Mehr Selbstbewusstsein für Laufeinsteiger

Selbstbewusstsein
Laufen kann und ist ganz einfach sein. Vor die Tür gegangen und schon kann es losgehen. Trotzdem wird das Laufen viel zu oft zu einer riesigen Wissenschaft gemacht. Gerade der Laufeinstieg wird für einige Menschen zu einer riesigen Hürde. Da ergeben sich Fragen nach der passenden Laufbekleidung, den richtigen Laufschuhen, der effektivsten Laufuhr, dem hilfreichsten Wetter und und und. Und dann ist da immer irgendwie das Gefühl, die anderen Sportler sind viel schneller als man selbst. Deshalb stelle ich oft die Frage (bei meinen Online-Trainingsplanbetreuungen immer), für wen Ihr den Sport ausübt und warum Ihr lauft. Vor allem Laufeinsteiger sollten sich bewusst sein, dass sie es in der Regel für sich machen. Wer mit dem Laufen beginnt um Anerkennung von außen zu erhalten, den muss ich enttäuschen. Denn diese Anerkennung wird es in den meisten Fällen nicht geben. Ihr macht es ausschließlich für Euch.

Persönlich bin ich fast man ganzes Leben als Läufer unterwegs. Ich habe nicht unbedingt das riesige Lauftalent in die Wiege gelegt bekommen, für den einen oder anderen Erfolg musste ich hart kämpfen. Aber das Laufen war und ist eine große Leidenschaft. Schon frühzeitig war mir egal, was andere Menschen darüber denken. Begonnen habe ich zu einer Zeit, da war das Laufen noch nicht so salonfähig wie heute. Andere Kinder und Jugendliche rannten dem Fußball hinterher, ich hingegen rannte durch die Gegend und fand es einfach schön, so meine Umgebung kennenzulernen und zu erleben. Dazu kam natürlich auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und manchmal auch das Herausfinden von eigenen Grenzen. Natürlich musste ich mir oft irgendwelche Sprüche anhören, manchmal haben diese mich auch wirklich geärgert. Aber mit dem Älterwerden kam die Erkenntnis, die Menschen reden zu lassen. Ich konnte deren Handeln und Denken nicht verändern, egal was ich tat. Bedenke also, Du machst den Laufsport für dich, nur für dich.

Anerkennungen für erbrachte Leistungen gab es für mich auch ganz selten, egal ob ich als 12-jähriger schon 10 km im Bereich von 45 min lief oder später der erste Marathon gefinisht wurde. Es hat nicht wirklich jemanden interessiert und wenn es doch mal zur Sprache kam, dann wurde ich schnell in die Kategorie „Bekloppt“ eingeordnet. Mittlerweile habe ich da auch eine andere Strategie für mich entwickelt. Wenn mich Außenstehende als bekloppt bezeichnen, dann sehe ich es als Anerkennung. Denn ich bin gern der bekloppte Läufer, der bei Wind und Wetter unterwegs ist, den kein Wintersturm aufhalten kann und dem kein Regenguss zu stark ist. Gern bin ich der, der im Sommer noch vor den ersten Sonnenstrahlen unterwegs ist und den Tag erwachen sieht. Gern bin ich derjenige, der hautnah die verschiedenen Jahreszeiten erlebt. Diese Gefühle und dieses Erleben sind einmalig. Und manchmal, aber nur ganz selten, entwickelt sich ein klein wenig Mitleid mit den Leuten, die über mein Tun und Handeln lächeln, denn diese wissen nicht, was sie da verpassen und welche Lebensqualität sie sich selbst nehmen.

Lasst die Leute reden

Folgenden Spruch finde ich sehr gut: Solange die Menschen über dich reden, bist du interessant… Egal an welcher Stelle Ihr mit Eurem Laufeinstieg steht, lasst die Menschen reden. Geht raus, bewegt Euch und es ist egal, ob am Anfang 1 Minute gegangen und 1 Minute gelaufen werden. Es ist so viel besser als nichts zu machen. Genießt den Augenblick und die ersten Erfolge. Wer kontinuierlich dranbleibt, wird schnell erste Erfolge für sich feiern dürfen. Erst sind es 15 min im Wechsel zwischen dem Laufen und Gehen und nach 12 Wochen könnt Ihr schon 30 min am Stück laufen. Und wenn Leute stehen bleiben und sich das Maul zerreißen, dann lasst sie reden, denn die wenigsten von denen würden selbst diese Leistung vollbringen. Und mal Hand aufs Herz, nicht selten schwingt auch eine riesige Portion Neid mit.

Gemeckert ist schnell, aber den Arsch erheben und selbstmachen erfordert Kraft und auch Mut. Deshalb noch einmal meine Bitte an alle Laufeinsteiger: Lasst Euch nicht unterkriegen und macht weiter. Es heißt Geduld haben und Stück für Stück den eigenen Weg gehen. Glaubt mir, dieser Weg lohnt sich.
Selbstbewusst

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 46 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook.