus. Mittlerweile ging es am Geierswalder See entlang in Richtung Geierswalde und Tätschwitz. Für mehere Kilometer durfte ich das Tempo machen und stand im Wind. Leider hat ein wirkliches Wechselspielchen an der Spitze nicht funktioniert. Und ehe wir uns versahen, war der erste Verpflegungspunkt in Tätschwitz erreicht. Kurz Getränke gefasst und gleich mit einer neuen Gruppe nach Großkoschen, jetzt wurde es richtig schnell und das Tacho zeigt ab und an weit über 40 km/h. Danach ging es durch den Wald nach Hosena, ab hier wechselte ich mich mit einem anderen Sportler in der Führungarbeit gut ab und wir brachten uns gemeinsam nach Peickwitz.

In Peickwitz gab es Live-Musik und ganz viel zu essen. Aber nach etwas mehr als 40 Kilometern brauchte ich persönlich nur Wasser und dann durfte es schon weitergehen. Zwischen Biehlen und Schwarzheide wurde es einsam. Alleine gegen die Wind, dennoch fuhr es sich weg und in Schwarzheide konnte ich mich wieder einer Gruppe anschließen. Leider funktionierte diese nicht so gut und es kam sogar zu einem Fahrersturz. Es war alles eher unruhig. Als nächsten Ort fuhren wir in Schipkau ein und was soll ich Euch sagen – auch der Verpflegungspunkt war der Hammer – Kuchen, Soljanka, Stullen, unterschiedlichste Getränke, Musik und ein Ansager und super Stimmung. Sehr nette Helfer, einfach geil. Es gab nicht wenige Stimmen, die sagten, nach der Tour sind wir dicker als vorher. Es gab sogar Eis – dreimal könnt Ihr raten, wo ich da zu finden war. Eis mit Kirschen und Vanillesoße – genial. Danach trennten sich die Strecken, für die 70 km Fahrer ging es direkt nach Großräschen. Für die 200, 150 und 110 hieß es noch eine 40 km Runde zu fahren, um danach noch einmal diesen tollen Verpflegungspunkt anzusteuern.

Leider habe ich in Schipkau eine größere Gruppe verpasst, so dass ich mich erstmal alleine auf den Weg machen musste. Der Wind war schon sehr gemein und teilweise hatte ich das Gefühl zu stehen. So kam dann in Richtung Lauchhammer auch eine kleine Tiefphase, da hatte ich einfach keine Lust mehr. Nur Wind und nochmal Wind. Aber jammern gilt nicht, Arschbacken zusammen, an die nächste Gruppe ran und Feuer frei. Und nach einigen Schlucken aus der Trinkflasche und vielen Kilometern lief es wieder von alleine und ich fand mich an der Spitze einer kleineren Gruppe, später dann im Mittelfeld einer riesigen Truppe. Und so ging es mit 40 Sachen durch Annahütte, Klettwitz und zurück nach Schipkau.

Hier war es mittlerweile richtig voll und stimmungsvoll und bis zum Ziel waren es noch knapp 15 – 20 km. Also noch schnell eine Käsestulle verdrückt und dann mit einer kleinen Gruppe mit Vollgas in Richtung Freienhufen und Großräschen. Die reine Fahrzeit lag zum Schluss weit unter 3:30 h, was für die 110 km wohl nicht ganz schlecht ist. Danach gab es die zweite Medaille für dieses Wochenende und ich wurde mein Grinsen den ganzen Samstag nicht mehr los.

Ein Fazit ist schnell verfasst. Das Lausitzer Seenland 100 ist eine wirklich empfehlenswerte Veranstaltung und das Highlight sind für mich ganz klar die Radstrecken. Ich bin mir sicher, hier wird es in den nächsten Jahren noch einen Teilnehmerzuwachs geben. Danke an das ganze Organisations- und Helferteam.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

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