Keine Angst vor Pausen beim Laufen

Pausen beim Laufen

Kennt Ihr auch das Gefühl, dass Ihr Kilometer sammeln müsst und nicht ins Gehen verfallen oder sogar eine kleine Pause einlegen dürft, bis das Trainingsziel erreicht ist? Jedenfalls ging es mir in früheren Zeiten so. Wenn ich gelaufen bin, dann bin ich richtig gelaufen. Es wurde keine Pause während des Lauftrainings eingelegt und wenn, dann nur im äußersten Notfall. Diese Situation trat beispielsweise dann ein, wenn mein Magen rebellierte. Aber sonst sah ich eine Pause als persönliche Schwäche an. Schließlich bin ich Läufer und kein Wanderer, so habe ich viele Jahre gedacht. Diese Zeiten und das eigene Denken haben sich jedoch nachhaltig gewandelt. Mittlerweile habe ich mit einer Pause während eines Lauftrainings keine Probleme mehr.

Im Gegenteil, diese lege ich manchmal sogar mit Absicht ein, oder es ergibt sich mal ein nettes Gespräch mit Bekannten oder anderen Sportlern, auf die ich treffe. Früher wäre ich im Sauseschritt vorbeigedonnert mit dem Ausruf: Habe keine Zeit, mache Training. Dies passiert jetzt wirklich nur noch selten. Eigentlich nur dann, wenn ich Tempoläufe mache, aber da bin ich sowieso im Tunnel und konzentriere mich auf mein Lauftraining.

Ansonsten werden je nach Lust und Trainingsstand Laufpausen eingelegt, um zwischendurch einige Athletik-, Kraftigungs– oder Koordinationsübungen durchzuführen. So laufe ich gern mal 1 Kilometer, lege eine Laufpause ein und ziehe eine Kräftigungsübung an einer Bank durch. Danach wieder einen Kilometer laufen und die nächste Übung einflechten. Dies immer wieder bis zum Schluss des Trainings. Damit komme ich aus dem normalen Trott des Laufens raus und tue dennoch etwas für meinen gesamten Körper. Ich denke, diese Art des Trainings ist oft effektiver als das ewige Kilometersammeln.

Oder ich gehe einfach mal einige Minuten, um tief durchzuatmen. Nun ist kein schlechtes Gefühl mehr dabei und kein Gedanke, dass ich dadurch das Laufen verlernen könnte oder meine Trainingsleistung damit schwäche. Alles Blödsinn. Mittlerweile weiß ich, dass Pausen sogar notwendig sind, um gute sportliche Leistungen zu erzielen. Darüber hinaus kann mich Leistungsstress während des Trainings eher schwächen, als dass er für die gesamtheitliche Entwicklung hilfreich ist.

Spaß an Pausen während des Laufens

Früher bin ich oft an schönen Orten vorbeigelaufen oder habe nur am Rande das eine oder andere Naturschauspiel erlebt. Vordergründig war mir eben wichtig, die erforderlichen Kilometer zu sammeln. Jetzt finde ich es spannend und angenehm, mal eine Pause einzulegen, wie es gerade so passt. Dies kann sein, um kurz die Ruhe des Waldes zu genießen oder den Sonnenuntergang zu bewundern. Es gibt viele Augenblicke, die es wert sind, beachtet und bewundert zu werden. Und ich kann von mir sagen, dass ich sicherlich nicht langsamer werde, wenn mal eine kleine Pause eingelegt wird. Bei längeren Laufstrecken plane ich ab und an sogar Gehabschnitte ein. Warum nicht mal eine Aussichtsplattform besteigen, die sich an der Laufstrecke befindet und die Umgebung betrachten? Oder mal ein Schwätzchen mit Spaziergängern? Wir sind nicht auf der Flucht sondern beim Laufen. Oder wie seht Ihr das?

Und Laufeinsteigern empfehle ich sogar Gehpausen, damit sie sich langsam an die Belastung gewöhnen. So kann eine längere Zeit trainiert werden als wenn gleich durchgelaufen wird.

Wie sieht es bei Euch aus? Plagt Euch das schlechte Gewissen, wenn Ihr während des Lauftrainings eine Pause einlegt?

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Mein Name ist Heiko Wache und ich bin 46 Jahre alt. Ich bin zertifizierter Laufcoach, Personal Trainer und Fitnesstrainer-B. Mein beruflicher Weg gilt dem Sport als Personal Trainer mit dem Spezialgebiet Lauftraining. Weitere Informationen zu meinem Personal Training, der Online-Trainingsbetreuung und zum Laufen und der Fitness im Allgemeinen können sehr gern erfragt werden. Ihr findet mich natürlich auch auf: Facebook.