Nikolauslauf in Senftenberg

Nikolauslauf in Senftenberg 2013

Zum nunmehr 14. Mal fand der Nikolauslauf am Senftenberger See am 7. Dezember 2013 statt. Tage vor dem Lauf hielt das Sturmtief Xavier die Menschen auf Trab, und die Presse freute sich wieder über die eine oder andere Sensationsmeldung. Ganz so stark blies der Wind kurz vor dem Start am Stadthafen in Senftenberg nicht mehr, aber es reichte immer noch aus, um das Läuferfeld zu fordern, gerade auf der Strecke um den gesamten See. Wie in jedem Jahr haben sich wieder zahlreiche Laufbegeisterte in Senftenberg eingefunden, um 6,6 Kilometer oder 17,4 Kilometer zu laufen. Erstmalig in den ganzen Jahren wurden die kurze und die lange Laufstrecke gemeinsam an einem Standort gestartet.

In diesem Jahr gab es mehrere Neuerungen beim Nikolauslauf. Zum einen wurden die Läufer der kurzen Strecke nicht mehr mit dem Bus zum Startort ins Urlaubgsgebiet nach Großkoschen gebracht. Zum anderen wurde erstmalig zuerst über Niemtsch und nicht über Buchwalde/Großkoschen gelaufen. Und es wurde am fertigen Senftenberger Stadthafen gestartet. Im Jahr 2012 fand zwar dort auch schon der Start statt, aber da handelte es sich noch um eine Baustelle. Damit erlebte der Stadthafen Senftenberg in diesem Jahr schon seine dritte Laufveranstaltung. Im Juli wurde dort das Lausitzer Seenland 100 durchgeführt, im September gab es den Firmenlauf und jetzt den Nikolauslauf.

Bericht vom Nikolauslauf 2013 um den Senftenberger See

Punkt 10 Uhr ging es los. 71 Läufer machten sich auf den Weg, um eine ganze Runde um den Senftenberger See zu bewältigen. 61 Läuferinnen und Läufer nahmen die 6,6 Kilometer unter die Laufschuhe. Die ersten 3 Kilometer bewältigten alle gemeinsam. Für einige Sportler ging es noch um wichtige Punkte in der Lausitz Laufserie, andere ließen es eher ruhiger angehen. Ich zählte zur zweiten Gattung. Mein Ziel war es locker, 5 Minuten pro Kilometer zu laufen und die gesamte Veranstaltung als ruhigen Trainingslauf anzusehen. Leider hatte ich meine Fotokamera vergessen, so dass ich Euch leider keine Bilder präsentieren kann.

Einige wenige gingen als Weihnachtsmann oder Nikolaus an den Start, und es wurden auch einige rote Mützen gesichtet. Auch ich hatte eine aufgesetzt. Gleich nach dem Start zog sich das Feld auseinander. Da ich mich ganz hinten aufgestellt hatte, ging es auf den ersten Kilometer erstmal langsam nach vorn. Es wurde Läufer für Läufer überholt und der eine oder andere noch begrüßt. Dann ein Blick auf die Uhr, der erste Kilometer in 5:05 min, also etwas langsamer als das Ziel war. Die nächsten beiden Kilometer fand ich dann mein Wohlfühltempo und schon war die Niemtscher Mühle erreicht. Dort war ein wenig Vorsicht geboten, denn die Pfützen waren gefroren, und es war glatt. Hier trennten sich die Wege der 17,4 Kilometer Läufer und der 6,6 Kilometer Läufer. Leider war diese Trennung nicht für jeden Sportler genau erkennbar, und so verlief sich wohl auch ein Läufer.

Die nächsten Kilometer hielt ich einen lockeren Kilometerschnitt von 4:50 min und merkte, wie schwierig es ist, in einem Wettkampf langsam zu laufen und die anderen einfach ziehen zu lassen. Es schult aber auf alle Fälle die eigene Disziplin. Von Niemtsch bis Großkoschen ging es durch den Wald. Die Wege waren mit kleinen Ästen und Nadeln von den Bäumen gepflastert, hier hat Xavier eine gute Arbeit abgeliefert. Nach ca. 10 Kilometern gab es einen Verpflegungspunkt mit warmem Tee, und schon ging es durch Großkoschen wieder in Richtung Senftenberg.

Als Einheimischer wusste ich, dass uns hier sicherlich sehr viel Wind erwarten wird, und genau so kam es auch. Die letzten 5 Kilometer hatten es echt in sich. Einige Läufer redeten davon, dass sie das Gefühl hatten, gegen eine Wand zu laufen. Untermalt wurde das ganze Schauspiel mit starkem Wellengang auf dem Senftenberger See. Ich denke, hier sind einige Läufer merklich langsamer geworden und haben Platzierungen verloren. Und so langsam kam ich ab Kilometer 12 auf den Geschmack, das Tempo trotz Gegenwind etwas anzuziehen, und so sammelte ich bis Senftenberg noch einige Läufer ein. Der Kilometer 12 ging mit 4:44 min. durch, danach folgten 4:45 min., 4:35 min., 4:44 min., 4:35 min. und dann 4:34 min. Im Ziel blieb ein Durchschnittstempo von 4:46 min. pro Kilometer, was jeweils 14 Sekunden schneller war als eigentlich geplant. Ich fühlte mich trotzdem absolut locker, und es war zu keiner Zeit eine Anstrengung zu merken. Aber es ist wirklich schwer, sich zu zügeln und eben nicht viel schneller zu werden.

1:23:26 h für einen ruhigen Trainingslauf über 17,48 Kilometern ist okay, und ich weiß, dass da noch sehr viel mehr geht. Im Ziel gab es warme Getränke und viel leckeren Kuchen. Schnell erhielt jeder Läufer seine Urkunde, und schon ging es unter die warme Dusche. Und damit war der Nikolauslauf 2013 Geschichte.

Dummheit stirbt nicht aus

Leider gab es unterwegs eine kleine Begebenheit, die mich wieder mal zum Nachdenken über Sportlichkeit und Fairness angeregt hat. Wie schon geschrieben habe ich auf den letzten Kilometern einige Läufer eingesammelt. 2 Kilometer vor dem Ziel wollte ich an einem Läufer vorbei, der mir jedoch gekonnt den Weg versperrte. Man beachte, der Weg ist ca. 4 Meter breit! Ich dachte im ersten Augenblick, kann passieren, alles nicht so schlimm, er ist einfach nur kaputt und fertig. Also ein zweiter Versuch, und schon wieder läuft er mir vor die Beine und drängt mich vom Weg. Dazu gab es aggressive Worte und eine geballte Faust. Nun fragte ich mich, was dieser Zwerg wohl für ein Problem haben könnte. Danach zog er einen Sprint an, um mir möglicherweise klarzumachen, dass er sich nicht überholen lässt. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob dieser „Sportler“ diesen Bericht liest, so kann ich dazu nur sagen: Du bist ein armes Würstchen. Ich habe Dich bisher noch nicht auf Laufveranstaltungen wahrgenommen und ich hoffe, dies war ein einmaliger Aussetzer. Aber sowas Unsportliches brauchen wir in der Laufszene nicht. Immer noch perplex von diesem Verhalten schaltete ich nach seinem Sprintversuch meinen Turbo ein. Und siehe da, schon war er 50 Meter hinter mir. Ich weiß nicht, wie es Euch geht oder gehen würde, aber solche Erlebnisse ärgern mich einfach, und ich sehe meine Werte von Fairness, Sportlichkeit und Kameradschaft verletzt.


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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 45 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook, Twitter und Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Richtig gemacht! Du hast dem Würstchen gezeigt wo der Hammer hängt.

    Sei mal ehrlich wärst du ohne ihn, in der Lage gewesen einen solchen Turbo zu starten???

    Sport frei!
    Thomas

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