Trailrunning, Hindernisläufe und Crossläufe

Crosslauf und Trailrunning
Wenn ich mich so umhöre und in der Fachliteratur lese, so ist nur noch ganz selten etwas vom klassischen Crosslauftraining zu finden. Es gibt zwar noch Meisterschaften im Crosslauf, aber die Öffentlichkeit bekommt nicht wirklich viel davon mit. Dafür ist Trailrunning in aller Munde, das Laufen außerhalb bekannter Wege und Strecken bzw. Hindernisläufe, welche immer mehr zu großen Spaßveranstaltungen werden. Ich finde eigentlich die Trennung der verschiedenen Sachen schwierig und möchte es dennoch mal mit einigen Worten versuchen. Ich verweise gleich an dieser Stelle darauf, dass ich keine Garantie für die Richtigkeit meiner Ausführungen geben kann. Hier kommen eher meine eigene Wahrnehmung und meine Empfindungen zum Ausdruck.

Trailrunning

Trailrunning habe ich viele Jahre als eine Form des Crosslaufs angesehen. Spannend am Trailrunning ist das Laufen auf unbekannten Pfaden und anspruchsvollen Strecken. Gerade in den Bergen bieten diese Läufe eine große Herausforderung. Ich denke, eingefleischte Trailrunning-Fans sehen die Entwicklung, die diese Art des Laufens annimmt, schon kritisch. Denn wobei handelt es sich wirklich um einen richtigen Trail, und wo ist diese Bezeichnung eventuell nicht angebracht? Die Erwartungen einzelner Sportler sind verschieden. Aber Laufveranstalter haben schon lange entdeckt, dass sich mit dem Begriff Trailrunning gut Werbung machen lässt. Und so manch eine normale Wald- und Feldstrecke wird auf einmal zum Trailrunning-Gelände. Ich persönlich verbinde mit Trailrunning oder dem Trampelpfadlaufen unwegsames und wirklich schwierig zu belaufendes Gelände, z.B. Wege und Pfade, die als solche kaum zu erkennen sind. Es gibt wirklich hervorragende Spitzenläufer beim Trailrunning, aber für den Großteil der Läufer geht es wohl um das Erlebnis und das Erleben der Natur durch Natürlichkeit.

Extrem-und Hindernisläufe

Dann haben wir die Extrem- und Hindernisläufe. Ich bin aber ehrlich, mit dem Begriff Extremlauf sollte man vorsichtig sein. Für oft eine ganze Menge an Startgeld können Menschen auf einer Strecke mit verschiedenen künstlichen Hindernissen ihren Trieb nach Abenteuer und einer kalkulierbaren Herausforderung ausleben. Diese Art der Laufveranstaltungen schießen gerade wie Pilze aus dem Boden und die Teilnehmerzahlen zeigen, dass die Menschen Bock darauf haben, durch Schlamm zu robben, über Hindernisse zu kriechen, sich mit Stromschlägen malträtieren zu lassen, ein Bad in eiskaltem Wasser zu nehmen und viel Geld dafür zu bezahlen. Die wenigsten Teilnehmer gehen meines Erachtens bei diesen Veranstaltungen mit dem Leistungsgedanken des Siegens an den Start. Eher geht es darum, sich selbst zu beweisen, das man das noch schafft und Spaß in der Gemeinschaft zu haben. Aber sicherlich wird auch der Kindheitstrieb, sich endlich mal wieder richtig dreckig machen zu können, eine Rolle spielen. Dazu kommt, dass es im Alltag immer weniger wirklich körperliche Herausforderungen gibt. Dies alles bekommen die Teilnehmer bei diesen Hindernisläufen geboten.

Crossläufe

Und dann haben wir die Crossläufe, welche meiner Meinung nach schon in der Breite sehr leistungsbezogen sind. Nur finde ich auch, dass es immer weniger wirkliche Crossläufe gibt. Unter Crossläufen verstehe ich das Laufen auf pampigen Wegen, auf kupierten Streckenabschnitten und wurzligen Waldwegen, über Wiesen und Felder. Also eine landschaftliche Mischung aus allem. Hier kommen Aspekte des Hindernislaufs und des Trailrunnings zusammen. Crossläufe stellen ein gutes Lauftraining dar, um Ausdauer, Tempohärte, Kraft und Durchhaltevermögen zu schulen. Das Schwierige an klassischen Crossläufen ist der Umstand, dass sich die Streckenlängen meist zwischen 5 und 15 Kilometer bewegen. Also wird oft ein wirklich hohes Lauftempo angeschlagen. Somit ist der ganze Sportler gefragt. Ich empfinde Crossläufe als ein gutes Training, um für Straßenläufe und ganz „normale“ Volksläufe richtig in Schwung zu kommen. Leider wird es immer schwieriger, klassische Crossläufe im Laufkalender zu entdecken.

Fazit

Dies sollte mal der Versuch einer Definition sein. Ob es mir gelungen ist, kann ich nicht wirklich einschätzen. Im Großen und Ganzen geht es um das Laufen, egal ob Hindernisläufe, Crossläufe oder Trailrunning und dies eint uns dann wieder. Wie gestaltet sich die Entwicklung aus Eurer Sicht ? Wo gibt es für Euch Gemeinsamkeiten oder Unterschiede? Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.

Noch mehr geballtes Wissen zum und über das Lauftraining, in Praxis und Theorie ...

... erhältst Du bei den Laufen total Laufcamps. Werde Teil eines sehr spannenden Wochenendes und hole Dir weitere Informationen. Die Laufen total Laufcamps und die Laufwoche sind ausdrücklich "auch" für Laufeinsteiger geeignet. Termine und Informationen dazu hier >>>>>>>>>>>>>>>>


Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 46 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook.